Wie stehst du zur Drogenpolitik?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zur deutschen Drogenpolitik kann ich wenig sagen, da ich sie nicht all zu gut kenne - Ich weiss nur eines: Das Cannabis-Medikamentengesetz muss überarbeitet werden! Als Neuropharmakologe bestätige ich gerne, dass Cannabis nicht bei psychiatrischen Indikationen verschrieben werden darf (nur unter klinischer Aufsicht über einen kurzen Zeitraum) und niemals in Form von Blüten, welche jeder Pharmazeut gleich Panik kriegt - da es ein pharmakologisches Messyprodukt ist.

Die Schweizer Drogenpolitik ist und war schon immer sehr liberal... Das wissen denke ich die meisten. Ich finde dies auch richtig so. Dass Heroin auf Rezept verschrieben werden kann, sowie andere Substitutionsmedikamente je nach Droge und Sucht. Dass es genügend Hilfeangebote gibt usw.

Cannabis ist bei einer Menge unter 10g weder strafbar, noch ist es eine Ordnungswidrigkeit. Also komplett entkriminalisiert. Dass Kiffen in der öffentlichkeit eine Ordnungswidrigkeit ist, welche mit 100.- bestraft wird - finde ich auch in Ordnung.

Andere Drogen sind für den Konsument aus rechtlicher Sicht auch fast unproblematisch....

Mir würde es mehr gefallen, wenn dies sich noch weiter und auf andere Drogen ausdehnen würde.

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin beruflich als Neuropharmakologe tätig.

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