Wie stehen die Gewinnchancen für die Untervermietung von Wohnungen an Touristen in Baden Württemberg ?

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2 Antworten

Als erstes musst du prüfen, ob eine Nutzung ein Ferienwohnung überhaupt rechtlich möglich ist. Diese Information bekommst du bei der Stadtverwaltung. Dann brauchst du die Genehmigung des Vermieters. Und sofern es sich nur um diese eine Wohnung handelt und du keine hotelähnlichen Zusatzleistungen anbietest, musst du auch kein Gewerbe dafür anmelden. Steuerlich werden deine Einnahmen mit den Ausgaben bei deiner Einkommensteuererklärung verrechnet und du musst die Differenz entweder versteuern oder - bei einer negativen Differenz - wird dein "normales" Einkommen dadurch gemindert. Hier ist allerdings ein kleines Problem zu erkennen: Bei nur einem Jahr der Vermietung könnte das Finanzamt ein negatives Ergebnis womöglich nicht anerkennen, weil die echte Gewinnerzielungsabsicht nicht zu sehen ist.

Schwierig wird es meiner Meinung dadurch, dass du eine gewisse Vorlaufzeit brauchst, um Gäste zu bekommen. Vermietungsportale benötigen teilweise ein paar Tage bis Wochen, bis sie deine Anzeige veröffentlichen und gerade Feriengäste für Wohnungen suchen selten erst kurzfristig eine freie Wohnung (diejenigen suchen dann eher ein Hotel).

Wenn du also nur 12 Monate vermieten kannst, dann wirst du zwar deine Kosten ein wenig verringern können, aber Gewinn wird in so kurzer Zeit wohl nicht rausspringen. Vor allem bedenke, dass du die Wohnung vollständig einrichten musst. Also nicht nur Möbel, sondern auch Fernseher, Küchengeräte, Geschirr usw. Alleine diese Kosten werden nach 1 Jahr nicht wieder reinkommen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Vermietung von Ferienwohnungen durchaus lukrativ ist, aber es ist auch mit viel Arbeit verbunden. Jede Buchung muss einzeln bearbeitet werden (bloß keine Doppelbuchungen!), die Gäste in Empfang genommen und verabschiedet werden, die Wohnung gereinigt werden, gelegentlich geht mal was kaputt...

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Ich würde einen Steuerberater fragen.

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