Wie soll ich mit asperger umgehen?

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7 Antworten

Was ist es denn, was Dir Probleme bereitet? Also mit was möchtest Du einen Umgang erlernen?

Es sind so viele Dinge:z.B. Es meiner Freundin erklären, der allgemeine Umgang mit Menschen(da ich jetzt weiss woher das kommt)....Es fühlt sich irgendwie an als hätte ich Angst vor meinem eigenen Gehirn...

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@littlegeek

Deinen Freunden erklären: warum möchtest Du das, was erhoffst Du Dir dadurch? Bringen sie nun weniger Verständnis mit Dir auf?

Der allgemeine Umgang mit Menschen: was meinst Du hier genau? Wie bist Du vor der Diagnose mit den Menschen umgegangen, was hättest Du Dir für Techniken erwünscht?

"Angst vor dem eigenen Gehirn"..... im Grunde ist das Gehirn Dein Freund. Du kannst denken, Du kannst lernen und Du kannst sogar fühlen (in dem Augenblick Angst und ich nehme auch an, sehr starke Unsicherheit).

Im Grunde wird sich durch die Diagnose gar nichts verändern. Außer natürlich, Du liest Dir Verhaltensweisen an. Was Dich allerdings eher unglücklicher werden lässt, weil Du Dich dadurch mehr verlieren wirst.

Außerdem könntest Du vielleicht (aufgrund der Diagnose) sehen, ob es bei Dir eine Autismus-Beratungsstelle gibt. Dort kann nachgefragt werden, ob sie Dich für einige Zeit begleiten können. Auch, um Umgang 'der Selbstfindung'.

Kam die Diagnose denn so unerwartet? In einem anderen Beitrag hast Du geschrieben (habe ich so verstanden), dass Du zuvor die ADS-Diagnose gehabt hast. Gab es dann nicht auch schon unterschiedliche Formen der Wahrnehmung, Kommunikation und dergleichen?

Bitte stelle nicht die Autismus-Diagnose in den Vordergrund, sondern Dich als Mensch. Andernfalls wirst Du nur noch als "Autismus" behandelt und dann kommen schon so komische Dinge, wie: "Du kannst kein Autist sein, Du kannst ja reden." Bitte bleibe Mensch. Und finde Dich selbst. Was sind Deine Stärken, Deine Schwächen? Was gibt Dir Energie, was raubt Dir Kraft? Wo liegen Deine Interessen, Grenzen, Fähigkeiten, Fertigkeiten!? [.....]

Bitte reflektiere hier gut für Dich, damit Du Wege finden kannst.

Lieben Gruß an Dich.

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Du bleibst du selbst. Die Diagnose verändert weder dich noch dein Leben.

Du kannst die Tatsache, dass du jetzt Bescheid weißt, jedoch nutzen:

  • Du kannst dich schlau lesen, um besser zu verstehen, was dich von der Mehrheit unterscheidet. Gute Bücher sind z.B. "Fieldguide to Earthlings" (Ford), "NeuroTribes" (Silberman) oder "Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom" (Attwood). Speziell für junge Frauen ist auch "Aspergirls" (Simone) sehr informativ.
  • Du kannst dir dein Leben so einrichten, dass du gut zurecht kommst. Finde heraus, was dich stresst! Finde dann passable Alternativen oder Workarounds.
  • Du kannst in Web-Foren weiter fragen - z.B. bei aspies.de/selbsthilfeforum/ oder bei asperger-forum.de - und gute Webseiten wie autismus-kultur.de nach Sachen durchforsten die auf dich zutreffen.
  • Du kannst einen Beruf finden, der zu dir passt. Den meisten Asperger-Autisten liegen Denkberufe im Büro besser, als Handwerkliches oder Soziales. Das ist aber sehr individuell. Lern dich selbst gut kennen, dann findest du auch deine Talente!

Genau das ist eine Asperger-Diagnose: Ein Ansatzpunkt, um sich selbst richtig kennen zu lernen. Es ist kein Abschluss von irgendwas, sondern der Anfang einer mitunter jahrelangen Recherche. :-)

Wow Danke das war echt sehr hilfreich

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Sieh es doch mal positiv: jetzt weißt du, woran es immer gehapert hat und kannst dich auch anderen erklären. Die Diagnose an sich verändert ja eingetlich nichts. Du hast ja Asperger nicht erst, seit du die Diagnose bekommen hast.

Du wirst lernen, damit umzugehen. Manchmal wirst du vermutlich auch daran verzweifeln, aber das ist ganz normal. Jeder Mensch hat Höhen und Tiefen in seinem Leben. Und Kopf hoch. Autismus ist nicht das Ende der Welt ;-)

Du hast recht Danke...

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Die Diagnose ist eine Erklärung für dein Verhalten.

Nicht mehr und nicht weniger.

Ich bin ja für "mit der Diagnose leben" statt "sich dagegen auflehnen".
Letzteres ist furchtbar anstrengend und schadet mehr als es hilft.

Schaue, was deine Stärken sind und nutze diese.

Ja, das du erst mal aufgeregt bist, kann ich verstehen. Für die Menschen in deinem Umfeld (und deren Umgang mit dir) ändert sich jedoch nichts.

Du kannst nach einer Selbsthilfegruppe schauen, da wirst du gleichgesinnte finden und das kann entlasten.

Ich habe übrigens auch Asperger.

ciao

Peter

Warst du bei so na Gruppe bzw hat sie dir geholfen ?

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@Lalala1718

Ja, ich habe mich bei einer Gruppe angemeldet und werde regelmäßig dort hin gehen.

Du wirst feststellen, dass alle Menschen "ihre Eigenheiten" haben. Das kann ganz lustig sein.

Ich habe z.b. Kontrollzwänge...

Alles halb so wild.

ciao

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Also warst du noch nicht da ?
Meine ehemalige Therapeutin hatte es mir zwar vorgeschlagen aber ich hatte abgelehnt.
Hatte mich nur immer interessiert was die da so machen, aber das war mir den Fahrtweg nicht wert.
Redet man da nur so oder wie läuft das ab ?

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@Lalala1718

Ich war einmal in der Gruppe. Einmal konnte ich nicht gehen, weil ich arbeit musste...

Zum nächsten Termin gehe ich wider.

In meiner Gruppe unterhält man sich, über das was einen Beschäftigt. Man muss nichts sagen.

Es gibt auch Treffen zum Kegeln etc.. aber das ist nichts für mich.

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Ah ok danke :)
Das heißt man redet da wie in Therapien über den Tag und sowas alles oder auch nicht
Aber Techniken wie man sich sozialer verhält oder so.
Also all das Zeug was ja so oft kritisiert wird das es fehlt (Empathie Blabla)
Das lernt man da nicht ?

Ich will das jetzt nicht runter machen versteh mich bitte nicht falsch
Ich möchte nur verstehen
Danke

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@Lalala1718

Also, da werden keine Menschen perfektioniert.

Ich rede z.b. über meine Kontrollzwänge. Die anderen Teilnehmer versuchen dann den Druck zu lindern, sodass man (ich) mich wohler fühle und mein Leidensdruck gemindert wird.

Dort lernt man eher mit seinen Problemen umzugehen. Eventuell kannst du auch Lernren, mit Situationen besser umzugehen.

 In erster Linie soll einem die Gruppe helfen, dass man sich wohlfühlt.

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Ah ok vielen Dank
Dann wünsche ich dir noch viel Glück und hoffe das es dir hilft :)

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Ich habe danach einfach weitergelebt
Hat ja bisher auch geklappt
Gibt zwar so Therapien da kann man soziales und den Quatsch lernen aber man konnte vor der Diagnose ja auch überleben

Was würdest du denn tun wollen oder erhalten um besser damit umzugehen ?

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Ich hab nach der Diagnose so weiter gelebt wie zuvor

Aber hattest du irgendwie keine Veränderung? Konntest du einfach mit dieser Veränderung leben?

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