Wie sollte ein guter Rotwein schmecken?

3 Antworten

Hallo Alexadro,

zu Deiner Frage:"Wie sollte ein guter Rotwein schmecken?"

So profan es klingt, darauf lässt sich lediglich antworten, ein guter Rotwein sollte so schmecken, dass er Dir gefällt.

Ich weiß, dass sieht wie eine abgedroschene Antwort aus, ist es aber nicht. Warum ist es das nicht, weil Geschmäcker individuell sind und jeder Mensch andere Prioritäten setzt.

Wenn Du noch nie Wein getrunken hast, dann wird Dir das erste Glas Wein wahrscheinlich nicht schmecken. Dein Gaumen muss sich erst an diese ungewöhnlichen Aromen gewöhnen. Der erste Kaffee schmeckt auch selten.

Der Geschmack von einem guten Rotwein kann viele Gesichter haben.

Ein guter Rotwein kann sehr fruchtig, leicht und jung schmecken, mit einer feinen, begleitenden Säure. Er kann aber auch mit einem überwältigenden Bukett ausgestattet sein, dass eine Mannigfaltigkeit an Aromen beinhaltet. Der Geschmack kann samtig, weich und vollmundig sein, dank seiner Reife fast ein bisschen lieblich, obwohl ein trockener Wein. Genauso kann ein guter Rotwein aber auch kantig, kräftig, herb und tanninhaltig oder pfeffrig sein.

Es gibt viele verschiedene Anbaugebiete, viele Rotwein Rebsorten, unterschiedliche Herstellungsverfahren, so dass die unterschiedlichsten Rotweine entstehen, die alle ihre Daseinsberechtigung und ihre Liebhaber haben.

Was Du vielleicht irgendwann favorisierst, dass kannst nur Du persönlich, durch probieren herausfinden. Dieses probieren ist allerdings ein langwieriger Prozess, denn man muss Wein auch erst verstehen lernen.

Wahrscheinlich würdest Du am Anfang einen weichen, ausgewogenen Wein bevorzugen. Damit solltest Du starten.

Interessant für einen ersten Eindruck wie unterschiedlich Rotwein schmecken kann bekommst Du mit z.B. folgendem Paket:

  • Rioja (Spanien)
  • Barolo oder Barbaresco (Italien)
  • Chianti (Italien)
  • Bordeaux, einen Cru Bourgeois (Frankreich)
  • Burgund, Côte d’Or (Frankreich)
  • Burgund, Beaujolais (Frankreich)
  • Côtes du Rhone, Châteauneuf du Pape oder ähnliches (Frankreich)
  • Shiraz (Australien)

Ein Weinetikett stellt Informationen über den Wein zur Verfügung die teils verpflichtend, teils wahlweise, also nicht vorgeschrieben sind. Deswegen ist ein Etikett nicht immer gleich zu lesen. Verpflichtende Angaben sind z.B. die Qualitätsstufe, geografische Herkunft, der Abfüller, das Volumen (0,375L, 0,75L...), eine amtliche Prüfungsnummer, bei Schwefelung, dass der Wein Sulfite enthält.

Wahlweise aber sehr oft vorzufinden sind die Angaben eines Jahrgangs, die Rebsorte, Geschmacksangabe (trocken, halbtrocken, lieblich oder süß).

Wie Du siehst, Weine sind eine ganz eigene Welt. Es gibt viel zu entdecken. Man sollte sich langsam vortasten, evtl. unter Verwendung von guter Literatur.

Alles Gute Dir...

Gruß, RayAnderson  😏

Er sollte keinesfalls süß schmecken. Als Einstieg könntest du - um deinen eigenen Geschmack kennenzulernen und zu schulen - folgende Weine mal kosten:

  • Zweigelt
  • Tempranillo
  • Beaujolais Nouveau
  • Bordeaux
  • Montepulciano.

In der Schweiz war der "Beaujolais nouveau" in den letzten Jahren kaum mehr erhältlich.

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Es gibt tausende verschiedene Sorten und Geschmäcker. Da muss man sich über Jahre durchsüffeln und seinen Lieblingswein finden, und nicht jeder Wein schmeckt auch zu jeder Speise.

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