Wie soll ich mit dem Tod nach 5 Jahren klarkommen?

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2 Antworten

Da kann ich dich gut verstehen. Schuldgefühle hat man immer, wenn eine Person gestorben ist, die einem so viel bedeutet hat. Das kommt daher, weil man meint, seine Wertschätzung nicht deutlich genug ausgedrückt zu haben; man hat alles für selbstverständlich hingenommen.

Du kannst dir aber sagen, dass du mit deiner Existenz und deiner Entwicklung deinem Opa sehr viel Lebenserfüllung gebracht hast. Du warst sein Lebensinhalt, und er war dir Freund und Vorbild, Vater und Opa zugleich. Heute schmerzt es dich, dass du ihm nicht mehr danken kannst. Aber das tust schon damit, dass er in deiner Erinnerung lebt, denn nur der ist tot, an den sich niemand mehr erinnert.

Um deine Trauer "abzuarbeiten" und die Erinnerung wachzuhalten, kannst du ja viele deiner Erlebnisse und überhaupt dein Leben mit dem Opa aufschreiben. Jeden Tag eine kleine Begebenheit, an die du dich jetzt noch gut und plastisch erinnern kannst, die aber in ein paar Jahren vielleicht schon verblaßt sein wird. Schreib es auf, dann ist in den Momenten des Schreibens und auch dann, wenn du es später wieder liest, der Opa bei dir, und du hältst ihn lebendig....

Kommentar von natja0015
06.06.2016, 23:20

Was du da geschrieben hast, hat mich so extrem berührt, ich habe Tränen bekommen. Danke viel Mals, dass du dir die Mühe genommen hast das so zu schreiben, es hat mich sehr berührt!❤️

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Wenn du damals nicht getrauert hast, ist wohl jetzt die Zeit gekommen. Lass die Trauer zu, erinnere dich aber auch an das Gute. Ich würde mich beim Opa bedanken

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