Wie stark kann die Psyche den Körper beeinflussen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei der Verbindung zwischen Psyche und körperlichen Symptomen spricht man von Psychosomatik. Die Psychosomatik ist auch der Grund warum sich z.B. Hypochonder (Hypochondrie gehört zu den Angststörungen) ihre Beschwerden nicht einbilden sondern genau die Beschwerden haben die sie beschreiben. Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin versetzen den Körper in höchste Alarmbereitschaft. Was über Jahrtausende sinnvoll war, um die volle Kraft für einen Angriff oder eine Flucht aufzubringen, verkehrt sich heute ins Gegenteil - denn Kampf oder Flucht bleiben aus, der Cortisolspiegel bleibt hoch und bewirkt neben der anhaltenden Anspannung zusätzlich eine vermehrte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren. Mehr zu dem Thema und einigen Beispielen psychosomatischer Beschwerden findest Du auch hier in meiner Antwort.

https://www.gutefrage.net/frage/stechen-im-herz-14?foundIn=login

in der psychotherapie und psychiatrie lassen sich geist und körper schon lange nicht mehr trennen. gefühle sind chemische signalübertragungen im gehirn. das gehrin ist das zentrale organ dies menschen (neben dem herz etc. natürlich). es kann durchaus symptome von krankheiten verursachen, welche man nicht hat. hypochonder z.b. rechnen eine krankheit zu haben und bekommen deren symptome, ohne dass die krankheit ansich wirklich existiert. menschen mit phantomschmerzen fühlen immer noch schmerzen in ihrem abgetrenten glied. menschen mit einer psychosomatischen depression im gegensatz wissen meist nicht, dass ihr beschwerden psychisch bedingt sind und lassen sich beim hausarzt behandeln (welcher natürlich keine physischen ursachen feststellen kann). gleich verhält es sich z.b. mit einer schilddrüsenfunktion. diese führt zu starken angstzuständen und depressionen. der betroffene meint er sei psychisch krank, dabei sind es körperliche beschwerden.es geht also in beide richtungen. die psyche und der körper hängen zusammen.

noch zu deiner konkreten frage: ja, dass ist möglich. wenn jemand ein hypochonder ist und fest davon ausgeht HIV zu haben, kann er dessen symptome entwickeln ohne das virus tatsächlich zu haben. logischerweise stirbt er daran nicht. gleich verhält es sich mit infektionen.

"Das würde bedeuten, wenn ich Hypochonder bin und stark daran glaube, mit HIV infiziert zu sein, bekomme ich exakt dieselben Symptome OHNE das Virus tatsächlich in mir zu tragen?" Nicht exakt dieselben, vielleicht auch nicht objektiv messbar, aber Du empfindest es so. 

Ja, die Psyche kann das. Den jede Emotion überträgt sich auch in einen körperlichen Vorgang, es werden bestimmte Hormone ausgeschüttet, die wiederum eine gewisse Wirkung haben. Wie Dein Beispiel mit der Prüfungsangst. Mal angenommen, Du hast einen Beruf, der Dich überfordert oder bei dem Du einen schwierigen CHef hast und hast jeden Morgen diese Angst und Bauchschmerzen. Das sind Anzeichen für einen erhöhten Kortisolspiegel und wenn der länger anhält, schwächt dies das Immunsystem und macht anfälliger für Krankheiten.

Der Mensch ist eine Einheit. Die strenge Trennung von Geist und Körper ist eigentlich Unsinn, weil alles miteinander zusammenspielt.

Körper bewegt sich von allein

Mein Körper bewegt sich manchmal fast schon von allein obwohl ich das gar nicht möchte. Wenn es z.B. schnell gehen muss denke ich gleich werde ich die taste b tippen aber mein körper denkt das er a drücken muss und macht das dann auch .Das kann ich dann auch nicht mehr beeinflussen. Suzusagen das Gehirn denkt allein . Was ist das bzw woher kommt das?

...zur Frage

Sind meine Gedanken Teil einer Zwangsstörung?

Ich habe Emetophobie, die Angst vorm Erbrechen. Diese Angst hat mich bereits über 20 Mal zum Arzt gebracht, weil mir seit Jahren täglich so schlecht ist, dass ich nicht anders kann als zu glauben, ich sei körperlich krank. Bin ich aber nicht, ich bin kerngesund, körperlich ist alles bestens. Aber die Psyche, die Psyche dreht völlig durch. Ich habe täglich unerträgliche Symptome (Übelkeit, Brechreiz, Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchweh, Unwohlsein, Speichelfluss, Aufstoßen, Schwitzen, Zittern, heißes/rotes Gesicht, Krankheitsgefühl) und merke zunehmend, wie mein Körper unter dieser konstanten Angst leidet. Mir fallen strähnenweise Haare aus, ich habe überall Pickel, bekomme meine Tage entweder zu spät oder gar nicht mehr, mein Bindegewebe wird immer schwächer, ich habe ständig nervöses Lidzucken, irgendwelche Schmerzen oder fühle mich einfach krank. Davon abgesehen habe ich täglich Déjà-Vus, Albträume, assoziiere alles mit Erbrechen, fühle mich jedes Mal so als hätte ich definitiv eine Magendarmgrippe, fühle mich permanent krank und glaube, mit einem Virus infiziert zu sein. Dazu kommen dann noch komische Gedanken, die sich darin äußern, dass ich regelrecht "prophezeie", wann ich ktze. Zum Beispiel: Wenn Sommer ist, ktze ich; wenn Winter ist, ktze ich, wenn Ferien sind, ktze ich, wenn ein Familienmitglied Geburtstag hat, ktze ich, et cetera. Das wiederum verbunden mit den körperlichen Symptomen, die ich habe, lässt in mir den Anschein erwecken, dass ich wirklich definitiv krank werde. Ich bin so stark auf meinen Körper fixiert, dass ich jedes Zwicken bemerke und sofort als Zeichen eines Magendarminfekts deute. Jedes Mal denke ich "Jetzt biste krank, Pech gehabt" und jedes Mal fühlt es sich so unglaublich echt an, so körperlich KRANK einfach, aber das bin ich laut ÄRZTEN DEFINITIV NICHT, die sagen das sei alles rein psychisch bedingt. Meine Hauptprobleme sind der permanente Glaube, aufgrund meiner körperlichen Beschwerden mit einem Virus infiziert zu sein UND die Tatsache, dass ich nicht glauben KANN, dass meine KÖRPERLICHEN BESCHWERDEN psychisch bedingt sind. Das kann ich nicht glauben. Und jetzt ist es so, dass eigentlich alles perfekt läuft. Ich bin auf einer neuen Schule, habe eigentlich keine Sorgen mehr was das betrifft, habe meinen Alltag gut geregelt und eigentlich ist alles gut, ABER: Gerade WEIL jetzt alles gut ist, kommt mir ständig der Gedanke, dass ich jetzt definitiv bald eine Magendarmgrippe bekomme und so krank werde, dass ich ktze. Einfach das Gefühl, dass jetzt was Negatives passieren MUSS. Und ich habe Anfang des Jahres ohnehin das Gefühl gehabt, dass ich dieses Jahr ktzen werde, von daher passt das ja. Frage: Woher kommt das? Wieso geht es meinem Körper so schlecht? Woher kommt das? Sind das Depressionen? Typische Angstsymptome? Woher kommen diese Gedanken? Wieso denke ich, es MUSS bald so kommen, dass ich krank werde? Ist das eine Zwangsstörung? Und vor allem: Ist das wirklich zu 100% rein psychisch bedingt?

...zur Frage

Wie kann die Psyche Krankheiten auslösen?

Ich lebe zusammen mit meinem Vater. Wir haben uns die letzten 3 Jahre überhaupt nicht vertanden. Ich hatte immer Stress und stand unter enormem Druck. Das letzte Jahr ging es mir Körperlich auch nicht so gut. Ich habe auf einmal viele Beschwerden bekommen und die Ärzte waren Ratlos. Unter anderem Schuppenflächte, eine Zeit lang Tinitus, hatte keinen Appetit mehr, hatte Schlafstörungen, ständige Kopfschmerzen und zu letzt bekam ich Kreisrunden Haarausfall. Das hat mich psychisch so fertig gemacht das ich mich mal mit meinem Vater mal ausgesprochen habe weil ich die psychische Belastung von den Beschwerden und den ständigen Stress nicht mehr aushielt. Wir haben uns dann wieder gut verstanden und ich habe jeglichen Stress versucht zu vermeiden.

Dann fingen auf einmal die kahlen Stellen an zu zu wachsen und auch sonst ging es mir super. Nach eine paar Wochen ging auch die Schuppenflechte auf einmal weg.

Wie kann die Psyche den Körper so beeinflussen bzw. solche Beschwerden hervorrufen? Und wie kann ich dem am besten entgegenwirken? Ich mein, ich kann ja nicht mein leben lang vor jeglichem Stress oder Druck bei der Arbeit davon laufen.

...zur Frage

Gibt es wirklich eine Magenneurose?

Hallo. Ich beschäftige mich seit längerer Zeit mit der menschlichen Psyche, Angst und psychosomatischen Beschwerden. Ich selbst habe eine Angststörung kombiniert mit einer somatoformen Störung, die sich in extrem vielen körperlichen Symptomen äußert, allerdings mit Schwerpunkt auf gastrointestinale Beschwerden. Ich bin körperlich kerngesund und habe diese Beschwerden seit Jahren. Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass ich permanent glaube, ich hätte eine chronische Krankheit, die den Magen betrifft, oder ein Virus bzw. einen Magendarminfekt, der jeden Augenblick ausbricht. Ich fürchte mich extrem vor solchen Infekten und habe eben allein dadurch einen Haufen an gastrointestinalen Symptomen; von permanenter Übelkeit  bis zu Bauchschmerzen, Blähungen, Druckgefühl, Appetitlosigkeit, Sodbrennen und Unwohlsein ist alles so ziemlich Alltag geworden. Nun muss ich dazu sagen, dass ich so viel im Internet lese, dass ich sogar schon vom Kranksein träume. Ich bin eigentlich mit nichts anderem mehr beschäftigt, und wenn ich lese, dass jemand Übelkeit als extrem unangenehm bezeichnet, hab ich spätestens nach 2 Tagen selbst unerträgliche Übelkeit, die schlimmer ist als alle anderen Symptome. Und jedes Mal sind eben genau diese Symptome SO echt, dass ich nicht anders kann als zu glauben, dass ich definitiv krank werde. Und trotzdem ist es nie der Fall. Alle körperlichen Symptome von Burn Out und Depression treffen auf mich zu, aber doch überwiegt immer der gastrointestinale Aspekt. Gestern habe ich zum ersten Mal etwas über Magenneurose gelesen. Und auch da passen fast alle Symptome. Wenn ich sowas lese, geht es mir für einen kurzen Moment gut, einfach weil ich dann wieder weiß, wie mächtig die Psyche ist. Aber das hält nicht lange, weil ich dann wieder meine Symptome beobachte und über Krankheiten nachdenke. Meine Frage: Gibt es tatsächlich eine rein psychisch bedingte Magenneurose? Wie kann sowas entstehen? Wie kann es sein, dass der eigentlich gesunde Magen krankhafte Symptome aufweist? Kann die Psyche ein gesundes Organ so beeinflussen? Wie ist das möglich? Ist das tatsächlich psychisch bedingt?

...zur Frage

Angst vor Hirntumor - was tun?

Ich habe eine Angststörung, Zwangsneurose und Depressionen. Abgesehen von diesen psychischen Beschwerden habe ich aber auch extrem viele körperliche Beschwerden, für die kein einziger Arzt eine Ursache finden kann. Das Einzige, was die Ärzte sagen, ist: alles Psyche. Ich habe Emetophobie (Angst vorm Erbrechen) und somit gleichzeitig große Angst vor allen möglichen Magenerkrankungen oder anderen Erkrankungen, die mich zum K0tzen bringen könnten. Die Zwangsneurose äußert sich in Zwangshandlungen und dem zwanghaften Gedanken und Glauben daran, dass ich körperlich krank bin. Und wie eine Depression sich äußert ist denke ich klar; das Schlimmste daran sind bei mir die körperlichen Symptome wie Übelkeit, Brechreiz, Magenschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Hitzewallungen, Haarausfall, Pickel, Schweißausbrüche, Zittern, Menstruationsbeschwerden, Rückenschmerzen, Muskelzucken, große Pupillen, Krankheitsgefühl und allgemeines Unwohlsein. Ich bin generell immer überzeugt davon, dass ein Magendarminfekt hinter meinen Symptomen steckt. Aber manchmal kommt zwischendurch auch der Gedanke an eine andere Erkrankung, die mich eventuell zum Erbrechen bringen könnte. Da ich momentan fast täglich unangenehme Kopfschmerzen habe, vermute ich einen Hirntumor. Nicht nur die Kopfschmerzen lassen mich das glauben. Die Symptome verändern sich ständig; ich habe seit knapp 2 Monaten jeden Tag Brechreiz, mein Schlafrhythmus ist gestört; die Nacht ist quasi mein Tag geworden, ich schlafe vor 4 Uhr morgens nicht ein und schlafe viel zu lange in den Tag hinein, bin trotzdem viel zu oft müde, denke überwiegend negativ, bin extrem vergesslich geworden, habe mittlerweile nachts extremen Hunger und tagsüber so gut wie keinen Appetit + Brechreiz. Ich versteh meinen Körper langsam nicht mehr und mache mir Sorgen, obwohl Ultraschall, EKG, Blutbild UND Magenspiegelung alle unauffällig waren, alles bestens sagen die Ärzte. Vor allem ist es so, dass ich Magenprobleme aufgrund der Emetophobie gewohnt bin; ich bin es gewohnt, dass mir jeden Tag übel ist und dass ich so gut wie nie Hunger oder Appetit habe. Von daher sehe ich es auch schon als "krankhaft" wahr, wenn ich dann doch mal Hunger oder Appetit auf etwas habe. Magenprobleme machen mir Angst, aber wenn sie weg sind, beängstigt mich das genauso. Das ist ein furchtbar besch*ssener Teufelskreis und jetzt kommt noch die Angst vor einem Hirntumor dazu. Nein, ich geh nicht zum Arzt, weil ich mehr als 20 Mal da war und ich langsam ausgelacht werde. Ich habe alle möglichen Untersuchungen hinter mir und die Angst ist ein psychisches Problem, bei dem mir mein Hausarzt nicht weiterhelfen kann, und JA, ich bin deshalb in professioneller Behandlung. Frage: Deuten meine oben beschriebenen Symptome auf einen Hirntumor hin? Wenn nicht, was ist es dann?

...zur Frage

Leidet unter einer Erkältung die psyche sehr stark? ich mache mich so fertig..

Ist es so dass wenn man z.b eine starke erkältung hat die psyche sehr leidet ? Geht es einem dann wirklich ernsthaft so schlecht dass man am liebsten aufgeben möchte oder vllt sogar sein leben anfängt komplett schlimm zu finden ? Ich denke gerade an die Leute mit erkältung und fühle ganz stark solches leid in mir nach wie wenn ich es selbst hätte ..es ist so ein Schmerz ..Bitte helft mir und beruhigt mich !!! Ich kann diese grübeleien nicht mehr aushalten ..ich denke immer die Leute die eine erkältung haben haben psychisch so einen Schmerz . Ist es wirklich so Furchbar? Bitte sagt mir dazu was ..

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?