Wie sollte man reagieren, wenn ein schwer krankes Kind fragt, ob/wann es sterben muss?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Altersgerecht und möglichst ehrlich!

Ich denke das auch Kinder mit dem Tod umgehen können. Sie merken nur die Unsicherheit und die Angst, die leider viel zu oft von den Erwachsenen verströmt wird!

Der Tod gehört nun mal zu unser aller Leben dazu und man sollte auch über dieses Thema offen und ehrlich sprechen "können"!

Die Frage "ob" jemand stirbt, kann man grundsätzlich mit ja beantworten. Das "Wann" liegt nicht im Bereich unseres Wissens und das kann man auch so rüber bringen!

Egal mit wem ich über das Thema Tod und Sterben spreche, ich bringe auch immer gern diesen Vergleich:

"Selbst wenn jemand schwer krank ist, so muss er lange noch nicht an diese Krankheit versterben. Geht er Gedankenlos aus der Arztpraxis, weil er vielleicht grad die Diagnose erhalten hat und läuft direkt vor ein Auto, so konnte ihm die Krankheit keinen wirklichen Schaden zufügen!"

Die meisten Menschen wiegen sich in einer Sicherheit und verdrängen jede Endlichkeit - keiner von uns weiß wirklich, ob er in der nächsten Stunde noch lebt. Bei der derzeitigen Gewalt um uns rum, sollte man sich das öfter mal vor Augen halten und schon bekommt alles ein ganz anderes Gewicht!

Alles Gute und den Angehörigen ganz viel Kraft beim Loslassen

Klasse formuliert, kann nur zustimmen. 

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Wie auchmama schon sagte, man muss dem Kind die Wahrheit sagen, aber eben altersgerecht. Früher oder später, wird es das Kind begreifen und dann fehlt die Ebene des Vertrauens, was die Kommunikation start erschwert.

Man muss dem Kind zu verstehen geben, dass der Tod zum Leben dazu gehört und sich nicht vermeiden lässt. Manche müssen leider früher sterben und andere später. Je nach Typ und Alter des Kindes vielleicht mit einer Geschichte erklären oder Ähnliches. Das muss man vom Kind abhängig machen.

Was aber das wichtigste ist, dass man dem Kind die Angst vor dem Tod und dem Sterben nimmt, was am Besten durch Aufklärung geht. Es gibt meiner Meinung nach nichts schlimmeres als Ungewissheit. Auf lange Zeit ist das oft am Belastensten. Das hört man z.B. immer wieder von Eltern, deren Kinder vermisst werden, dass diese Ungewissheit oft schlimmer ist, als vom Tod des Kindes zu hören, weil man das Thema eben nicht "abhacken" kann.

Wenn man Klarheit hat, mag das vielleicht in der ersten Zeit schlimm sein, aber dann kann man sich damit auseinander setzen.

P.S.: Vielleicht sagen dir die "Fünf Sterbephasen" was.

Ehrlich. Das steht ja schon überall. 

Und dann stellt sich die Frage, ob es überhaupt nötig ist zu sterben. Ehrlich, auch wenn es Dich verwundern mag, dass ich so schreibe. 

Ich habe einige Lebensberichte von Menschen gelesen, die von den Ärzten als Kinder aufgegeben worden waren. Aber diese Menschen waren stur. Und ihr Umfeld unterstützte sie dabei. 

Ich denke da an eine Geschichte gerade: Die Frau hatte als Kind einen sehr schweren Unfall. Für einen Teil der Schäden gab es keine Heilungs- oder Hilfsmöglichkeit. Wenn überhaupt, dann wäre für sie ein Leben in Vollzeitpflege im Bett möglich gewesen. 

Ich kürze ab: 

Die Frau ist heute Arzt. im Rollstuhl. Aber eben: Sie operiert genau Menschen mit ihrer Lebensherausforderung. Denn sie hat die entsprechende Möglichkeit selbst entwickelt. Und kam auch nur deswegen aus dem Bett heraus. 

Was ist Tot?

Ich persönlich bevorzuge es, von Anderwelt zu schreiben und zu reden. Wir wissen nicht, wo Anderwelt ist und wie es da zugeht. Wir wissen nur, dass wir diese Erde hier verlassen. 

Warum? 

Hier ist unbedingt Ehrlichkeit angezeigt. Denn wären die Ärzte und die Eltern nicht ehrlich zu der Frau im geschilderten Fall gewesen, wäre sie nie auf die Idee gekommen, ,um Internetanschluss zu bitten und sich auf die Suche nach einer Lösung zu machen. - Danach erst hat sie ihr Studium angefangen. 

Kinder sind nicht dumm. Im Gegenteil. Schon viele Kinder haben durch ihre kritischen Fragen Erwachsene dazu angetrieben, Lösungen zu finden. 

Natürlich ist es geraten, sich dem Kind verständlich mitzuteilen. Dazu ein wahres Wort: 

Wer Ahnung von seinem Fach hat, ,der kann sich so ausdrücken,, dass selbst ein Mensch ohne Hauptschulabschluss ihn versteht. 

Wer keine Ahnung von seinem Fach hat, der muss sich hinter Fachausdrücken verstecken. 

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