Wie sollte man mit der PEGIDA umgehen?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Verbote sind selten hilfreich und im politischen Sinne genaugenommen Ausdruck von Hilflosigkeit und Unfähigkeit oder Unwillen, sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Darüber hinaus könnten diese Anhänger beim Verbot in den Untergrund gehen und dem Verfassungsschutz ist es lieber, er kennt den Feind, als dass er diesen erst suchen muß.

Da ansonsten unsere Medien und Politiker bestimmen, was für uns interessant sein soll, womit wir uns gedanklich auseinandersetzen sollen und uns gleich die gewünschten Lösungen dazu anbieten (mit der Bitte, diese unreflektiert zu unterstützen), muß man sich schon überlegen, was Menschen dazu veranlaßt in Abweichung zur Mainstreampolitik mit anderen Themen aufzuschlagen und dafür auf die Straße zu gehen?!

Das werden Medien und Politik aber tunlichst vermeiden, denn sonst misst man Pegida ja mehr Aufmerksamkeit bei und gibt ihnen das Gefühl, man nehme sie ernst. Folglich wird man das Thema Pegida geflissentlich übergehen und hoffen, dass die Thematik abebbt und baldmöglichst von selbst aus den Schlagzeilen verschwindet; zumindest werden Politik und Medien so reagieren. Ob und wie lange das gut geht wird sich spätestens bei der nächsten Bundestagswahl zeigen...

Pegida zu verbieten wäre undemokratisch. Daher sollte man gegen sie demonstrieren und darf sich über sie lustig machen.

Die Pegida ist im Westen wohl schon wieder zerfallen, da sind nur noch kümmerliche Haufen unterwegs. In den neuen Ländern mag sie noch Gewicht haben.

Da Pegida keine Partei ist, sind da im Ursprung sehr unterschiedliche Leute unterwegs. Islamgegner, Nazis, Stammtischpolitiker, manchmal auch vorgebliche Christen oder Juden bzw. Israelis. Die Nazis haben dann ein Problem, wenn eine Israelflagge in ihren Reihen auftaucht, die halbwegs Normalen haben ein Problem, wenn sie rechts und links Hardcorenazis erblicken...nach und nach lichten sich die Reihen und am Ende bleiben nur noch Berufsbekloppte übrig.

Warum gerade im Osten so viele Leute gegen eine angeblich drohende Islamisierung des Landes herumlaufen, obschon dort nicht viele Islamgläubige beheimatet sind, das lässt sich wohl auch nur durch Fremdenangst oder Fremdenhass erklären.

Das multikulturelle, bunte Deutschland ist Weltmeister geworden.Unter anderem mit drei Muslimen: Khedira, Özil und Mustafi.

Pegida-Leute sind keine Weltmeister.

Ein Problem bei der Pegida ist, dass nicht wirklich klar ist, was sie ist. Ihr Programm befürwortet die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und greift nirgends den Islam an. "Islamisierung" kann im Sinne rechtsextremer Rhetorik verstanden werden als auch im Sinne der wissenschaftlichen Bedeutung, die Islamische Expansion im Mittelalter. Bei letzterem wäre lediglich im übertragenen Sinne die Bedrohung von islamistischem Terror, auch in Europa, gemeint, welche definitiv besteht. Pegida wird von rechtsextremen (NPD) als auch von linksextremen Organisationen (German Defence League) befürwortet. Es gibt einzelne Interviews, die aber für Gruppenanalysen natürlich empirisch wertlos sind. Repräsentative Studien gibt es auch nicht. Nur die Tendenz, dass es für die Demonstranten nicht um den Islam, sondern um eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Politik geht, ist ersichtlich. Bei den Veranstaltern gibt es wohl rechtsextreme Tendenzen, aber die Bewegung ist viel zu eigendynamisch, um danach bewertet werden zu können. Generell kann also gesagt werden, dass der ganze Hass auf die Pegida hochgeschaukelt und unbegründet ist. Das Programm bleibt das einzige, was momentan herangezogen werden kann und es ist gemäßigt. Somit bleibt nur die einzige sinnvolle Möglich: Man sollte sich damit nüchtern auseinandersetzen und in jedem Fall vorher überhaupt klären, mit was man es hier zu tun hat.

Sehr gute und vor allem Objektive und demokratische Antwort =)

1

Soso, die German Defence League ist also linksextrem.

WTF?

0
@FSM202

Ja, die Defence Leagues werden oft fälschlicherweise als rechtsextrem eingestuft, da sie islamophob sind - obwohl Islamophobie und v.a. Relgionsfeindlichkeit an sich auch eine sehr großes Thema im Linksextremismus sind. Die German Defence League hat sich den Islam als auch die, wie sie es nennt, "Deutschtümelei" zum Feind erklärt, lehnt darum auch einen deutschen Namen ab und sieht sich zusammen mit den anderen Defence Leagues (z.B. Danish Defence League, English Defence League, etc.) in einer Art anti-islamischen Internationalen. Somit bleibt ein Schlüsselelement des rechten Spektrums, eine nationale Ausrichtung, aus. Auch die identitäre Bewegung hat trotz ihrer internationalen Denkweise immer eine nationale Ausrichtung und kann somit nicht so interpretiert werden. Da sich aber Rechtsextreme und Linksextreme in der Islamfeindlichkeit häufig einig sind, gibt es auch, ungewöhnlicherweise, Verbindungen zwischen den Milieus.

0
@Jonnymur

Völliger Quatsch. Islamophobie in der radikalen Linken beschränkt sich auf Teile der Strömung der Antideutschen. Das ist zu vernachlässigen. Im Gegenteil lehnt der größte Teil der radikalen Linken Nationalstaaten - also auch Deutschland - ab. Weitere Argumente, warum die GDL "linksextrem" (Anführungszeichen, da ich die Extremismustheorie ablehne) sein sollte, hast du nicht. Auf den Hauptgrund, warum politische Organisationen, Parteien und Strömungen als "linksextrem" klassifiziert werden, nämlich die Ablehnung des Kapitalismus, gehst du nicht ein.

Machen wirs kurz: Islamophobie allein als Begründung für eine Klassifizierung als "linksextrem" ist ziemlich arm. Nach der Logik wäre die NPD "linksextrem" und die AfD auch.

0
@FSM202

Islamophobie in der radikalen Linken beschränkt sich auf Teile der Strömung der Antideutschen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Linke sehr religionskritisch ist. Dabei wird in der Regel differenziert zwischen den verschiedenen Religionen, wenngleich sie alle eher negativ bewertet werden. Vor allem in der heutigen Zeit wird der Islam von Religionsfeinden, in Hinblick auf den internationalen islamistischen Terror, als größerer Auswuchs von Religion betrachtet. Das Christentum, z.B., gilt da eher als "gezähmt", weshalb sich ein wesentlicher Widerstand nur gegen den Islam richtet. Natürlich ist das somit nicht nur eine Angelegenheit der Antideutschen.

Im Gegenteil lehnt der größte Teil der radikalen Linken Nationalstaaten - also auch Deutschland - ab.

Ich erwarte, dass das Kommentar, welches von dir beantwortet wird, zumindest korrekt gelesen wird. Ich habe bei der German Defence League bereits die internationale Ausrichtung angegeben und dies begründet. Trotzdem heißt es natürlich "German", so wie auch in der DKP das "D" für "Deutsche" steht. Dass sind nationalstaatliche Gegebenheiten, die schlicht existieren und worauf sich eingestellt werden muss, ohne sie gutzuheißen.

Auf den Hauptgrund, warum politische Organisationen, Parteien und Strömungen als "linksextrem" klassifiziert werden, nämlich die Ablehnung des Kapitalismus, gehst du nicht ein.

Antikapitalistische Kritik ist doch schon lange nicht mehr nur Feld der Linken. Im rechten Spektrum ist diese seit einiger Zeit gleichfalls weit verbreitet, weshalb auch dieses Kriterium längst nicht mehr als "links" gewertet wird. Sonst müsste die NPD in dieser Hinsicht ebenfalls linksextrem sein. Ich schätze, du meinst eher die Planwirtschaft als Schlussfolgerung. Doch es muss auch gesagt werden, dass "links" nicht identisch mit "marxistisch" ist. Damit jemand linksextrem ist, muss er noch lange kein Befürworter der Planwirtschaft sein.

Machen wirs kurz: Du hast nicht richtig gelesen, was du kritisieren wolltest und gehst von falschen Annahmen aus, was politische Klassifizierung betrifft.

Davon unabhängig: Frohe Ostern!

0
@Jonnymur

Übrigens, um mich selbst zu zitieren: "Da sich aber Rechtsextreme und Linksextreme in der Islamfeindlichkeit häufig einig sind, gibt es auch, ungewöhnlicherweise, Verbindungen zwischen den Milieus.".

Entsprechend nenne ich Islamophobie nicht als ein rein linksextremes Element.

0

Sind Teile der ostdeutschen Bevölkerung undankbar?

Das ein Pegida-Demonstrant letzte Woche in Dresden ein Fernsehteam beim filmen störte, bei der die dortige Polizei evtl. eine fragwürdige Rolle spielte, geht garnicht.

Pegida kann demonstrieren, was in der früheren DDR nicht möglich gewesen wäre.

In Deutschland wird seit Jahren kontrovers und polemisch über Politik diskutiert .

So soll und darf es in einer Demokratie auch sein.

Berichte aus Ostdeutschland vermitteln aber oftmals den Eindruck, als wollten Teile der dortigen Bevölkerung nicht nur eine andere Politik, sondern auch eine andere Republik.

Kann es sein , daß ein Teil der Ostdeutschen garnicht schätzen und begreifen kann oder will, in welchem Land sie sich befinden?

Sind diese Menschen einfach undankbar ?

...zur Frage

Die Nacht durchmachen an Silvester

Hallo liebe GF Community ich will heute die Nacht durchmachen Und wollte euch fragen ob ihr Tipps/ Hilfsmittel kennt mit denen ich es schaffen könnte Würde mich sehr über Antworten freuen

PS: Ich wünsche allen GF Usern und allen anderen Menschen einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2014

...zur Frage

Ebay betrüger mahnverfahren im ausland?

Hallo lord community ich habe für eine r9 290x gpu bezahlt aber meine graphikkarte nie erhalten der verkäufer meldet sich auch nicht mehr, ebay babelt nur rum mit seinem käuferschutz obwohl es heutzutage cryptowährungen mit smart contracts wie ethrerum gibt, aber zum thema der Betrüger adresse lautet: [persönliche Daten entfernt - gf-Support]

der IBan ist aus einer bank aus lituanien der Betrüger hält sich laut daten in der ukraine,

wie kann ich diesen betrüger erwischen damit er keine Menschen mehr betrügen kann? weil wenn ich versuche einen mahnantrag zu stellen steht einfach: "Diese PLZ-Ort-Kombination ist nicht gültig. Unter http://www.justiz.de können Sie im Orts-/Gerichtsverzeichnis auch alte PLZ-Ort-Kombinationen und deren neue Schreibweisen finden. Warnung: Prozessgericht/Amtsgericht kann nicht ermittelt werden. "

...zur Frage

Warum argumentieren Rechte immer mit dem Dritten Reich?

Man erlebt es immer wieder - und so sind auch meine Beobachtungen im Internet - dass rechts eingestellte Menschen immer mit dem Dritten Reich dagegen argumentieren, wenn sie sich in ihrer Meinungsfreiheit und ihren Ansichten angegriffen fühlen. Dann heißt es immer "So war das damals bei den Nazis im Dritten Reich auch - keine Meinungsfreiheit". Und wenn die Antifa oder linke Menschen gegen sie demonstrieren, kommen sie auch mit der Keule, dass die Linken Faschisten seien, da sie den Rechten ihre Meinung verbieten wollen.

Meine Frage:

Wie kann es sein, dass Rechte in gewisser Weise dieselben Ansichten haben, wie die Nazis bis 1945 und auch nicht so weit weg sind von deren kranker Ideologie, aber sich dann gleichzeitig davon distanzieren und sich als Opfer sehen, die auch so verfolgt werden, wie politische Gegner der Nazis bis 1945?

...zur Frage

Kostenlos Yoga anbieten. Besteht eine Anmeldepflicht oder sonstige rechtliche Richtlinien die ich beachten muss?

Hallo,

ich bin eine angehende Yogalehrerin und möchte gerne kostenlose bzw. auf Spendenbasis basierende Klassen anbieten. Bei schönem Wetter kann das super in der Natur statt finden.

Solche Art von Angeboten gab es viel in Australien, vor allem auch in Community Centern,

Yoga hat viele positive Aspekte und ich möchte Menschen, mit wenig finanziellen Mitteln, die Möglichkeit bieten an einer professionellen Klasse teilzunehmen.

Leider weiss ich nicht, ob es diesbezüglich rechtliche Einschränkungen oder Bedingungen in Deutschland gibt. Muss ich das "Event" anmelden? Muss ich eine Erklärung von Beteiligten unterschreiben lassen? Muss ich ein Gewerbe angemeldet haben?

Vielen Dank schon im Voraus.

...zur Frage

Was sind das für Menschen die bei Pegida demonstrieren?

Wer hat diese Demonstranten so geprägt? Gehirnwäsche oder bekommen sie womöglich Geld für dieses medienwirksame Spektakel?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?