Wie sollte ich mein Geld anlegen?

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10 Antworten

Man müsste mehr über dich wissen, über dein Vermögen, dein Alter, deine Ziele, deine Einkünfte.

Im Prinzip sind auf Aktien basierte Anlageformen die bessere Wahl. Mit einer Aktie bist du quasi Miteigentümerin eines Unternehmens, welches arbeitet und im Idealfall Gewinn erwirtschaftet und wächst. Rückwärts betrachtet konntest du damit die letzten Jahrzehnte im Schnitt 7% im Jahr gewinnen. Vorwärts betrachtet würde ich in Zukunft eher mit 6% rechnen.

Aktienfonds sind von den Fondsgesellschaften gemanagt, was sich letztere bezahlen lassen. Du zahlst oft einen Ausgabeaufschlag. Gravierender sind aber die jährlichen Verwaltungsgebühren, die etwa bei 1,5% liegen. Das bedeutet, dass du statt meinen angenommenen 6% nur noch 4,5% erwirtschaftest.

Deshalb raten dir hier einige zu ETFs. Ich auch. ETFs sind automatisch zusammengestellte Aktienfonds, bei denen kein Manager die Finger dran hat. Die setzen sich dann zum Beispiel automatisch so zusammen wie der Dax, verteilen wie andere Fonds das Risiko auf viele Aktien, kosten aber kaum Verwaltungsgebühr. Da würden dir dann zum Beispiel 5,8% erhalten bleiben^^

Bemerkenswerter Weise sind die meisten Fonds tatsächlich so zusammengesetzt wie entsprechende ETFs, weshalb man sich die Verwaltungsgebühren auch sparen kann.

Diese Anlageform wäre die richtige Wahl für einen Vermögensaufbau. Für Geld, dass du mindestens ein Jahrzehnt für dich arbeiten lassen kannst, besser Jahrzehnte. Denn die Kurse schwanken. Und manchmal stürzen sie sogar ein.

Du müsstest dann entscheiden, wie viel du einsetzt (90000? Oder vielleicht erst einmal nur einen Teil?). Und welche ETFs es denn sein sollen. Ich selbst nutze ETFs unserer heimischen Geldhäuser (Deka, Comstage, X-trackers = Sparkassen, Commerzbank, Deutsche Bank), weil der größte ETF-Anbieter Ishares (Blackrock) mir zu mächtig ist. Denn so eine Fondsgesellschaft hat ja auch Stimmtrecht auf den Hauptversammlungen der Aktiengesellschaften.

Auch wichtig ist, ob ETFs ausschütten sollen oder nicht. Ausschüttende ETFs geben dir jährlich die angesammelten Dividenden wieder (so grob 1,5 bis 2%) und wachsen im Kurs dafür weniger stark (so 4 - 4,5%). Thesaurierende ETFs legen die Dividenden sofort wieder an und wachsen dadurch stärker (dann halt jene 6%). Ich finde, zumindest solltest du deinen Sparer-Pauschbetrag voll ausnutzen, weil 801 Euro Zinsen/Dividenden/Ausschüttungen im Jahr sind steuerfrei.

Ach ja: ETFs kannst du über ein Aktiendepot kaufen, welches du dir am besten über einen Onlinebroker (weil deutlich günstiger) zulegst. Wenn du dein Konto bei der Sparkasse hast, kannst du ja z.B. S-Broker wählen. Und auch die anderen Banken haben ihre günstigen Internetableger.


Wie alt bist du? Wie lang ist dein Anlagehorizont? Welche Erfahrungen hast du in Sachen Geldanlage? Brauchst du das Geld in den nächsten Jahren? Darüber solltest du dir erstmal Gedanken machen bevor du dich für eine Form der Geldanlage entscheidest. Solltest du das Kapital die nächsten zehn Jahre nicht brauchen, würde ich zur Anlage in marktbreite Aktien-ETF, wie den MSCI World und MSCI Emerging Markets raten. Von aktiven Fonds rate ich ab, da sie zu teuer sind und meist langfristig nicht besser als der Markt abschneiden. Ich würde aber nicht das ganze Kapital anlegen, sondern ca. 20-30% als Liquiditätsreserve auf einem Tagesgeldkonto parken und später eventuell für billige Nachkäufe nutzen.

Ist das auch der Betrag, den du wirklich "frei" hast und auf den du nicht angewiesen bist?

Aktienfonds sehe ich persönlich kritisch, sie Kosten Geld und ob sie eine höhere Rendite bringen als ETFs   fraglich.

Festverzinsliche Wertpapiere sind ja auch nicht gerade so toll als Rendite.

Ich an deiner Stelle würde mich etwas intensiver mit ETFs beschäftigen. Dazu gibt es auch gute Blogs.

Wenn Du mit 0,5% bis 1% zufrieden bist, kannst Du auch noch in festverzinsliche WP investieren. Jedoch Tagesgeld birngt mehr denke ich, daher iat es kaum ratsam. 

In Aktien investieren soll nur der, der Schwankungen bis zu 20% plus oder minus akzeptieren kann. Deine 90.000€ können somit problemlos zu 70.000€ werden, sollte es zu einer starken Korrektur kommen. Langfristig, also in einem Horizont von mind. 5 oder eher 10 Jahre, sollte es sich jedoch lohnen. 

Vielleicht wäre es eine Überlegung Wert in was Wertstsbilieres zu investieren, wie zum Beispiel in eine Immobilie. MIt 90.000€ kommst Du bei uns nicht weit. Da bekommst Du gerade mal eine kleinen und schäbige 2 Zimmer Wohnung. Aber es kommt ja darauf an wo du wohnst. Evtl. könnte sich das rentieren, denn bei Vermietung hast Du schönes passives Einkommen in Form einer monatlichen Miete, wenn der Mieter solvent ist. 

Vielleicht solltest Du einen Teil in Aktien-Fonds anlegen. 

Das kommt ein bisschen auf deine Strategie an und deine Risikotoleranz.

Willst du Rendite maximieren oder Volatilität minimieren.

Ist halt ein Risiko Mix, wobei es letztendlich deine Entscheidung ist, wie hoch du ins Risiko gehen willst

Hallo, ich möchte auf der Straße fahren. Soll ich mir ein schnelles oder ein langsames Auto kaufen - und welche Marke?

Kannst Du das beantworten? Nein?

Dann verstehst Du sicher, warum wir hier Deine Frage auch nicht beantworten können.

Du müsstest eine zuerst einmal eine Grundsatzbesprechung mit einem Anlagefachmann darüber machen, warum, mit welchem Ziel Du welchen Teil Deines Geldes auf welche Art und für wie lange anlegen willst.

Mit 90.000 ist das Spektrum der Möglichkeiten schon etwas größer.

Wieso kaufst du keine Eigentumswohnung ....

Wenn ich 90.000 hätte würde ich einen Kredit aufnehmen und mir ein Haus kaufen oder bauen lassen.

wo denn? auf dem flachen land ?

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@dsr250p

Das geht nur da wo sonst niemand wohnen will. 

Ich befürchte, daß die 90.000€ nur als Anzahlung reichen werden. 

Bei uns bekommst Du nur eine schäbige, kleine  2 Zimmer Wohnung für das Geld. 

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@dsr250p

Deshalb hatte ich ja auch geschrieben, dass ich einen Kredit aufnehmen würde.

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Ich empfehle Betongold.

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