Wie stand Jesus gleichzeitig in Spannung und Harmonie zum Judentum in seiner Zeit?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Jesus stand in Spannung und Harmonie zum Judentum.

Einerseits war Jesus gebürtiger Jude, wurde jüdisch erzogen und verstand sich auch als Mitglied des jüdischen Volkes und der jüdischen Religion. Letztlich kam er ja zuerst zu den Juden als Messias, bevor er für die gesamte Welt als Messias offenbar wurde.

Andererseits sah Jesus, dass es zu seiner Zeit in Israel einige Missstände und Missverständnisse im Judentum gab. Zum Beispiel wurden Gesetze viel zu eng ausgelegt, so dass sie nicht mehr dem Leben dienten, sondern das Leben hinderten. Das bekannteste Beispiel ist die Einhaltung des Sabbat.

Es wird immer wieder berichtet, dass Jesus zum Beispiel Heilungen am Sabbat vornahm. Damit wollte er seinen jüdischen Glaubensgeschwistern zeigen, dass der einzelne leidende Mensch wichtiger ist als das sture Einhalten der Sabbatregel.

Ein anderes Beispiel, wo Jesus etwas kritisch beobachtet und sein Handeln darum provokant für die frommen Juden wirkte, ist die Opferpraxis im Tempel. Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel, die sich durch den Verkauf von Opfergaben im Tempel selber ordentlich bereicherten.

In vielen Gleichnissen, die Jesus erzählt, und die du in den vier Evangelien nachlesen kannst, findest du zahlreiche kritische Haltungen von Jesus gegenüber einer falsch verstandenen religiösen und sozialen Praxis.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jesus war doch ein Jude! Wie solte Er gestanden sein zum Judentum?! Neutral! 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jesus war Jude, und er war auch der verheißene Messias. Aber die Juden erkannten ihn nicht als Messias an. Deshalb wollten sie ihn töten.

Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. (Joh. 1,10-11).

Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat! (Joh. 19,7).

Jesus sieht sich ganz (harmonisch) in der Tradition des Judentums:

Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen.4 Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! (Mt. 5,17).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jesus ist keine historische Person, sondern Glaubensinhalt der christlichen Religion. Außerhalb von christlichen Quellen gibt es keinerlei Nachweise für einen "historischen" Jesus.

Deshalb kann Jesus auch nich in Beziehung zum Judentum stehen. Die Geschichten von Jesus erzählen ausschließlich etwas über das Christentum!

Herzliche Grüße

Michael

PS: Vielleicht interessiert dich auch mein Blog www.bin-ich-juedisch.de

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?