Wie stark sind die Waldpilze noch belastet?

6 Antworten

Wenn deine Nachbarin so eine panische Angst vor Schwermetallen hat, dann soll sie bitteschön ihre Edelstahltöpfe (V2A) oder auch nur die Stahlpfannen, das Edelstahlbesteck und andere Küchengeräte auf den Schrott werfen. Die Hauptbestandteile: Eisen, Chrom und Nickel sind nämlich per definitionem auch Schwermetalle.

Ich sammle auch Pilze und muß sagen, dass ich mir wegen der tatsächlichen oder angeblichen Belastung mit allen möglichen Schadstoffen noch keine tiefgründigen Gedanken gemacht habe. Außerdem esse ich auch nicht jeden Tag ein Pilzgericht. Weit schlimmere Folgen hat es übrigens, wenn sich zufällig so ein grüner oder weißer Knöllerich ins Pilzragout verirrt.

Naja, Schwermetalle und Radioaktivität wirst Du in Waldpilzen durchaus finden - da hat Deine Nachbarin nicht ganz unrecht.

Aber - so meine Meinung - solange Du es mit dem Verzehr nicht übertreibst und nicht täglich Pilzragout in Dich reinschaufelst, ist es nun auch nicht schlimmer als hormonbelastetes Fleisch, gespritztes Obst und Gemüse Silicone und Chemie in der Hautcreme oder der jährliche Flug in den Urlaub ;-)

ERGO: Umbringen wird Dich Dein Pilzgericht nun icht unbedingt wegen der Schwermetalle, sondern eher dann, wenn Du Dich in der Sorte geirrt hast...

ich stimme "Foerster" zu, man sollte nicht mehr als 250g Mischpilze essen, laut WHO, entspricht etwa einem Teller (ich habe es ausgemessen, als ich mich 2007 intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe, habe damals einen Pilzerlebnispfad projektiert, wo auch dieses Thema auftauchen sollte)

Es gibt Pilze wie Maronen die sammeln sowohl schwermetalle als auch Radioaktivität (Caesium 137) Andere wie Champignon sammeln Schwermetalle aber kein Caesium, Deswegen sind Mischpilze immer am besten und keine reinen Maronen-Gerichte - schmeckt eh besser. Wenn du in bestimmten Regionen wohnst, ist die Belastung höher als anderswo, die Stiftung Warentest hat dazu mal einen Artikel geschrieben, kannst du mal googlen, allerdings ist die Belastung mit Schwermetallen von verschiedenen Faktoren abhängig, deswegen u.a. nicht zu nahe an Straßen sammeln usw.

Also wenn du es nicht übertreibst mit dem Pilze essen und Mischpilzgerichte machst - dürfte es keine gesundheitlichen Bedenken geben. Schwangere und kleinere Kinder sollen aber besser gezüchtete Pilze essen - diese sind frei davon, was allerdings mich mal interessieren würde - werden die Pfifferlinge aus russland die es zu kaufen gibt eigentlich mal getestet? - Bei uns gibt es ja genug, so dass wir sie nicht kaufen würden - aber kontrolliert das jemand?

Übrigens sind Pilze sehr gesund - sie enthalten sehr viele verschiedene Mineralstoffe - deswegen sollte man nicht auf den Verzehr verzichten.

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