Wie soll man sich das genau vorstellen?

8 Antworten

  • aus Trauer sich selbst und die übrig gebliebenen Kinder vernachlässigen.
  • die Kinder überbehüten
  • sich und den Kindern jede Lebensfreude verbieten
  • sich abkapseln und die Kinder zwingen, es ebenfalls zu tun
  • Trauer als etwas auffassen, was man bekämpfen muss, und den Kindern verbieten, so zu trauern, wie die es wollen und empfinden.

Positiv:

  • Sich Zeit nehmen zu trauern und mit der Familie Trauerrituale entwickeln.
  • Sich viel mehr Zeit nehmen, ohne Trauer zu leben und das Leben zu spüren - jeder für sich und die Familie zusammen mit den Kindern.
  • Tod gehört zum Leben. Das Leben ist also viel mehr als (nur) der Tod. Also sollten die Eltern vorleben, wie man ganz positiv leben kann, gerade weil man sich auch immer wieder Zeit nimmt für seine Trauer.

Deine Frage ist missverständlich. Ist das autistische Kind verstorben oder bezieht sich "die Trauer um das verlorene Kind" auf den Umstand der Andersartigkeit gegenüber den neurotypischen Kindern?

Auf die Andersartigkeit

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@TKLMN

Dies dachte ich mir...
Nun, beispielsweise könnten solche Eltern ihr Engagement (ausschließlich) auf das autistische Kind fokussieren, wodurch die neurotypischen kinder in der Aufmerksamkeit der Eltern in den Hintergrund treten und sozusagen eine Nebenrolle zugewiesen bekommen.

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Diese trübe Bezeichnung ihrer Art zu sein tut sicher vielen Autisten und deren Angehörigen weh.

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@Beutelkind

Aber ist es nicht auch ehrlich? Ein Kind solcher Einschränkung wird nie die wohltuende "Normalität" verbreiten, die ein neurotypisches verströmt hätte. Die Hoffnung, das Kind könnte frei von Hilfe zu etwas aufsteigen, das die Familie voranbringt, zerschlägt sich nicht direkt, erleidet aber empfindliche Risse.

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@ADAsperger

Nun ja, ehrlich gesagt denke ich nicht, dass Kinder überhaupt sonderlich gut dazu geeignet sind, "wohltuende Normalität" zu verbreiten... :)

Was soll das überhaupt sein, in einer so schnelllebigen Zeit wie der unseren?!

Und die Vorstellung, ein Kind könne die "Familie voranbringen", galt früher vielleicht einmal und gilt heute vielleicht in anderer Länder Kulturen noch immer - hier in Deutschland sind sie schon froh, wenn überhaupt noch Kinder gemacht werden! :)

Frei davon, auf Hilfe angewiesen zu sein, ist kein Mensch, denke ich mal so!

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@Beutelkind

Neurotypische Kinder bedürfen oftmals keiner Hilfsinstitutionen umfangreichen Ausmaßes, zudem ist es biologisch in den Eltern verankert, die Hoffnung zu hegen, dass die Kinder es zu etwas bringen, wie der einschlägige Spruch lautet.

Ein ehemaliger Hofpädagoge hat den Vorzug solch eines Kindes. Er strahlt den Stolz darob aus.

:)

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@ADAsperger

Nach einer unicef - Studie aus dem Jahr 2017 sind weltweit Kinder durch Gewalt gerade von denen bedroht, die ihnen eigentlich Schutz bieten sollten! Es wird geschätzt, dass drei Viertel der zwei- bis vierjährigen (!!!) Kinder durch ihre Erziehungsberechtigten Gewalt - auch sexueller Natur - erleben müssen!
vgl. https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2017/gewalt-gegen-kinder/152258

Vor diesem Hintergrund erscheint mit Deine Einschätzung etwas, sagen wir mal romantisch verklärt zu sein...

:)

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Wenn Eltern ein Kind durch Tod verloren haben, kann es sein, dass sie gegenüber den übrigen Kindern überfürsorglich sind, damit denen nicht auch ein Unglück zustößt oder sie krank werden.

Möglicherweise werden die lebenden Kinder auch besonders verhätschelt. Sie bekommen dann die Liebe, die das verstorbene Kind bekommen sollte, sozusagen "oben drauf".

Es kann auch sein, dass von überlebenden Kindern erwartet wird, das verstorbene Kind zu ersetzen und dessen Rolle, dessen Verhalten und dessen Interessen zu übernehmen. Oder dass sie ständig mit Erinnerungen der Eltern konfrontiert werden, ohne selbst als eigenständige Persönlichkeiten - auch mit ihrer eigenen Trauer! - wahrgenommen zu werden.

Was soll das denn mit Autismus zu tun haben?

Wenn Eltern um verstorbene trauern kann es halt passieren, dass sie die überlebenden Kinder überbehüten oder ähnliches tun, das ist für ein Kind nicht sonderlich gut.

ich würde eher sagen, dass man die Kinder nicht unter der eigenen Trauer leiden lassen soll, in dem man sie z.B. vernachlässigt

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