Wie steht die kath. Kirche zur Homosexualität?

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13 Antworten

Gottes Gesetz für Israel verlangte: „Wenn ein Mann bei einer männlichen Person liegt, ebenso wie man bei einer Frau liegt, so haben sie beide eine Abscheulichkeit begangen. Sie sollten unweigerlich zu Tode gebracht werden“ (3. Mose 20:13). „Und du sollst nicht bei einer männlichen Person ebenso liegen, wie du bei einer Frau liegst. Es ist eine Abscheulichkeit.“ (3. Mose 18:22) Weil Adam ungehorsam war, haben wir alle die Unvollkommenheit geerbt. Deshalb müssen wir gegen manches starke Verlangen und gegen Schwächen des Fleisches ankämpfen, die mit Gottes ursprünglichem Vorsatz unvereinbar sind. In den Gesetzen, die Gott durch Moses gab, führte er daher an, welches Sexualverhalten ihm unter anderem zuwider ist: Ehebruch, Inzest, Homosexualität und Sodomie (3. Mose 18:6-23). Zudem verbot Gott ausdrücklich, sich in unmoralischer Absicht als jemand vom anderen Geschlecht auszugeben (5. Mose 22:5). Wie die Bibel durchweg lehrt, billigt Gott sexuelle Beziehungen einzig und allein zwischen einem Mann und seiner Ehefrau (1. Mose 20:1-5, 14; 39:7-9; Sprüche 5:15-19; Hebräer 13:4). Wegen solcher Sexualpraktiken vernichtete Gott Sodom und Gomorra (1. Mose 13:13; 18:20; 19:4, 5, 24, 25). Jahrhunderte später verglich der Apostel Petrus Männer, die sich wie jene Sodomiten verhielten, mit „vernunftlosen Tieren, die von Natur dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden“ (2. Petrus 2:6-13).

Dass sich Gottes Maßstäbe nicht geändert haben und auch noch für uns heute gelten, ist daran zu erkennen, dass im Neuen Testament wiederholt darauf Bezug genommen wird, z.B.: „Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, . . . werden Gottes Königreich ererben." (1. Korinther 6:9-11) "...Sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte“ (Römer 1:26, 27).

Die Bibel beschreibt also auch, welche Folgen es nach sich zieht, wenn Menschen ‘ihre Leiber in Unreinheit entehren’ und „dem Fleisch zu unnatürlichem Gebrauch“ nachgehen, indem sie sagt: „Sie entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte“ (Römer 1:24, 27). Solche Menschen werden nicht nur von Gott verurteilt, sondern sie schaden sich auch selbst, indem sie ihren Geist und ihren Körper ruinieren. Heute beobachtet man zum Beispiel ein unverhältnismäßig häufiges Auftreten von Syphilis, AIDS und anderen durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Krankheiten unter Homosexuellen. Durch die hohen Sittenmaßstäbe aus Gottes Wort wird man vor dieser Gefahr geschützt; es wird einem nichts Gutes vorenthalten.

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Kommentar von gerwitt
26.10.2007, 22:23

Was für ein Schmarrn, gerade auch die AIDS-Thematik hier hineinzubringen!!! Darf ich geflissentlich daran erinnern, dass in Afrika allein 2001 fast 30 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert waren??? Und das sind alles keine homosexuellen Männer, die infiziert sind, sondern heterosexuelle Frauen und Männer.

Ich finde es unverantwortlich wie hier mit Unwissenheit zugleich ideologische Pamphlets gegen Homosexuelle subtil verbreitet werden und protestiere massiv gegen solche Ungeheuerlichkeiten!

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Kommentar von Solipsist
05.11.2007, 16:34

Liebes Teddylein, Du bist durch und durch krank. Gruß, S.

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Einen interessanten Artikel mit ein paar Insidereinblicken gibts hier:

http://doctorsubtilis.wordpress.com/2008/08/09/huk/

Ich glaube viele Priester sind selbst schwul und leben in einer ständigen Zerissenheit zwischen ihren Vorlieben und der Lehrmeinung ihrer Kirche.

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Die Frage ist doch wie Gott die Homosexualität sieht: "Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt, und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Begierde zueinander entbrannt, indem die Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst" (Römer 1,26f.)

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Kommentar von gerwitt
25.10.2007, 08:55

Unsinn! Du darfst nicht nur zwei Sätze aus diesem Kapitel lesen. Lies bitte dazu das gesamte Kapitel: Röm 1, 18 - 32. Dieses Kapitel wird in vielen Bibeln übertitelt mit "Contra gentiles", also "Gegen die Heiden". Es handelt sich dabei um eine apologetische Schrift. Die (homo-)sexuelle Praxis ist, nach Paulus, zur Ersatzreligion für die Heiden geworden. Diese verurteilt er. Ich kann dir dazu auch den wissenschaftlich-exegetischen Kommentar von Michael Theobald, Der Römerbrief, in: ERTRÄGE , Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2000 empfehlen. Da gibt es auf S. 142ff einen ausführlichen Exkurs zum Thema "Homosexualität im Römerbrief". Dem Autor gelingt es darin, deutlich zu machen, dass es Paulus nicht um die Homosexualität an sich ging. Viel Spaß bei der - zugegeben - etwas anspruchsvollen, da wissenschaftlichen Lektüre. Aber besser, solche Lektüre lesen, als falsche Plattitüden immer zu wiederholen.

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Ablehnend! Wie zu allen sexuellen Dingen, die außerhalb der Ehe geschehen und/oder nicht der Zeugung von Nachwuchs dienen.

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Eine sehr schöne Übersicht über den Stand der theologischen Forschung zu diesem Thema, aber auch zu den Äußerungen des kirchlichen Lehramtes findest du in dem Buch: "Jens Weizer, Vom anderen Ufer, Schwule fordern Heimat in der Kirche, Patmos-Verlag, Düsseldorf, 1.1995, ISBN: 3-491-72337-X " Dort findest du aber eben nur die Verlautbarungen bis zu 1995. Ob es danach eine Neuauflage gab, weiß ich nicht. Ich meine aber, nicht! Vielleicht findest du dieses Buch in der Bücherei. Das Buch ist nicht zu dick, sehr gut und verständlich geschrieben und darin findest du am fundiertesten einen guten Überblick zu Thema. Für ein Referat in der Schule bestens geeignet.

Zum Thema noch ein paar Anmerkungen: Die Bibel beschäftigt sich nicht mit Homosexualität an sich, so wie wir von ihr heute wissen.

Die oft genannten Bibelstellen sind aus dem Kontext herausgerissen und wenden sich z.B. bei Paulus im Römerbrief "gegen die Heiden" und dagegen, dass die sexuellen Praktiken (auch die Homosexuellen) quasi Ersatzreligion geworden sind. Paulus thematisiert das Phänomen "Homosexualität" an sich nicht.

Sowohl Paulus im Römerbrief alsauch das Alte Testament wissen in diesem empirischen Sinne nichts von Homosexualität wie wir es heute wissen. Wissen also nichts um die psychologische, biologische, soziologische, psychologische Komponente einer solchen sexuellen Prägung.

Die katholische Kirche verurteilt die Homosexualität als solche an sich nicht und sie fordert auch auf, homosexuelle Menschen (Lesben und Schwule) nicht zu diskriminieren.

Aber sie legt an homosexuelle Frauen und Männer genau die gleiche Messlatte an wie bei heterosexuellen Frauen und Männer: Sex nur in der Ehe!

Dennoch befreien die moralischen und sittlichen Vorgaben der katholischen Kirche niemanden davon, letztendlich eine eigene Gewissensentscheidung zu treffen.

Zu deiner konkreten Frage: Was ist das für ein Referat? Für die Schule oder fürs Studium?

Das Thema ist so komplex, dass der/die Verantwortliche, der/die dieses Thema vorgegeben hat, offensichtlich selbst nicht weiß, was er dir da aufgebürdet hat.

Du könntest nämlich einmal die Bibel nach anti-homosexuellen Textstellen durchforsten, müßtest dich dann aber auch gleichermaßen mit lehramtlichen Aussagen aus Rom beschäftigten.

Für den deutschsprachigen Bereich empfehle ich dir, die Seite der Deutschen Bischofskonferenz ( http://www.dbk.de ) aufzusuchen.

Dort findest du unter "Schriften" auch die deutschsprachigen Übersetzungen zu Verlautbarungen des apostolischen Stuhls z.B. zu dem Thema "Eingetragenen Lebenspartnerschaften", wo auch etwas zu dem Thema behandelt wird.

Ansonsten kannste natürlich auch den Katholischen Katechismus lesen.

Viel Erfolg!

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Kommentar von Starbuck
25.10.2007, 11:04

Endlich mal eine sachliche, fundierte, sehr gute Antwort! Schade, dass ich nur einen Daumen vergeben kann.

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In der Bibel kenne ich nur den Satz: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Da steht nichts geschlechtsspezifisches bei.

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Kommentar von gerwitt
25.10.2007, 08:56

Diesen Satz gibt es in der Bibel auch, aber wenn es der einzige Satz wäre, könntest du die Bibel auf einem Papierschnippsel schreiben. ;-) Doch da steht noch mehr drin ... ehrlich! :-)

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Die Katholen dürfen die Bibel doch gar nicht lesen, daraus kannst Du also nichts für das Referat entnehmen. Ansonsten lies mal den 1.Mose 19.4-11!

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Kommentar von Starbuck
25.10.2007, 08:31

Wie bitte? Also ich bin Katholik und darf die Bibel nicht nur lesen, ich soll es sogar.

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Kommentar von gerwitt
25.10.2007, 09:01

@ szintilator: Menno, was hier für ein 'geistiger Dünnschiß' verbreitet wird. Willst du ernst genommen werden? - Dann prüfe vorher, bevor du so einen Unsinn schreibst, dass die Katholiken (Katholen gibt es nicht) nicht die Bibel lesen dürfen. Ich darf nur daran erinnern, dass die Katholische Kirche ein eigenes Bibelwerk unterhält, das gerade die Verbreitung der Bibel fördert. Manchmal habe ich das Gefühl - auch bei einigen Beiträgen hier -, dass es hilfreicher wäre, wenn die Bibel wirklich mehr gelesen würde, und nicht nur einfach ein paar Sätze aus dem Zusammenhang heraus zitiert werden.

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In der Bibel gibt es ein Kommentar zur Homosexualität: "Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel." (3Mo 18,22) Allerdings darf man die Bibel ja auch nicht wörtlich nehmen...

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Kommentar von planetshaker
25.10.2007, 21:20

Nun ja, aber bildlich kannst du diesen Abschnitt auch nicht verstehen - also ist er wörtlich zu nehmen. Homosexualität ist ein Gräuel, d.h. eine Abartigkeit vor Gott.

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Kommentar von aLuckyGuy
01.11.2013, 11:55

Diese Textstelle befasst sich aber nur mit schwulen Sex und selbst das auch nur in einer einzigen Variante. Damit ist lediglich Sexualverkehr gemeint und nicht mehr. In der Entstehungszeit der Bibel gab es schließlich so was wie homosexuelle Beziehung, wie sie heutzutage üblich sind, noch gar nicht. Selbst der Begriff Homosexualiät entstand erst im 19. Jahrhundert. Homosexualität lässt sich aber nicht nur auf den reinen Sex reduzieren. Das klappt ja bei Heterosexualität doch auch nicht.

Und auch an dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass alle Textstellen des alten Testamant der Gesetzlichkeit des alten Bundes angehören und damit ausschließlich für Juden relevant sind. Für Christen gelten die Gesetze des neuen Bundes, welche von Jesus mit Gott geschlossen wurden. Zwar hat auch Paulus im neuen Testament einige Dinge gegen schwulen Sex gesagt, aber auch er hat kein Wort über eine homosexuelle Beziehung verloren.

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Gar nicht. Da für die kath. Kirche nur die Ehe zählt, erübrigt sich alles weitere. Links kenne ich nicht, lese aber seit Jahren aktuelle Zeitungen und ab und zu ist auch mal der Fernseher an.

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Kommentar von betrax
24.10.2007, 18:26

Aber es gibt doch mittlerweile auch Homo-Ehen. ??

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Kommentar von peppyann
24.10.2007, 18:27

Na Zeitung und so liegt bei mir auch rum. les ich sogar :). Aber ich brauch genauere Antworten. Das is mein Problem. Also, wer sich wie geäußert hat. Wieso und warum etc. ...

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Der Benedikt mag sie nicht, die Schwulen! Aber was red ich euch nur rein.. Ihr seit ja Papst!übrigens in der kath. Kirche gibt es keine Schwulen Mitarbeiter.. Sehr speziell sowas, nicht? Gruss Solf

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Kommentar von RolfHoegemann
24.10.2007, 18:25

In der katholischen Kirche gibt es keine schwulen Mitarbeiter? ...grins.... das weiss ich besser... doppelgrins

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Leider ist sie noch sehr dagegen, da ihre Meinung ist eine Ehe gehört nur mit Mann und Frau geschlossen. Die evangelische hat sie akzeptiert. Da sind Evangelisten sehr fortschrittlich.

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Lies Dich einmal ein wenig durch die Seiten der Initiative "Homosexuelle und Kirche", HUK

http://www.huk.org/

da findest Du sehr viel zu dem Thema.

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http://www.kspd.org/
hier könnte was brauchbares für dein Thema zur Verfügung stehen.

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Kommentar von vincent
24.10.2007, 18:29

http://www.huk.org/presse/03-08-vatikanerklaerung.htm

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