Wie soll man alleine sein Leben aufbauen?

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5 Antworten

Sorry, eine eigene Wohnung mit einer Essstörung, Alkohol und Depressionen wird dir hier keiner bewilligen können? Wie willst du alleine zurecht kommen?

Geh zum Jugendamt und frage um einen Platz im betreuten Wohnen und/ oder therapeutische Hilfen!

Zu den praktischen Problemen: Hier käme ein betreutes Wohnen in Frage. Auch wäre es möglich zunächst eine stationäre Therapie zu machen, z.B. um mit Hintergrund der Alkoholprobleme oder Essstörung. Dadurch wärst du erst mal raus aus der alten Umgebung und meist haben die dort auch wieder Ansprechpartner, die Ideen haben oder Hilfe anbieten können bezüglich der Wohnsituation. Grundsätzlich sind deine Eltern übrigens auch unterhaltspflichtig, wenn du ausziehst. Deine Eltern müssen dich während deiner Ausbildung finanziell unterstützen. Die genauen rechtlichen Rahmenbedingungen solltest du prüfen (lassen). Es ist auch möglich außerhalb des elterlichen Heims zu wohnen und Unterstützung zu bekommen. Übrigens kann dir auch Bafög zustehen unter Umständen. All das solltest du mal abchecken.

Zu den unpraktischen Problemen: Kann sicher jeder nachvollziehen, wie du dich fühlst. Du stellst auch sehr hohe Ansprüche, wenn du von dir abverlangst alle irgendwie doch noch zu packen und durch zu hauen. Das musst du nämlich gar nicht, auch wenn du das so im Kopf hast. Du darfst ruhig auch mal selbst akzeptieren, dass man mit dieser momentanen Last nicht noch nebenbei  Abi macht oder sonst was noch alles. Es gibt einen sehr guten  Grund jetzt mal die Bremse zu ziehen und dich um deine sehr persönliche Situation zu kümmern.


Ich fühle mich total alleine und einsam

Ok. Aber alleine bist du nicht. Gibt ein Haufen Menschen die kämpfen und kämpfen. Irgendwann findest einen roten Faden und du verstehst, warum manches so bitter schwer war.

Hallo. Danke dass Du Dich uns geöffnet hast. Gleich als erstens möchte ich Dir sagen, dass ich kein Facharzt bin. Auch kein Psycholog oder ähnliches. Also ist meine Meinung völlig unwichtig. Es zählt nur das, was Du denkst. Lass Dich von niemand manipulieren. Auch nicht von meine Worte...

Das was Du beschreibst ist sehr tragisch. Sicher war es nicht einfach und es wird etwas Zeit benötigen alles auf zu arbeiten. Jedoch nichts ist unmöglich. Das was war, ist Vergangenheit. Das was zählt ist das, was Du aus der Situation machst, damit Du in der Zukunft wieder glücklich sein kannst, neue Freunde und einen wunderbaren Parter haben kannst. Ich denke nicht, dass sich so viel angehäufte "Baustellen" sich alleine bewälltigen lassen. Ich denke es könnte ein guter Anfang sein Hilfstherapien in Betracht zu ziehen. Es kann jemand professionelles sein, oder selbsttherapie. Mit profesionell meine ich einen Psychologen mit dem Du langsam, einen nach dem anderen aufarbeiten kannst. Oder mit Selbsttherapie meine ich Deine Gedanken aufzuschreiben und so das ganze aus einem anderen Blickwinkel versuchen zu betrachten.

Ich bin mir sicher dass alles wieder in Ordnung kommen wird. Weisst Du warum ich sicher bin? Weil Du hier bist und zeigst dass Du bereit dazu bist darüber zu reden und alles hinter Dir zu lassen.

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg.

Gut, ich kann dir nur meines Wissens nach Ratschläge geben: Zum einen versuche mit aller Kraft dein Abi zu machen, auch wenn du ein Jahr wiederholen musst, denn das öffnet dir die Toren zur Uni oder zu einer vernünftigen Ausbildung. 2. Wende dich ans Jugend- oder Sozialamt , sei offen und schildere dem Sachbearbeiter deine Situation. Die können sich für dich um eine eigene Wohnung vielleicht in einer betreuten Jugendgruppe kümmern. 3. Versuche irgendeinen Schüler- bzw. Aushilfsjob zu finden, denke aber daran dass die Schule vorgeht.Du wirst somit auch neue Leute kennenlernen und evtl. Freunde finden die Ähnliches erlebt haben, das macht dann vieles leichter. Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. L.G.

Du benötigst fachliche Behandlung:

1. Alkoholtherapie (Suchtberatungsstelle)

2. Essstörung (Fachklinik z.B. Roseneck oder Klinik am Korso)

3. Essstörung & Depression (ambulante Psychotherapie)

Kruemelmonzter 24.09.2016, 03:31

Auch wenn solche Einrichtungen einen Stigmatisierenden Charakter haben in der öffentlichen Wahrnehmung, sind sie sehr hilfreich. Ich musste mit 16 für ein Jahr betreut wohnen weil ich ähnliche Probleme hatte wenn auch nicht dieselben und jeder mensch ist anders. Aber ich habe dort Sachen gelernt die ich zuhause nicht kannte und wurde etwas unabhängiger.

Ich würde mich an den Hausarzt wenden und mir eine entsprechende weitere Hilfe Suchen.

Du hast das recht auf Kostenübernahme und ggf. Wird dir eine Sozialarbeiterin bei dem rechtlichen kram zur Seite stehen. 

Doch ich hab gelernt. Ich kann nicht die Menschen ändern  nur mich und hab jeden Tag die Chance dazu!

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