Wie soll man einem Psychologen erklären was in einem vor geht wenn man es selbst nicht versteht?

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7 Antworten

Im Prinzip beschreibst du bereits was in dir vorgeht sehr sicher: Unsicherheit.

Auch das Gefühl sein eigenes "Innenleben" nicht konkret erfassen zu können, ist ein Vorgang, der in dir vorgeht. Das hast du hier auch beschrieben und so kannst du es auch an deinen behandelnden Therapeuten vermitteln - auch in Kombination mit deinen Ideen oder Gefühlen, derer du dir eben unsicher bist.
Ein guter Therapeut wird dies zum einen verstehen und auch nicht, aufgrund von diesen beschriebenen Gedanken, direkt eine falsche Diagnose vermuten. Für jede Diagnose gibt es ein diagnostisches Verfahren und dies gilt es erst zu durchlaufen, bevor eine solche auch gestellt werden kann. Dabei hat ein Therapeut, neben den vor dir getätigten Aussagen, auch noch andere Quellen, derer er sich bedienen kann und auch muss.
Dazu zählt die Körpersprache, die Art zu sprechen, Wortwahl et cetera. Auch anhand dessen lassen sich Rückschlüsse ziehen - er kann dementsprechend mehrere Qualitäten überprüfen und darauf ebenfalls aufbauen. 

Weiterhin ist der Punkt wichtig, dass einer der Gründe warum man einen Therapeuten aufsucht ist, dass man eben nicht alles, was in einem vorgeht, nachvollziehen kann.
Dementsprechend kannst du dich auch darauf verlassen, dass dein Therapeut auch mit der Unsicherheit umzugehen weiß und diese auch verorten kann. Wichtig ist dabei nur, dass du bei der Wahrheit bleibst und nicht Symptomatiken benennst, die gar nicht auftreten - bei Unsicherheiten, wird sich dein Therapeut über Fragestellungen an diese herantasten, um mit dir eine Antwort zu finden.

"Ich Frage mich oft (zb. Bei der Dissoziativen Identitätsstörung) Ob ich auch verschiedene Persönlichkeiten in mir habe, [...]"

Du scheinst dich über verschiedenste Störungsbilder zu belesen und dabei ist eine gewisse Vorsicht geboten. Versuche die Distanz zu halten zwischen dir und dem was du liest. Viele Kriterien bergen, insbesondere für den Laien, einen hohen Interpretationsspielraum und so redet man sich nicht selten zusätzliche Unsicherheiten, wenn nicht sogar Symptome ein.
Generell ist von der Selbstdiagnostik stets abzusehen, denn diese ist selten konstruktiv und noch seltener auch richtig - insbesondere bei komplexen Störungen wie den Persönlichkeitsstörungen. 

Mein Rat wäre dementsprechend deine Unsicherheit anzusprechen und dies als Aufhänger zu nutzen. Es ist gut, dass du versuchst in dich "hinein zu fühlen" und genau dies solltest du auch beibehalten - allerdings, so mein Rat, bleibe dabei bei dir und benenne mit eigenen Worten was dir dabei auffällt, ohne dich bei Google großartig zu informieren. 
Das kann Unsicherheiten und Verwirrungen nur weiter befeuern und im Endeffekt soll es um dich gehen und was was du fühlst oder erlebst - nicht um das, was dir die Google-Ergebnisse für mögliche Einordnungen und Bezeichnungen.

Ich wünsche dir viel Erfolg für deine nächsten Sitzungen und hoffe, dass du Schritt für Schritt deine Unsicherheiten auflösen kannst.

Liebe Grüße.

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Hättest du eine dissoziative Identitätsstörung dann würde sich diese Frage hier schon gar nicht stellen. Ich finde das immer etwas kritisch über schwere Erkrankungen zu philosophieren die gar nicht im Raum stehen. Das wäre dem Therapeuten längst aufgefallen. Der Therapeut ist geschult und weiß wie er was einzuschätzen hat.

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Kommentar von linksgewinde
09.02.2017, 22:03

Aber die Fragestellerin ist Patient, und nicht geschulter Therapeut. Also darf sie fragen.

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Ein Psychologe oder Psychiater ist darin ausgebildet, deine Antworten entsprechend zu interpretieren. Erzähl ihm genau das, was du hier geschrieben hast. Er wird damit etwas anfangen können. Alles Gute!

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Ich sag dir ganz plump: Dann sag ihm das so. 

Nebenbei: Du musst nicht großartig in deinem Bewußtsein kramen und penibel aussuchen, was du ihm erzählst. Denn wenn du es so angehst, dann hat er erst recht keinen guten Querschnitt von dem, was dich tatsächlich beschäftigt. Geh einfach mit dem Fluss, spontan und nach Gefühl. Und wenn du und dein Psychologe euch gut aufeinander eingestellt habt, dann kannst du dir auch Notizen machen oder überlegen, worüber du sprechen möchtest.

Ich hab hier noch ein Video, das vielleicht hilfreich sein könnte:

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Guten Abend,

erst mal frage ich mich wie du auf diese Frage überhaut kommst ? Befindest du dich gerade in der Pubertät ?

Was meinst du mit Assozial bzw. vernünftig?

Hast du denn schon einen Psychologen aufgesucht ?

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Kommentar von blaackangel
09.02.2017, 22:05

Bin 18 Manchmal wechselt sich das extrem, ich verhalte mich total unreif und assozial und begehe zb Straftaten und mit sind jegliche Konsequenzen egal dann kommt aber wieder das andere ich, wo vernünftig denkt, sich normal unterhalten kann, sich Gedanken um ihre Zukunft macht usw.. Morgen ist mein erstes Gespräch, deswegen mache ich mir gerade Gedanken was ich überhaupt sagen soll und was nicht .. Möchte nichts falsches diagnostitiert bekommen ..

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Erzähl einfach wie es dir geht und welche Probleme du hast....

was dich so beschäftigt....und wie du bisher mit den Schwierigkeiten umgegangen bist..

Du mußt bei Fragen auch nicht gleiCh antworten. ...bis gar nicht...

Lass dir Zeit Mach verständlich, dass dir die Hilfe wichtig ist....und benenne eigene Ziele.

Du kannst dir deine Fragen auch im vorab notieren....und sie mitnehmen...Das senkt schon deine Aufregung.

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Hallo

Stell dir mal vor du erzählst einem KFZ-Meister von einem Geräusch am Auto.

Während deiner Erzählung läuft in seinem Kopf ein Film ab, indem er Möglichkeiten einschließt oder ausgrenzt. Das ist Erfahrung.

Diese Erfahrung hat jeder "Profi" auf seinem Gebiet, also auch deine Psychologen.

Und dein vorletzter Satz ist nicht ganz richtig, er sollte heisen:

Dann Frage ich mich:  Ist das nicht bei jedem Menschen so, dass die Stimmung  das Verhalten ändert ?

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