Wie soll man reagieren was Kind wegen Alkohol im Krankenhaus landet?

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11 Antworten

Der erhoben Zeigefinger ist ebensowenig hilfreich, als wenn du deinen selbstauferlegten "Erziehungsauftrag" inkonsequent durchziehst.

Du studierst und das braucht ne Meneg Kraft. Dass du ihn zu dir nimmst, solltest du daher an ganz feste Regeln binden- die erste wäre: Dass er dir niemals wieder sowas antun darf, denn du bist nicht seine Mutter sondern seine Schwester! Ihr seid ein Team und das funktioniert nur dann, wenn BEIDE ihre Pflichten übernehmen- und eine davon ist die, dem Anderen möglichst wenige Sorgen zu verursachen. Ihr seid Beide noch jung und könnt lernen.

Dass Coolsein im Zusammenhang mit Komasaufen ein Schuss in den Ofen ist, hat er sich ja selber bewiesen. Und wenn er nicht völlig verblödet ist- bei einer studierenden Schwester eher weniger vorstellbar- hat er seine Lektion jetzt schon gelernt.

Stelle klare Regeln auf was das Zusammenleben angeht und binde deine Sorgepflicht daran- auch haushaltstechnisch- Aufgaben verteilen!- schultechnisch: Setzt dich auf den Hintern und tu was dafür, dass du da rauskommst! Oder willst du wie unsere Eltern....? Und menschlich: Ich kann nicht die ganze zeit hinter dir herlaufen. Wenn wir das gemeinsam packen wollen, dann musst du jetzt erwachsen werden, denn sonst geh ich selber auch noch dran kaputt- Und: ZUSAMMEN schaffen wir das!

Schockfilme sind auch wie ein erhobener Zeigefinger, meiner Meinung nach also eher kontraproduktiv.

Er liebt dich und das ist der Aufhänger, denn dann wird er sich anstrengen, dich nicht zu verletzen. Apelliere an seine Vernunft, an sein Ehgefühl und seinen Ehrgeiz, an seine Brudergefühle. Aber grenze dich selber auch klar ab und mach ihm klar, dass du die "Zuhauseschiene" auf keinen Fall in deinem/eurem Zuhause weiterleben willst- denn dann wäre auch dein Auszug vergeblich gewesen.

DU kannst ihn nicht ändern, der Wille zur Änderung muss von ihm selber kommen. Erklär ihm das, gib ihm Bedenkzeit und warte auf seine Antwort. Und dann kannst/musst du ihn auf seiner Entscheidung "festnageln", schon alleine um dich selber zu schützen.

Ich wünsch euch beiden alles, alles Gute- und ich ich bin sicher, dass ihr das packt!

Hallo Jeanny :)

tja, dein Bruder scheint ja ein richtiger Haudegen zu sein ;-)... leider veträgt er halt anscheinend nicht allzu viel. Ich kenne das (fast gleiche) Problem vom Bruder meines Verlobten. Der wurde mit 16 am Straßenrand auch mal von den Rettungskräften aufgegabelt und mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich persönlich von der ganzen Straf-erziehung nicht viel halte. Wir haben ihn ordentlich auf die Schippe genommen und auch allen seinen Freunden mitgeteilt, dass sie den guten zukünftig wenn es um den Alkoholeinkauf für Partys geht, nur als "halbe Person" einrechnen sollen. Da cool-Sein meistens an der Krankenhaustür aufhört, war ihm die ganze Geschichte so peinlich gewesen, dass er seine Lehren daraus gezogen hat. Konsequenzen im engeren Sinne gab es aber nicht.

Mein Rat an dich ist also, das ganze eher ein bisschen locker zu sehen und auch ihm gegenüber mit Humor an die Sache ranzugehen. Mit 17 einen Vollrausch zu haben, lässt ja auch nicht zwangsläufig auf ein ernstes Problem schließen. Dadurch baust du ausserdem das Vertrauensverhältnis zu ihm besser auf/aus - er wird dir eher erzählen, was ihm im Kopf rumschwirrt, wenn er weiß, dass du nicht böse und standpaukenhaft reagierst :-)

viel Glück!

Mach ihm auf jeden Fall keine Vorwürfe versuch mal in einem Gespräch rauszufinden warum er so viel getrunken hat (zB weil er traurig war) gib ihm das Gefühl das du für ihn da bist. Wichtig ist auch das du jetzt kein komplettes Alkoholverbot aufstellst damit verschlimmerst du das nur und er wird heimlich trinken und dan hast du das garnicht mehr im Überblick. Sag ihm das er ruhig trinken darf aber nicht soviel und nicht zu oft aber gib ihm dabei nicht das Gefühl als würdest du versuchen ihn zu "erziehen"

Hallo, ich selbst habe zwar überhauptkeine Erfahrung mit Alkohol-Problemen oder ähnlichem, aber ich würde denken: erstmal keine Vorwürfe, sondern ihm einfach nur zeigen: -Ich bin da für dich- Was auch kommt, ich helfe dir- denn nur wenn er Vertrauen zu dir hat, wirst du überhaupt an ihn "rankommen" . Ansonsten denke ich, dass es ja auch Familienberatungsstellen gibt an die du dich wenden kannst (Caritas/Diakonie). Die haben weitreichende Erfahrungen von familiären Dingen bis hin zur Suchtberatung. Da kann man auch nur mal nen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch machen. Und du must auch deinen Bruder dort nicht hinschleifen, sondern kannst das erstmal als Beratung für dich selber sehen. Die wissen darüberhinaus sicherlich auch über rechtliche Hintergründe Bescheid, da du ja offiziell nicht die Erziehungsberechtigte bist . . .

Alles Gute

Guten Morgen jeanny473,

erstmal solltest du hoffen, dass seine Intelligenz so weit fortgeschritten ist, dass er sich nun im Krankenhaus denkt: Scheibenkleister. Das mach ich nie wieder. Das war einfach viel zu viel.

Wenn er das realisiert hat, ist eigentlich schon das Wichtigste geschafft. Wenn nicht, hast du ein Problem, dass sich eigentlich garnicht so einfach lösen lässt. Ich weiß auch nicht, ob solche Fragen, wie: Was willst du denn später machen, wenn das so mit dem Alkohol weitergeht? etwas bringen.

Aber so als ersten Schritt einfach mal fragen, ob es nicht zu viel war.

Tschüss (:

Ich war deswegen auch schon im Krankenhaus (mit 13) meine Eltern haben zuerst mit mir heschimpft aber nachher haben sie nachgefragt warum ich das gemacht habe und so

er sollte von deinen eltern in eine klinik für suchtkranke kommen und dort erstmal einen entzug machen und dann in therapie gebracht werden. betreuung ist hierbei sehr wichtig.

Du musst ihn auf alle Fälle zeigen , wo es hinführen kann wenn er so weiter macht .

Aber ich nehme mal an , das er das auch alleine weiß.

http://www.google.de/search?q=komasaufen&hl=de&client=opera&hs=pku&tbo=u&rls=de&channel=suggest&tbm=isch&source=univ&sa=X&ei=dvjfULC3KdDMswa324G4BQ&ved=0CEQQsAQ&biw=1333&bih=620

Zeige ihn zum beispiel solche Bilder , geh mit ihm zu einem Arzt der ihn aufklärt , was er seinem Körper damit antut .

Ich wünsche euch ganz viel Glück und einen guten Rutsch ins neue Jahr .

Am besten Du gehst zu einer Selbshilfegruppe und zwar den Al-Anon, der Familiengruppe für Angehörige von Alkoholikern. Da sind andere Betroffenen und da bekommt Du gute Ratschläge

http://www.al-anon.de/

Hier findest Du die nächste Gruppe. Einfach mal hingehen - ohne Anmeldung.

Man hat als Außenstehender viel zu wenig Informationen, um speziell auf deinen Fall eingehen zu können. Wie tickt er denn wirklich? Ist der schüchtern oder offen? Wie sieht seine Vergangenheit (Elternhaus, schulische Laufbahn) aus und wie aktuell? Mit was für Zeitgenossen hängt er rum (die letzten Asis, Leuten aus dem Schachclub)?

Ansonsten lässt sich aus Erfahrung sagen, dass er sein Limit finden und es bei ihm selber Klick machen muss. Wenn nicht nach einem Krankenhausaufenthalt, wann dann? Das Letzte, was er jetzt gebrauchen könnte, wäre der mahnende Finger von seiner Schwester, die sich wie die Mutter aufführt (no front).

Gutes gelingen.

Naja familiärer Hintergrund ist alles andere als gefestigt weswegen ich auch eigentlich bis zu meinem Auszug seine Erziehung mehr oder weniger allein übernommen habe. Ich will mich ja nicht iwie wie seine Mutter aufführen nur weiß ich das sonst aus der Familie niemand reagieren wird und ich glaub wenn keiner drauf eingeht wirds das naechste mal vll noch schlimmer...

Seine Klasse besteht leider größtenteils aus Jungs die schon Erfahrungen im Bereich Komasaufen gesammelt haben und das teilweise sogar "cool" finden...

Er war is letzter Zeit in so einer "nichts-hat sinn und bestand-Phase" und ich will nicht das er das jetzt irgendwie mit Alkohol "verschütten" will

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@jeanny473

Ist das Thema "Alkohol" denn zum ersten Mal Gespräch?

Vielleicht würde ich ihn mit einem Schockfilm (z.B. "Dreizehn") konfrontieren, um ihn auf die richtige Bahn zu lenken.

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@match8843

ja.. zumindest is es das erste mal das ich mitbekomm das es ein Problem ist. Den film werd ich mir mal anschaun. Danke!

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@jeanny473

Durch seinen Freundeskreis (Vorbilder vielleicht auch?) wird er halt früher oder später zwangsweise in sein Verhaltensmuster fallen. Ich würde ihm halt in einem Gespräch zwischen ältere Schwester und Bruder deutlich machen, dass er nicht alleine ist und er immer auf dich zählen kann.

Aber mal unter uns: Hatten wir nicht in der Pubertät alle so eine "Null-Bock-Phase"? Zwar haben wir uns nicht alle gleich abgeschossen, aber er ist wiederum kein Einzelfall. Vergangenes Jahr wurden 25.700 Kinder mussten stationär behandelt werden. Hoffen wir einfach das Beste und es war eine Lektion für ihn! Halte besonders in den nächsten Wochen und Monaten ein Auge auf ihn.

Der Film thematisiert im allgemeinen den Drogenkonsum und gehört schnellstens in den Schulunterricht integriert! :)

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