Wie sollte man als Mutter am besten mit der Sexualität der Kinder umgehen?

meinst du jetzt das Ausleben der Sexualität in Form von Selbstbefriedigung und Sex, oder meinst du eher die sexuelle Orientierung wie lesbisch oder schwul?

Eher das Ausleben davon

33 Antworten

Da fehlt es etwas an Kontext. Meinst du in Bezug auf Aufklärung, wenn sie einen Freund / eine Freundin haben und ggf Sex haben werden oder in welcher Hinsicht?

Ich würde sicher gehen dass das Kind Kondome im Zimmer hat und weiß das es mich jederzeit ansprechen kann. Dann sollte man natürlich (ggf) mit dem Kind zum FA und sich über Verhütungsmittel und die Impfung informieren.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bi happy 🏳️‍🌈

Sie wohlwollend und verständnisvoll begleitend.

Denn: "Grundsätzlich hat Sexualität in allen Altersgruppen mit dem Suchen und Erleben körperlichen Genusses zu tun. (...) Wenn Kinder ihrer Neugierde, ihrem Lustprinzip und ihrem Bedürfnis nach körperlicher Nähe folgen, gehört das zu den normalen kindlichen Betätigungen. (...) Neugierde, erste Erfahrungen mit der Körperlichkeit und Geschlechtlichkeit - meist durch Ausprobieren mit dem gleichen Geschlecht - helfen, ein positives Verhältnis zum Körper zu entwickeln." (Dipl. Soz. Päd. Dorothea Hüsson, Kinder- und Jugendlichentherapeutin bei Wildwasser)

Entsprechend hatten rund 80% in ihrer Kindheit sexuelle Kontakte in verschiedensten Formen und Intensitäten, rund 10% hatten auch Geschlechtsverkehr.

"Zwischen zehn und dreizehn Jahren verwandelt sich diese erste Neugierde in die Sehnsucht, selbst Geborgenheit und auch [erwachsene] Sexualität mit jemand anderem zu erleben. (...) Auch wenn Jugendliche manchmal spürbar zwischen Erwachsensein und Kindsein hin und her pendeln, sind sie in ihrer Sexualität und in ihren Bedürfnissen nach Beziehung als Erwachsene zu sehen. Das Aufkeimen erwachsener sexueller Gefühle im Alter von etwa 12 Jahren macht einen Teil in ihrem Erleben bereits erwachsen." (DSA Bettina Weidinger, Sozialarbeiterin, Sexualpädagogin und Sexualtherapeutin - Pädagogische Leitung des Österreichischen Instituts für Sexualpädagogik)

Das Bundesgesundheitsministerium bietet auch Eltern entsprechende sexualpädagogische Ratgeber an, die man bestellen oder sich kostenlos im Internet herunterladen kann: https://www.bzga.de/infomaterialien/sexualaufklaerung/

Dabei gibt es für jede Altersgruppe einen eigenen Ratgeber: Für Vorschulkinder, für Schulkinder vor der Pubertät, und noch einen für Schulkinder in der Pubertät.

Der mittlere heißt "Über Sexualität reden... Zwischen Einschulung und Pubertät", und alle sind (aktuell) auf der zweiten Seite der Liste zu finden.

Ich bin Lehrerin.

Ich würde sagen aufklären, ja aber nicht bloßstellen. Am besten beginnt man damit ganz früh bei den eigenen Kindern. Sprich vor der Pubertät (mit 8-9). Meine Mutter hatte mir damals (ich war sogar noch jünger) ein Buch besorgt in dem alles ganz anschaulich und mit Bildern erklärt war. Wenn die Kinder in der Pubertät sind, ist es schwieriger offen über solche Themen zu reden, weil die da meistens wenig Lust zu haben und sich schämen (hängt aber auch stark vom Kind ab). Jedenfalls würde ich da vorsichtig rangehen und falls du eine Tochter hast sie besonders vor der ersten Regel sanft aber gründlich aufklären, da dies sonst zu einem Schockerlebnis werden kann, wenn das Kind nicht weiß, warum es auf einmal blutet und Schmerzen hat. Mach das ganze spielerisch und geh nicht zu direkt, ernst und verkrampft an die Sache ran, das kann deinen Kindern jegliches Interesse für dieses doch sehr wichtige Thema nehmen. Auch der Punkt Verhütung ist sehr wichtig und sollte unbedingt besprochen werden. Außerdem wäre ab der ersten Regel auch ein Besuch beim Frauenarzt angebracht, zur Kontrolle.

Nein. Wegen der ersten Periode muss man nicht zum Frauenarzt. Und ab der ersten Periode erst recht nicht!

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@Alina240507

Periode kriegt doch jede irgendwann wenn sie gesund ist😂😂 man sollte ja wohl eher zur Kontrolle zum Frauenarzt wenn sie die Periode NICHT kriegt!

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@Alina240507

Doch, sollte man machen um über mögliche Verhütungsmittel, Krebsvorsorge und Schmerzen bzw. Blutung zu reden und alles kontrollieren zu lassen.

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@Schattenblume99

Krebsvorsorge sollte man doch unabhängig von der Periode machen und Sex haben (wofür man ja über Verhütungsmittel reden muss) kann man auch vor der ersten Periode (wenn sie sehr spät kommt zb) oder natürlich auch lange nach der ersten Periode.

Den Gang zum Frauenarzt würde ich deshalb also komplett unabhängig von der ersten Periode machen denn, um das nochmal zu sagen, diese zeigt ja nur dass der Körper funktionsfähig ist.

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@einBaum782

Macht man aber aber der ersten Periode. Also das wird oft alles zusammen gemacht und dafür gehr man nunmal zum Frauenarzt. Also meines Wissens nach sind (hormonelle) Verhütungsmittel bei GV erst ab der ersten Periode nötig und es gibt es auch eher selten dass man vor der ersten Periode Sex hat.

Wenn natürlich die Periode sehr lange auf sich warten lässt sollte man schon mal dahin aber dass sind alles eher Einzelfälle und ich hab das alles jetzt mehr generell gemeint. Finde das ist aber auch irgendwie selbsterklärend. Aber wenn man das Haar in der Suppe unbedingt suchen muss..

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@Schattenblume99

Jeder der die Periode neu bekommen hat, sollte wissen, dass Blutungen, egal wie stark, normal sind, wenn du nicht gerade halb verblutest.

Krebsvorsorge wird ab 16 empfohlen und ist vorher nicht nötig. Und die periode bekommt man für gewöhnlich früher. Auch Schmerzen sind während der periode ganz normal.

Und Verhütungsmittel bekommt man im DM. Außer die Pille, dafür muss man natürlich zum Frauenarzt, aber auch die soll man nicht am Anfang der Periode nehmen.

Ab der ersten Periode regelmäßig zur Kontrolle zu gehen ist also kompletter Schwachsinn.

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@Alina240507

Ist es nicht. Du hast offensichtlich sehr wenig Ahnung, bei dem ganzen Mist den du hier schreibst. Sorry, aber ist so.

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@Schattenblume99

Aber wenn man sie mit 11 kriegt muss man dich nichts über Verhütung erzählt bekommen? Die Pille ist eh erst ab 14.

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Und da Scheiden sich die Geister! Für die einen ist 9 Jahre zu früh.

Ich selbst hatte in den 1990er Jahren kein Aufklärungsgespräch und in der Schule, gab es Aufklärungshefte in Schwarz/ Seiss und eher eine Art bessere Strichmenschen. Und dann erst mit 14 Jahren.

Da wusste man Natürlich schon wie es ging.

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Nein, der Besuch beim Gynäkologen hat zeit bis das Mädchen sexuell aktiv wird. Sonst braucht man erst ab dem 21 Lebensjahr regelmässige Untersuchungen.

Du hast keine Kinder oder..?

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Wenn ich Mutter wäre würde ich versuchen immer neutral zu sein und nie zum Beispiel sagen '' Wenn du später mal ein freund/in" hast und nicht erschrocken sein , wenn er sie sagt , welche Sexualität er/sie hat

Und wie es auch andere schreiben immer so gut es geht unterstützen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Einiges an Erfahrung und bin bi sexuell

Entspannt. Als Mutter kannst interessiert zuhören, was dein Nachwuchs dazu zu sagen hat, und im Fall des Falles Ratschläge geben, wenn danach gefragt wird.

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