Wie stehen meine Chancen Cannabis auf Rezept zu bekommen?

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7 Antworten

Ich nehme an du meist Depressionen und PTBS (nicht PBS). Deine Chancen stehen sehr schlecht und dies hat auch seine guten Gründe.

Cannabis kann bei Depressionen und besonders bei PTBS sehr effektiv sein, doch hat es einen entscheidenden Hacken. Bei vielen (aber nicht allen) Menschen kommt es zu einem sogenannten Rebound-Effekt. Rebound-Effekt heisst, dass die urspünglichen Beschweren in verstärkter Form wieder zurückkehren.

Zudem kann Cannabis auch pradox wirken. Die Beschwerden werden in diesen Fällen also nicht gelindert, sondern verstärkt. Auch können durch Cannabiskonsum weitere psychische Erkrankungen ausgelöst werden. Z.B. Panikattacken oder gar Psychosen.

Cannabis wird also nur bei Personen eingesetzt werden, die auf herkömmliche Behandlungsmethoden absolut therapieresitent sind und keine Chance auf Besserung haben.

Zu den herkömmlichen Methoden zählen unzählige Versuche mit Medikamenten (nicht nur zahlreiche Antidepressiva), eine langjährige und intensive Psychotherapie und bei Depressionen gar eine EKT (Elekro-Krampf-Therapie).

Cannabis wird also nur für schwerst kranke sein, bei denen keine Hoffnung auf Besserung besteht.

Nicht so gut würde ich sagen. In erster Linie wird es wahrscheinlich an Schmerzpatienten verschrieben werden. Das auch nur in Ausnahmefällen wenn andere Therapieoptionen ausgeschöpft sind. Ob eine Psychiatrische Indikation hinzukommt ist meines Wissens noch nicht klar.

Außerdem ist noch garnicht klar wo das eigentlich herkommen soll, wie die Verschreibung abläuft etc. Das wird sich alles erst mit der Zeit klären. Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sollen entsprechende Planungen jetzt anlaufen.

Cannabis wird weniger als Psychostimulanz eingesetzt denn als Unterstützung bei z. B. Schmerzen,die therapeutisch kaum noch Alternativen haben. Die entspannende Wirkung,der gesteigerte Appetit usw. Würde es gegen Depressionen verschrieben,bräuchten wir wohl doppelt so viel Parkbänke..

Ab März (wenn das neue Gesetz in Kraft tritt) eventuell etwas höher als jetzt. Aber so genau kann das hier niemand beurteilen, das musst du schon mit deinen behandelnden Ärzten besprechen.

Allein aufgrund dieser Diagnose (Depression, PTBS) sicherlich nicht.
Dafür ist Psychotherapie (und evtl. Medikation) indiziert, also das, was als Behandlungsmaßnahme vorrangig in Frage kommt.

Schlecht, gegen Depressionen gibt es etliche Medikamente dagegen.
Es sei den du trifft einen etwas verteilten Arzt....
Cannabis gibt's glaube bei Menschen die starke Zuckungen haben oder ähnliches.
Bei Depressionen hilft Sport, Sex und angefangen bei kleine Erfolge...
Oder man nehme Medikinet, Antidepressiva und ähnliches

Ich denke, man wird den etablierten Therapiemethoden den Vorzug geben.

Hey GanMar

Richtig! Das sollte auch der Weg sein. 

Hey RollercoasterXA

Medizinisches THC gibt es nicht in Form von "coolen Tüten (Joints) ".

Die Substanz wird in der Regel unspektakulär in Form von Tropfen oder Spray verordnet,die Einnahme wird überwacht. Btm-Rezepte gibt es ausschließlich von Fachärzten-nach! gründlicher Diagnostik. 

Das sollte jedem "plötzlich neu erkrankten" klar sein. 

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