Wie soll man sich als Verbraucher verhalten.

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9 Antworten

Hallo Lupus1960,

leider hast du als Verbraucher keine wirkliche Alternative. Du kannst leider bei jedem Lebensmittel mit irgendwelchen "Keimen, Vieren, Pilzen oder Bakterien" Infiziert werden. Davor kannst du dich nicht schützen. Viele Berichte in den Medien sind allerdings auch "Werbung", die dich beeinflussen soll. So wird oft Panik im Gesundheitsbereich verbreitet um verschiedene Medikamente an den Verbraucher verkaufen zu können. So geschehen bei der Schweinegrippe oder SARS. Ich möchte nicht wissen wieviele Verbraucher sich Tamiflu auf Vorrat angelegt haben. Außerdem sind viele meiner Bekannten schon mit den geringsten Erkältungsanzeichen zum Arzt gerannt um sicherzustellen, das sie keine dieser Krankheiten haben.

Du kannst jetzt hergehen und dich dadurch schützen, nur Fleisch vom Bauernhof nebenan zu beziehen (hier kannst du regelmäßig die Kühe beobachten und beim geringsten Anzeichen einer Erkrankung sofort deinen Fleischlieferanten wechseln. Du kannst dein Obst, Gemüse, Wurst, Käse oder Milch ebenfalls dort kaufen. Doch eine Sicherheit, das du dich dadurch nicht mit irgendwelchen Krankheiten infizierst gibt es nicht. Vielleicht kennst du das Lied: "Die Wissenschaft hat festgestellt ...." Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und was gestern Gesund war, ist heute hoch giftig. Was gestern gut war, ist heute schädlich und was gestern giftig war ist heute lebensnotwendig.

Daher habe ich für meinen Teil entschieden, ich lebe glücklich und froh, esse und trinke was mir schmeckt und was mir bekommt. Dann sorge ich für eine extrem abwechslungsreiche Nahrung und damit bekomme ich von jedem Gift, das in unseren Lebensmitteln steckt zwar eine Dosis - doch die ist geringer, als würde ich mehr von dem entsprechenden Lebensmittel zu mir nehmen. Dann hoffe ich, das ich den Giftcoktail den ich da zu mir nehme überlebe und denke nicht weiter darüber nach.

Sollte ich damit wirklich krank werden, hat es mir wenigstens geschmeckt und ist mir auch bis zur Krankheit bekommen. Wenn ich mich aber kasteie um Gesund zu bleiben, ist leider nicht sichergestellt, das dies auch nutzt.

LG Mammilein

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Kommentar von Lupus1960
05.10.2011, 21:01

Hallo Mammilein, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Deine Lebensphilosophie gefällt mir und auch mit dem Tamiflu hast du sicher recht.

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Kommentar von Blacki
05.10.2011, 21:42

Eig kann ich da nur zustimmen xD Vll hätte ich mal früher durchlesen sollen, dann wäre meine Antwort überflüssig gewesen :-/ ^^

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Botulismus ist keine "Tierseuche"! sondern das Botulinum-Toxin ist in der gesamten Natur verbreitet, das stammt von einem Bakterium (Clostridium Botulinum), das normalerweise im Boden lebt.

Das Gift dieses Bakteriums wird auch in der Medizin eingesetzt (google Arbeitskreis Botulinum-Toxin), und gefährlich wird es immer erst dann, wenn sich die Clostridien unter Luftabschluß vermehren, zB in Konserven (deswegen war Botulismus auch zu Zeiten des "Selber Einkochens" eine weitverbreitete Krankheit / Todesursache). Auch im Honig wird immer wieder vor Botulinum-Toxin gewarnt, weswegen man kleinen Kindern und Säuglingen eben keinen Honig geben soll.

In Frankreich scheinen sie zur Zeit einige Probleme mit diesen Keimen zu haben, zB in Tomatenpaste und bei Olivenpaste (eben: typische unter Luftabschluß gekaufte ewig haltbare Konserven), mit "Gammelfleisch" hat das Ganze gar nichts zu tun, sondern im Bezug auf Tiere nur damit, daß eben deren Winterfutter auch unter Luftabschluß konserviert wird. (Auch Pferde zB übertragen sowas gern, wenn in den Heuballen mal eine tote Maus liegt).

Was die Tiere betrifft, hier mal ein Statement:

Die Bezeichnung als “chronischer Botulismus” suggeriert, dass die Ursache der Erkrankungen bekannt sei. Dies ist nicht der Fall. Keine der vielen kursierenden Hypothesen wurde bisher wissenschaftlich bestätigt. Weder eine intensive Rinderhaltung konnte bisher als Krankheitsursache nachgewiesen, noch ein Zusammenhang mit der Verbringung von Gärabfällen von Biogasanlagen hergestellt werden. Es gibt Hinweise, dass insbesondere Betriebe in Nordwestdeutschland betroffen sind, während die großen Betriebe in den neuen Bundesländern mit mehr als 500 Tieren und Regionen mit einer hohen Tierdichte wie beispielsweise Südbayern unauffällig sind. Warum dies so ist, ist nicht bekannt. (Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: ),

was anderes hab ich auf die Schnelle nicht gefunden, das trifft den Stand der Dinge aber imho ziemlich genau: nix genaus weiß man nicht, und solange es noch erlaubt ist, sich die Sorgenfalten mit Botox (eben das, ja.) wegspritzen zu lassen, kann der Zusammenhang noch nicht soooooo offenbar sein.

Ach ja: bei Konserven erkennt man Botulinum daran, daß die "aufgepustet" sind. Hier nochmal eine Seite, die sich zusammenfassend damit beschäftigt:

Um einer Infektion über Nahrungsmittel vorzubeugen, müssen diese erhitzt werden. Eine Temperatur von 100°C über 15 Minuten ist notwendig, um das Bakterium abzutöten. Konserven, die sich aufgebläht haben, sind nicht mehr zum Verzehr geeignet. Sie könnten unter Umständen giftig sein. Auch der Inhalt undichter Gläser, z. B. bei selbst Eingemachtem, sollte nicht mehr gegessen werden. Achten Sie darauf, ob der Glasdeckel an der Gummidichtung haftet. Säuglinge sollte keinen Honig erhalten.

http://www.medizinfo.de/infektionen/bakterien/botulismus.shtml

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Kommentar von Lupus1960
05.10.2011, 21:55

Hallo @pecudis, danke für deine ausführliche Antwort und Aufklärung über das Botulinum-Toxin.

Ob Fleisch und Milch von erkrankten Tieren in den Handel kommt ist leider ungewiss. Ob man sich damit anstecken kann ist auch ungewiss. Also wie soll sich der Verbraucher verhalten? So weiter essen und trinken als wäre nichts?

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Also ich sags mal so: Bei der Vogelgrippe habe ich mein Hähnchen vom lokalen Grillmeister gefuttert, bei BSE auch ganz normal weiterhin Fleisch verspeist, EHEC war mir egal, da ich alles grüne in meinem Essen meide usw.

Und mir geht es noch gut. Vll hatte ich Glück.

Wenn ich jetzt das Bild wiederfinden würde, dann würde ich es posten um zu verdeutlichen, wie es bei manchen leider ist.

Im Endeffekt solltest du selbst wissen, ob du mit dem Risiko leben kannst. Ich für meinen Teil lebe normal weiter ;)

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Kommentar von Lupus1960
05.10.2011, 21:58

Mhhh, danke für deine Antwort.

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Die Frage ist zwar schon etwas älter aber sicher noch Aktuell.

Zwar danke für den Link, doch immer wann es mein Receiver erlaubt, nehme ich solche Reportage auf, so habe ich auch diese R. mit Interesse verfolgt. Ich finde es eine Frechheit wie Deutschland Milliarden an Geldern nach Griechenland verschoben hat, und nun Banken nötigt Milliarden an Schulden den Griechen zu erlassen, doch um unsere Bauern kümmert sich keine S...u Ferkel sorry meinte Frau Merkel . Bauern werden an die EU weitergeleitet und mit dummen Subvensionen noch weiter angeregt um den nächsten Größenwahn. - Bauernhof zu bewirtschaften.

Zeitgleich wird Öko und Bio von unseren Politikern gefördert und von der EU bezuschusst, und in den Medien so getan, als würde der Deutsche Arbeiter gut bezahlt werden, und die H 4 Empfänger auf den großen Fuß leben um sich Bio leisten zu können.

Kleinbauern werden mit solchen Krankheiten ihrer Tiere in Stich gelassen, ebenso die kleinen Leute die sich nur noch Billigware vom Discounter leisten können. Ist es da ein Wunder wenn solche Krankheiten auftreten und angeblich keiner weiß woher die Krankheit stammt. Ich erinner mich da an BSE . Versucht mal für eine Suppe Rinderknochen zu kaufen, oder was ich als Kind gerne gegessen habe ... Kalbshirn. Oder was ich mal gerne kochen würde wäre Kalbsbries ( Wachstumsdrüse des Kalbes ) was super lecker sein soll, und mal ein Abfallprodukt war.

Geht die Landwirtschafts und Essenspolitik weiter diese Richtung, wird es bald wie im Mittelalter enden. Der untere Arbeiter und Arbeitslose bekommt bald nur noch Müll auf dem Tisch, die Mittelklasse rutscht entweder zur Oberschicht, oder Unterschicht auf oder ab. Zweiklassen Staat.

Sorry ich bin stark vom Thema abgekommen. Wie sollst du dich verhalten ? Unsere Grünen Politiker, Verbraucherzentralen , Landwirtschaftsminister usw. sagen immer wieder : " Der Verbraucher hat es in der Hand, welche Produkte er kauft ! Und so entsteht die Nachfrage und die Herstellung. " Das war vielleicht vor 20 Jahren der Fall, doch durch unsere Arbeitslosenzahlen und Löhne haben wir den Löffel schon lange nicht mehr in der Hand. Wir normale Bürger sind doch schon dazu gezwungen Billigprodukte einzukaufen um über die Runden zu kommen.

Kannst du jeden Monat , jede Woche, jeden Tag es dir leisten 1 Kg Rindfleisch , Steaks, Rolladen , Wurst usw vom Privatbauern zu kaufen, wo das Kilo je nach Art des Fleisches 9 - 40.-€ kostet ? Eier von Bauer Küppes 10 St 2,80.- € und 1 kg Kartoffel 2.-€ ?

Ich sehe es wie Mammilein. Essen was schmeckt.

Mahlzeit wünscht euch Wolfi

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Kommentar von Lupus1960
01.11.2011, 20:41

Hallo Wolfi, danke für deine ausschweifende Antwort. :-)

Eigentlich ist es ja auch nicht nötig, jeden Tag Fleisch oder Fleischprodukte zu kaufen. In früheren Zeiten konnten sich auch nur sehr wenige es sich leisten, ständig jeden Tag Fleisch zu essen. Ich bin zwar kein Vegetarier, aber esse nur selten Fleisch. Dieses kann dann auch etwas mehr kosten, wenn es dafür qualitativ besser ist und von einem Fleischer aus der Nähe stammt, der Tiere aus der Umgebung verarbeitet, und nicht aus dem Discounter, wo die armen Viecher durch halb Europa gekarrt werden, weil es wo anders ein paar Cent billiger ist, sie zu schlachten.

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Mach dich nicht fertig! Trinke evt. Biomilch, aber wenn das wirklich so sein sollte, dann würden sie die Lebensmittelkontrollen verschärfen, sowas kommt uns nicht auf den Teller. Zudem hab ich noch nix von der Krankheit gehört.

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Kommentar von Lupus1960
05.10.2011, 21:03

Danke für deine Antwort.

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Also eigentlich gehört das ja ins Forum, aber ich antworte hier trotzdem mal.

Ich finde, dass man sich nicht immer sofort so unglaublich verrückt machen sollte.

Die Politik ist ratlos, die Betroffenen werden allein gelassen und beim Verbraucher landet Milch und Fleisch von kranken Tieren auf dem Tisch.

Das ist für mich eine starke Übertreibung und so sicherlich nicht richtig. Schon so eine Doku auf ZDF führt sofort zu verschärften Kontrollen und Nachforschungen. Ich halte von so einer Panikmache wenig. Wenn es wirklich so sehr bedrohlich wäre, dass Menschenleben direkt in Gefahr wären, wären die Produkte schon längst aus dem Regal geräumt worden.

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Kommentar von Lupus1960
05.10.2011, 20:53

Danke für deine Antwort.

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Kommentar von Mammilein
05.10.2011, 20:58

Sorry, aber das ist so nicht richtig. Selbst wenn Gammelfleisch im Umlauf ist, wird es nicht aus den Regalen geräumt. Selbst wenn die Produkte falsch deklariert sind, werden sie nicht aus den Regalen geräumt. Ja, selbst wenn eine Gesundheitsgefährdung von Produkten ausgeht, diese aber nicht "relativ" sofort auftritt, werden die Lebensmittel weiter verkauft. Nur dann, wenn 100 % sichergestellt ist, das ein Produkt zu einer Erkrankung führt, wird es aus den Regalen verbannt und es gibt auch eine Rückrufaktion.

Doch Nanopartikel im Essen (diese sind bereits im Umlauf) können zu Erkrankungen führen. Doch ein Können ist leider kein müssen. Warum sonst dürfen z.B. Zigaretten noch verkauft werden? Warum sonst werden Lebensmittel - die nachweislich krebserregende Stoffe beinhalten (z.B. Weihnachtsgebäck oder Pommes frites) weiterhin verkauft werden? LG Mammilein

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Das Zeug einfach nicht kaufen, das ist ganz einfach :) Natürlich gibt es viele Krankheiten - aber auch ohne diese Seuchen leiden die Tiere in der industriellen Tierhaltung. Anbindehaltung, niemals Sonnenlicht und mehrere ANtibiotika täglich als reine Vorsorge (all das nehmen wir mit auf!). Die Kühe bekommen Wachstumshormone gespritzt, weibliche Hormone, um schneller wieder kalben zu können - ihre Babys werden ihnen sofort entrissen, damit sie lange Milch geben. Auch ohne diese Seuchen wollen viele das nicht unterstützen.

Es gibt Soja-, Reis- oder Hafermilch als Ersatz. Sie mag für manche anfangs etwas gewöhnungsbedürftig schmecken, hat man sich aber daran gewöhnt, wird einem von echter Milch tatsächlich schlecht. Ich trinke seit mehreren Jahren ausschließlich Sojamilch statt Kuhmilch und könnte keinen Schluck mehr von der Kuh herunterbekommen.

Davon gibt es Sorten mit Geschmack, Sahne, man kann damit kochen... Du kannst es ja mal eine Weile ausprobieren :)

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Kommentar von Lupus1960
06.10.2011, 06:09

Danke für deine Antwort.

Ja, das macht schon ganz betroffen, wenn man mal Berichte über Zustände in der Tierhaltung sieht. Die meisten Menschen verschließen einfach ihre Augen und wollen nichts darüber wissen. Hauptsache billiges Fleisch und Tierprodukte.

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Kommentar von gansh
06.10.2011, 06:51

"und mehrere ANtibiotika täglich als reine Vorsorge (all das nehmen wir mit auf!). Die Kühe bekommen Wachstumshormone gespritzt, weibliche Hormone, um schneller wieder kalben zu können - ihre Babys werden ihnen sofort entrissen, damit sie lange Milch geben."---woher haste das denn---quelle??

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statistisch gesehen,werden wir immer älter und bleiben bis ins hohe alter gesund,was u.a.auch an den hervorragenden lebensmitteln liegt---dadurch bedingt,gibt es einige,die sich GROSSE sorgen um ihre gesundheit machen---vollkommen unbegründet.

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Kommentar von Lupus1960
06.10.2011, 06:10

Danke aber deine rosarote Brille passt mir nicht.

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neueste umfrage der GFK:der deutsche verbraucher will zu 51% günstige preise und zu 49% qualität bei lebensmitteln.

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Kommentar von Lupus1960
10.10.2011, 22:24

Mhh, dann haben die 51% den Werbespruch „Geiz ist Geil“ verinnerlicht.

Was will man mehr?

„Erst wenn der letzte Baum gerodet,

der letzte Fluss vergiftet,

der letzte Fisch gefangen ist,

werdet ihr merken,

dass man Geld nicht essen kann."

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