Wie spreche ich einen Obdachlosen an dem ICH HELFEN möchte?

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8 Antworten

Im Vorfeld solltest du dir eine gewisse Sicherheit verschaffen, dass dieser Mensch wirklich Hilfe braucht und möchte. Denn viele Leute, die sehr ärmlich (oder gar obdachlos) aussehen, halten sich selbst für ganz normal und denken, sie würden sich unauffällig zwischen den anderen Menschen bewegen. Wenn du dann kommst und Hilfe anbietest, kann es sein, dass die Person sehr überrascht und beleidigt ist, weil du sie ja offenkundig als Hilfsbedürftige zwischen all den Anderen herausgefitert hast. Am einfachsten ist es bei Leuten, die sowieso gerade betteln oder eine Zeitung verkaufen, denn sie outen sich als Armutsbetroffene und sind darauf gefasst, angesprochen zu werden. Deshalb bekommen sie natürlich auch wesentlich mehr Aufmerksamkeit, Ansprache, Spenden... als Andere, die stumm auf einer Bank sitzen und vor sich hinstarren. Auch einfach ist es, wenn jemand die Mülleimer nach Pfandflaschen und wer weiß absucht. Dann kannst du manchmal einfach deine Flasche hinhalten und lächeln - da ist kein Wort nötig.

Dann zur Ansprache: Ich mache es immer auf eine Art, bei der ich hoffe, dass ich ungezwungen und locker 'rüberkomme. Z.B. Hallo, ... aber dann würde ich dir raten die Sie-Form anzuwenden, um zu zeigen dass du Respekt hast. Denn die Respektlosigkeit und Verachtung von den Normalos ist es, was den Obdachlosen am allermeisten zusetzt. Deshalb sind sie auch manchmal so aggressiv, weil sie einfach von dieser Verachtung neben den ganzen schlimmen Zuständen völlig zermürbt und dünnhäutig geworden sind. Auch wichtigi ist, dass du dem Menschen ins Gesicht/ die Augen schaust, wie es bei einem normalen Gesprächspartner auch der Falle ist, und dabei dann auch nett und lieb schaust.

Weiter mit der Art der Hilfe: Geld würde ich auch auf keinen Fall geben, denn Drogen und Alkohol sind leider die Begleiter von Problemen und diesem ganzen Milieu. Essen ist gut und schön, aber wenn jeder so denkt, kann das auch keiner mehr alles essen. Dazu kommen zwei Dinge: 1. In den Städten gibt es soziale Einrichtungen, wo das Essen (zumeist) kostenlos ausgegeben wird. Also am besten erstmal nachfragen, ob er Hunger hat... 2. Es gibt Hater, die mit vergiftetem Essen kommen. Das wissen die meisten Obachlosen und essen nur originalverpackte Lebensmittelgeschenke, wenn überhaupt. Mit einer originalverpackten Tafel Schokolade hast du ganz gute Karten, weil die meisten der Obdachlosen Süßschnäbel sind und Schokolade sowieso lieben. Ausnahmen gibt es immer... Wenn ein Hund gehalten wird, ist es auch wieder einfacher, denn Tiernahung gibt es in vielen sozialen Einrichtungen nicht oder nur sehr wenig. Ausserdem gibt es viele Dinge, die ein Hundehalter gebrauchen kann.

Wenn es ein Mensch ist, den du oft siehst, könntest du den Kontakt auch vorsichtig und locker aufbauen. Dann kann sich im Gespräch etwas ergeben, z.B. habt ihr vlt die gleiche Schuhgröße und er kann deine abgelegten Schuhe tragen... In solchen Fällen kannst du ihm/ihr auch eine Freude machen, wenn du z.B. bestimmte Infos ausdruckst. Manchmal kannst du übers Internet, TV, Zeitung etwas herausfinden, was die Obdachlosen interessiert, z.B. dass an einem bestimmten Termin Kleidung verschenkt wird oder ein Unternehmer Wurst-Speisung als Charity-Aktion macht. Davon wissen dann die Obdachlosen nämlich immer als letztes weil sie gar nicht oder kaum an die Medien herankommen. So genug zugetextet. lach Ich hoffe damit auch deinen Fall getroffen zu haben... Schön, dass du so hilfsbereit und lieb bist. LG

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erstmal musst du schauen, ob sie hilfe möchten.

wenn sie einfach nur dahocken, mit dem plastikbecher und schild und nicht aufschauen, wollen sie keinen kontakt.

wir hatten mal einen, der mit seinem hund regelmässig in der stadt saß und dann grüsste bzw. von dne leuten gegrüsst wurde und ab und zu dann futter für seinen hund bekam oder ähnliches.

es gab aber auch die typischen leute, die ihren rotwein dabeihatten und entsprechend aussahen und rochen.

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Sachleistungen oder Lebensmittel sind schon am besten. Bargeld wird oft nicht für den Zweck ausgegeben, wofür Du es denkst.

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Kommentar von Fritzhund2
27.01.2014, 20:34

Sachleistungen oder Lebensmittel sind schon am besten

Für Wen ???

Und warum ?

Bargeld wird oft nicht für den Zweck ausgegeben, wofür Du es denkst.

Du, ob mich als Spender das was angeht ?

Entweder ich hab genug und spende oder ich lasse es sein

Aber wenn, dann geht mich das doch nen feuchten Kehricht an, was er mit dem Geld macht^^

Und ganz ehrlich ? Selbst wenn ich wüßte das er sich davon eine Flasche "Pennerglück" kauft...soll er doch, seine Sache :-))

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manchmal muss man nicht sprechen und es kommt doch auf die Geste an.

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Wenn du ihm wirklich helfen willst das Stell die Frage in die Kategorie Obdachlos und nicht in Penner :) Wir haben darüber mal mit unserer Relilehrerin gesprochen und sie meinte man soll sich einfach neben ihn setzten und ihn fragen wie er hier gelandet ist

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Kommentar von Jebur
18.10.2012, 15:29

Das hat garantiert irgendjemand anderes reingeschrieben. Muss nicht vom Fragesteller kommen. ;-)

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Sind ganz normale Menschen, einfach fragen...

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Kauf z.B. ein oder zwei belegte Brötchen.

Dann haste die Tüte in der Hand - und sagst ihm - was da drin ist (z.B. "hier sind 1 oder 2 belegte Brötchen mit Käse und Salami drin") - und dann fragste ihn - ob er die haben möchte.

Sagt er "Ja" - dann weisste ja - was zu tun ist.

Sagt er "Nein" oder "Nein danke" - dann isste die selber !

Guten Appetit.

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kauf doch einfach das brötchen und gibs ihm

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