Wie soll ich mit meiner Sozialen Phobie umgehen?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hi,

die Situationen und deine Reaktionen darauf, die du beschrieben hast, sehe ich nicht unbedingt als die Auswirkung einer sozialen Phobie. Was ich offensichtlich finde, ist eine ausgeprägte Angst vor Nähe:

Ich habe mich vor kurzem in ein Mädchen verliebt und sie sich auch in
mich, wir haben jeden Tag geschrieben und uns hin und wieder getroffen
und nun habe ich innerhalb 5 Minuten den kompletten Kontakt abgebrochen, weil ich totale Angst habe, dass es weiter gehen kann...



Dabei möchte die bei dir gefundene oder diagnostizierte soziale Phobie nicht anzweifeln, nur dieses konkrete Verhalten, der abrubte Abbruch einer sich anbahnenden Beziehung, sei es eine Freundschaft oder mehr, wie z.B. bei einem Mädchen das sich für dich interessiert, ist für mich etwas anderes, eben eine starke Angst vor Nähe.

Die soziale Phobie ist mehr die Angst vor gesellschaftlichen Ereignissen wie eine Party, eine Aktivität in einer Gruppe, irgendwo eingeladen sein, die Angst sich mit mehreren Menschen zusammenzufinden. Man kann durchaus mehrere Probleme "sammeln", so wie man sich auch ein Bein brechen UND eine Erkältung haben kann.

Jedenfalls kann ich mir vorstellen, dass diese Panik, die du ab einer bestimmten Nähe bekommst, dein Leben einschränkt. Wie soll man mit dem Problem an der Backe Freunde (oder eine Freundin) finden?

Du könntest folgendes versuchen: wenn es sich ergibt, dass du mit jemandem etwas unternimmst (Klassenkamerad, Bekannte(r)....), versuchen, den Kontakt erstmal auf einem oberflächlichen Level zu halten. Eben so, dass diese Panik nicht auftritt. So könntest du wenigstens ein bisschen Kontakt haben.

Das wäre natürlich erstmal nur eine Notlösung für die nächste Zeit, aber vielleicht besser als gar keinen Kontakt zu haben.

Um das Problem anzugehen, wirst du um eine Therapie wahrscheinlich nicht drumrumkommen.  Oder hast du in der Richtung schon mal etwas unternommen?

Die gute Nachricht ist, dass es einem als junger Mensch leichter fällt sich zu verändern. Hat sich so ein Problem noch zwanzig weitere Jahre verfestigt, wird es schwerer sein, da was zu ändern. Nicht unmöglich, aber halt schwerer. Allerdings macht eine Therapie nur Sinn, wenn man eine machen WILL, und um den Schritt zu tun, ist manchmal ein ziemlicher Leidensdruck nötig, leider.

Vielleicht ist in meinen Gedanken für dich etwas dabei, womit du was anfangen kannst. Ich möchte dich jedenfalls ermutigen, am Ball zu bleiben. Es gibt Wege, da weiterzukommen! Die Tatsache, dass du hier darüber geschrieben hast, zeigt ja schon, dass du nach Lösungen suchst, und das ist positiv.

Gruss

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch nur 6 :D

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nehm dir mal 6 Minuten Zeit und seh dir das an.. wirklich 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?