Wie stehen die Chancen in den nächsten 10 Jahren anderes Leben im Weltall zu entdecken?

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10 Antworten

Wie die Chancen stehen? Schlecht! Aber ... 

Leben? Was für Leben? Bakterien, Viren, fliegende Spaghettimonster oder intelligentes Leben, also eine technische Zivilisation? Das ist es wohl, was die meisten Leute denken, wenn es um den Begriff "außerirdisches Leben" geht. 

Bakterien, Viren etc. können wir vielleicht mal in Kometen oder Asteroiden nachweisen, aber diese auf anderen Planeten zu entdecken, ist praktisch ausgeschlossen, es sei denn, wir suchen intensiv auf diesen Planeten unseres Sonnensystems. Aber da scheiden die nächsten Jahrhunderte die Gasplaneten schon einmal aufgrund ihrer Beschaffenheit aus. 

Allerdings kämen einige Jupiter- oder Saturnmonde in Betracht. So gibt es Spekulationen (mehr nicht), dass sich unter Europas Eisdecke ein Riesenozean verbirgt, der Leben beherbergen könnte. Aber hier haben wir ein Problem: 

Auch Wale, Delphine und Kraken auf der Erde sind intelligent, machen aber keine (nachweisbaren) Anstrengungen, ins Weltall zu kommen. 

Technische Zivilisationen wären da schon besser. Diese Aliens könnten funken, würden die Mathematik beherrschen (zählen, vergleichen) und hätten bewiesen, dass sie sich für Astronomie und/oder Raumfahrt interessieren. 

Die Frage ist, inwieweit sich technische Zivilisationen zu einem bestimmten Zeitpunkt T ihrer Entwicklung auf dem gleichen Stand des Wissens und Interesses befinden. Und da ist die Chance extrem gering, wenn vielleicht auch nicht Null. 

Gehen wir in unserer eigenen Geschichte nur 120 Jahre zurück, als Marconi die erste Funkübertragung glückte. Davor begann in den Jahren ab 1850 (grob gerechnet) die Industrialisierung, aber keine Aliens hätten irgendeine Nachricht von uns empfangen, einfach, weil es keinen Funk gab. 

Rund 120 Jahre Differenz in der Entwicklung zweier Spezies reichen also aus, nichts voneinander zu erfahren. Wie soll also ein Kontakt über eine Entfernung von Lichtjahren zustande kommen? 

Es gibt doch das Fermi-Paradoxon: Die Galaxis hat rund 100.000 Lichtjahre Durchmesser. Selbst mit einem Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit fliegend, hätte die Milchstraße im Laufe der Zeit auch von nur einer Zivilisation mehrfach durchquert und besiedelt werden können. Dann aber müssten wir irgendeinen Hinweis finden - oder hätten ihn schon gefunden. 

Fermi fragte daraufhin seine Wissenschaftlerkollegen in den 40er Jahren mal: "Wo sind sie denn alle?" 

Und muss Leben unbedingt auf Kohlenstoffbasis existieren? Siehe dazu die SF-Kriminalgeschichte von Isaac Asimov "Der sprechende Stein" in: "Radioaktiv ...!" Falls nicht, wäre dann eine Kommunikation möglich? Wären die technischen Entwicklungen gleich? Wäre das Denken gleich? 

Nein, ich denke, wir sind für lange Zeit, vielleicht für immer, jedenfalls länger als die angedachten 10 Jahre, durch die ungeheuren Abgründe von Raum und Zeit voneinander getrennt. Große galaktische Reiche und Imperien gehören eher in die Science Fiction. 

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Hinweise könnte es in den nächsten 10 Jahren haufenweise geben, aber außerirdisches Leben zu Beweisen macht die Sache schon schwieriger. Entdecken bedeutet ja z.B. die direkte Beobachtung. Das wird in naher Zukunft auf fernen Exoplaneten auch nicht möglich sein. Allenfalls im mikrobiologischen Bereich im eigenen Sonnensystem (z.B. im Meer unter dem Eis auf dem Mond Europa), könnte man in den nächsten 50 Jahren mal was entdecken.

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Wie steht die Chance das wir anderes leben schon lange kennen oder mal gekannt haben?

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Die Wahrscheinlichkeit ist so gering, dass es nicht passiert. Aber es kann alles passieren. Man kann ja auch im Lotto gewinnen, egal wie gering die Wahrscheinlichkeit ist. Somit ist das mit Außerirdischen auch ein reines Glücksspiel.

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Dazu kann man ganz genau NICHTS sagen.

Denn wir wissen nicht, ob es überhaupt anderes Leben irgendwo da draußen in einer Entfernung gibt, die von uns auf irgendeine Weise beobachtbar, messbar o.ä.  ist.

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Schlecht, bis sehr schlecht, eher gar nicht.
Im Umkreis von 100.000 Lichtjahren ist da nichts, keine knuffigen Et's, kein Predator oder sonstig fiese Aliens.
Wir sind allein, finden wir uns damit ab.

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Die Chancen sind auch in den nächsten Jahrhunderten äußerst gering.

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Nicht schlecht würde ich sagen. Die Suche nach Exoplaneten ist sehr erfolgreich und wenn es gelingen würde auf einem Exoplaneten in der habitablen Zone ausreichend Sauerstoff nachzuweisen wäre das schon so etwas wie ein Beweis. Bis zu einem echten Kontakt wird es aber noch sehr lange dauern denke ich.

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Kommentar von OnkelSchorsch
06.07.2016, 17:19

Nein, das wäre kein Beweis. Das wäre genau genommen gar nichts.

Ob es in der Atmosphäre eines Planeten Sauerstoff gibt, besagt nichts über etwaiges Leben dort.

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Ziemlich genau bei NULL.

Warum?

Das Universum ist so groß und es gibt so viele Sterne, dass es sicher noch anderswo Lebewesen geben wird.

Aber die Entfernungen sind so groß, dass es praktisch unmöglich sein wird gegenseitig in Kontakt zu treten.

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Warum denn in die Ferne schweifen: Wir kennen ja noch nicht mal alle Lebewesen auf der Erde!

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Kommentar von Agronom
06.07.2016, 16:34

Warum sollte man alle Ressourcen nur in eine Richtung lenken?

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