Wie soll man alleine heute noch ein Haus bauen und Familie versorgen?

14 Antworten

Hallo!

Ich bin m25 und frage mich immer öfter wie man als Alleinverdiener heutzutage noch ein Haus bauen + eine Familie gründen soll?

Hast schon recht, und ich finde es echt gut und klug von dir, dass du dich diesem Thema stellst, und zwar bevor du mitten in der Scheizze steckst. ;-)

Das kann dir viel Leid ersparen.....

Ehrlich gesagt graut es mir davor...

Kann ich gut nachvollziehen, wollte ich auch nicht ....

Lass dir mal noch Zeit mit allem und versuche herauszufinden, was du wirklich willst. Vielleicht ja muss es gar kein Haus sein.
Persönlich finde ich, dass man mit einem Haus mächtig gebunden ist, und mit dem Kauf ist ja lange nicht getan dann. Du bräuchtest ja auch noch Instandhaltungsrücklagen, ich mein, alles muss ja mal renoviert werden.
Man zahlt ab, wenn man selbst nicht ausreichend Geld zum Kauf hat und muss dann aber nach ca. 19 Jahren erste Renovierungen auch noch wuppen.
Natürlich steht dann die ganze Familie Jahrzehnte unter einem enormen Druck, der das Scheitern der Ehe vielleicht sogar schon voraus programmiert, da das einfach zu viel ist und wenig Spaß nur macht.
Was wenn einer krank wird?
Was wenn die Nachbarn mies sind?
Was wenn irgendwelche Steuern oder Kosten erhoben werden, alles schon passiert .....

Vielleicht ja willst du dein Haus, weil du das Geld dafür nicht hättest, sondern finanzieren auch müsstest, nicht doppelt abzahlen, was ja schnell mal der Fall ist, wenn man alles zusammen rechnet.

Also ich wollte diesen enormen Druck echt nicht haben, da wäre mir mein Leben zu schade für.

Selbst würde ich nach Alternativen Ausschau halten, ob nicht auch mit einer Lebensform zurecht kommen könnte, die besser in meine Möglichkeiten passt. Manchmal bringt es echt total viel, wenn man einfach akzeptiert und sein Leben aus dem Holz schnitzt, das man zur Verfügung hat, und echt, immer wieder fällt einem dann auf, dass man so froh darum ist, dass man doch nichts anderes will und überhaupt gar nicht mit dem Druck der Anderen tauschen will.

Und ehrlich gesagt habe ich keine Lust mir kein normales Leben leisten zu können nur weil ich ein Haus als Klotz bis zu meiner Rente am Bein habe.

Finde ich ne gesunde Einstellung.
Dann akzeptiere doch einfach, dass es kein Haus sein wird.
Ein eigenes Haus hat doch nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile.

Vielleicht auch ergibt sich in Zukunft ohne Druck mal etwas in Sachen eigenes Haus. Vielleicht auch nicht. Du musst nicht zwingend all dein Glück von Geld und Besitzt abhängig machen. Das stimmt doch gar nicht. Das machen viele, ok, aber es stimmt nicht.

Je weniger ich benötige, um frei zu sein, umso freier bin ich.

Mein Vater hat früher viel weniger verdient und konnte die Familie + das Haus versorgen und man konnte sich noch ein schönes Leben nebenbei leisten...

Ja, die Zeiten ändern sich.
Wäre es dann nicht klug, nichts erzwingen zu wollen und mal zu schauen, was alles Gutes in diesen Veränderungen für dich liegt?

Sei mutig und kreativ!

Da frag ich mich wie das heute noch möglich sein soll...

Du musst es ja nicht genauso wie er machen.
Vielleicht ist dir ein anderer Weg gegeben.
Gehe deinen eigenen!
Gut, er mag anders sein, heißt aber noch lange nicht, dass er schlechter ist dann.

Wenn es halt jetzt mit dem Vorhandenen zu heftig ist und wird, ein eigenes Haus zu haben, dann versuchst du dies zu akzeptieren, damit in Frieden zu kommen und zu sehen, was sonst so kommt, welche Türen sich sonst so für dich öffnen.....

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Tolle Antwort.

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@rotreginak02

So ist man es von ihr gewohnt. Ansonsten hast du mir natürlich die Worte aus der Tastatur genommen, LG.

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Hallo!

Ich bin 28 und einige meiner Bekannten interessieren sich aktuell für einen Hauskauf (Raum Frankfurt/Main). Es gibt zwei Optionen: Entweder verschulden sie sich teilweise bis über ihren Tod hinaus oder helfen ihnen die Eltern aus, die da dann teilweise auch mit einziehen ------> oder man zieht weit raus irgendwo auf's Land, pendelt täglich zur Arbeit und baut sich in einem abgelegenen, finanziell gerade so leistbaren Neubaugebiet ein kleines Haus, wo man sich das Eigenheim aber mit einem briefmarkengroßen Grundstück ohne Garten und mit höchstens einer Einzelgarage und einem "Hof" von weniger als einer Autolänge sowie der absoluten jwd-Lage des Gebiets "erkauft", bzw. man echt jeden Meter fahren muss, um an Kindergarten, Schule, Bushaltestelle, Einkaufsmarkt usw. zu gelangen.

Offiziell ausgeschriebene (Sparkasse usw.) Kaufobjekte sind meistens sehr teuer oder heruntergekommen, meistens beides, und letztlich auch sehr unattraktiv. Die wirklich guten Häuser wechseln für faire Preise, aber unter der Hand den Besitzer; ein Kumpel von mir hat erst ein Zweifamilienhaus gekauft, in dem die verstorbenen Eltern eines Bekannten seiner Eltern gewohnt haben und das für einen wirklich angemessenen Preis. Aber so etwas gibt's hier nur, wenn man die Leute kennt.

Ich habe mich zwar mal mit dem Gedanken getragen was zu kaufen, aber mich dagegen entschieden und wohne lieber in Miete in einer Wohnung bei der Baugenossenschaft. Da fliegt man erst raus, wenn man entweder ewig keine Miete bezahlt oder ständige Klagen eintrudeln -----> wer sich gescheit aufführt und nicht den goldenen Löffel klaut, kann da wohnen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

So hat es mein Großonkel auch gemacht ----> er hat sehr gut verdient, aber er wollte nie ein Haus. Das Argument war: Wenn er mal stirbt, kann man sich dann wenigstens nicht streiten. Nach seinem Tod haben wir sein Inventar unter uns aufgeteilt und seinen alten BMW verkauft, die Wohnung gekündigt und alles war geritzt. Von daher kann ich deine Denkweise auch gut verstehen und mein Großonkel wird für mich in gewisser Weise auch Vorbild sein.

Viele Bekannte haben mit 70-75 den Garten des Hauses nicht mehr versorgen oder nicht mehr alle Zimmer bewohnen können -----> ich kannte ein Ehepaar, das mit knapp 90 starb und sechs Kinder hatte; das Ende vom Lied war ein Haus mit 14 Zimmern, wobei davon viele jahrelang nicht mehr betreten wurden - die Leute hielten sich nur noch im Erdgeschoss und ganz selten im ersten Stock auf, weil sie nicht mehr beweglich genug waren und die Zimmer oben nicht brauchten. Und das kann's eigentlich auch nicht sein. Ich verstehe dich, und mieten muss nicht schlechter sein ... wenn man eine Genossenschaftswohnung mietet; privat würde ich mich nie einmieten, da ist man zu abhängig.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Es gibt zwei Optionen

Es gibt mehr als diese beiden Optionen. Deine Aufzählung ist sehr unvollständig.

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@lesterb42

Weiß ich, aber das sind nur die Optionen, die ich jetzt vor mir habe und in meinem Umfeld sehe.

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Wie hätten Sie den Großonkel eingeschätzt, wenn er Ihnen ein paar Millionen Euro in bar, eine repräsentatives Haus mit entsprechend großem Grundstück und einen relativ neuen BMW 750 Li xdrive mit "executive lounge" statt einer abgewrackten Karre, ein paar alten Möbel und die erbärmliche Verpflichtung der Haushaltauflösung hinterlassen hätte?

Wäre dies ein Gund gewesen, Ihre Einstellung zum Leben anders zu überdenken und selber als Vorbild z.B. für Ihre Familie durchs Leben zu schreiten.

Ihre Betrachtungsweise mutet recht einseitig an!

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mit derzeit 2100 € und praktisch ohne nennenswerte Rücklagen wird so ein Vorhaben wohl schon am Kredit scheitern.
Auch wenn das klappen sollte, die Risiken sind nicht zu unterschätzen.
An erster Stelle steht der Arbeitsplatz, nicht nur ob man Arbeit und Einkommen hat sondern auch wo. Täglich stundenlang fahren? Daran kann auch die beste Ehe scheitern. Gleiches gilt für eine Nebenwohnung am Arbeitsort mit Miete trotz Haus und doppelter Haushaltsführung.
Ein Haus bauen. Da kann man, wenn man's kann viele Arbeiten in Eigenleistung erbringen und einen niedrigeren Kredit aufnehmen ( einige Tausend Euro ). Andererseits heißt das fast 2 Schichten zusätzlich. Auch hier wird oft von Eheproblemen gesprochen.
Ein Neubau hat weiter Vorteile gegenüber dem Kauf eines fertigen Hauses.
Man kann viele Arbeiten auch nach dem Einzug erledigen, den Boden ausbauen, das Bad später fliesen ....

Was ist, wenn die Baufirma pleite ist? Ich kenne Fälle, da musste der Bauherr nochmal zahlen. Die Bank will trotzdem den Kredit zurück und das dann doppelt.. Selbst wenn so ein halb fertiges Haus versteigert werden kann, du bleibst auf Schulden sitzen.

Auch muss man sich informieren, welche Zusatzkosten wie Straßenbau, Wasseranschluss, Telefon und Internet hinzukommen, die vorher vom Makler verschwiegen werden.

Ich selbst habe es gewagt (nicht ohne Angst), war schon doppelt so alt wie du jetzt hatte aber ein besseres Gehalt als 2500 €. Als DDR-Bürger aber auch kein wesentliches Eigenkapital. Mein Vorteil, ich brauche nur in seltenen Fällen einen Handwerker, nicht immer bekommt man Ersatzteile wie Umwälzpumpe und Stellventil zu kaufen. Sonst hätten wir schon viel mehr Geld als Rücklage haben müssen.

Irgendwie lief alles doch besser als vorher befürchte. Aber Bekannte haben da ganz andere Erfahrungen gemacht.

Das kann nur ein Hinweis sein, was alles zu beachten ist. Makler, Banken ... versprechen viel, verweisen auch auf das "Kleingedruckte", nur muss man es auch so verstehen, wie die Bank.

.
: hatte etwa doppelt so viel Gehalt und große, sehr große Bedenken. Geld ist die eine Sache, Eigenleistung die andere. Wer für jede Kleinigkeit einen Handwerker braucht, sollte sich das wirklich sehr reiflich überlegen.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Auch eine sehr gute Antwort, LG.

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Mein Mann verdient netto 1900EUR, ich um die 500-600EUR, natürlich haben wir noch das Kindergeld in Höhe von 368EUR.

Abgaben sind zur Zeit 650EUR kalt + 200EUR Nebenkosten, andere laufenden Kredite haben wir bis dahin abgelöst (sonst halt noch Handy, Internet, Versicherungen) :)

Ich denke dabei vllt. an eine Rate von 500-600EUR + Nebenkosten (rechne so mit 300EUR) - Wäre das möglich?!

Vielen lieben Dank LG

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