Wie soll ich mit Alzheimer erkrankten Oma umgehen?

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8 Antworten

Jeder Mensch sammelt im Laufe seines Lebens Geheimnisse. Dass du nicht ihre ganze Lebensgeschichte kennst, davon kannst du ausgehen. Somit ist auch nicht klar, ob sie fantasiert oder sich Blitz-erinnert.

Diese Frau und ihre Persönlichkeit sind schon lange nicht mehr deine Original-Oma. Trotzdem solltest du deine Familienpflicht erfüllen. Du machst dir sonst dein ganzes Leben Vorwürfe.

Ich habe mal gehört, dass Alzheimer Patienten gute und schlechte Tageszeiten haben. Morgens sind sie weniger stark eingeschränkt, wie z.B. abends. Es ist auch egal, ob sie dich erkennt oder nicht. Man drückt sich nicht vor seinen Pflichten.

Versuche doch mal was ganz anderes. Bring mal alte Musik mit, aus ihrer Jugendzeit oder ihre Lieblingsmusik. Singt ein wenig zusammen. Keine Angst vor der Blamage. Alles ist besser als das Jetzige. Muß sie im Zimmer bleiben? Kann man nicht ein paar Schritte ums Haus gehen (oder mit dem Rollstuhl fahren)? Mochte sie Tiere? Dann leih dir mal einen Hund. Bring mal alte Fotos mit. Experimentiere mal was noch geht und was eine Alternative sein könnte. Laß dich auch vom Personal beraten. Sie kennen vielleicht auch Möglichkeiten für den leichteren Umgang.

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Bitte wende dich nicht von ihr ab! Sie braucht jetzt deine Nähe mehr als sonst. Fang keinen Streit mit ihr an! Sei einfach da, halte ihre Hand und hör ihr zu. Auch wenn es schlimm für dich ist, wenn sie dich nicht mehr erkennt, vielleicht fühlt sie dich ja in ihrem Herzen, wer kann das schon sagen. Alles Gute für euch.

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Rede doch mal mit dem Personal darüber , oder mit der Heimleitung!

Daß es für dich schwer ist kann ich gut verstehen!

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Auch Menschen mit Alzheimer haben Gefühle. Es ist wichtig, das du sie brauchst. Und ein gutes Altersheim ist auch wichtig. Eins, in dem deine Oma so gut wie möglich beschäftigt wird, und nicht wegen Personalmangel nur gefüttert und gewaschen wird.

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Kommentar von Machwas
07.11.2015, 15:39

Du hast schon recht......leider haben wir sie von göppingen hier nach münchen geholt, da all ihre freunde abgenippelt sind. Dass Altenheim wo sie grade ist, hat chronischen Personalmangel und jedes mal wenn ich komme sitzt sie in ihrem dunklen zimmer alleine und redet sogar manchmal mit der wand....ich bin 21 jahre und habe auch so meine probleme und wenn ich das so sehe blutet mein herz nurnoch. Mann müsste sich halt täglich mit ihr zusammen setzen, aber dafür habe weder ich noch meine mutter zeit und kraft. Es ist ein dilemma, wir haben sie hierher gebracht um uns besser um sie zu kümmern, aber das wurde zur belastung.....meine mutter ist nurnoch am heulen wenn sie vom Heim kommt, also ca 4 mal die woche...es belastet die ganze familie, aber may was soll man da machen...ich bin deswegen auch noch kaum zuhause...weil ich das nicht sehen/hören kann wie sie da schluchzt...

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Spiel mit. Deine Oma ist schwerkrank. Und wein zu Hause.

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Das ist echt schwer. Verstehen kann ich dich. Es ist echt schlimm jemanden so zu sehen. man kann eigentlich nur mit Geduld und viel Ruhe was machen. Aber pass auf das du daran nicht selber kaputt gehst.

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Also Du solltest deiner Oma auf keinen Fall etwas vorhalten das es ja Schwachsinn ist was sie erzählt, weil im Endeffekt kann sie nichts dafür ob es nun stimmt oder nicht. An deiner Stelle solltest Du bei sowas mitmachen und auch gefühlvoll sein. Und eventuell mal mit den Pflegern reden, es gibt halt auch Altenheime die ziemlich beschissen zu denen sind und nicht gerade so wie es sich gehört.

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Ich kann Dir folgende Bücher zu dem Thema sehr ans Herz legen:

"Das Herz wird nicht dement"

und

"100 Fehler im Umgang mit Menschen mit Demenz: und was Sie dagegen tun können"

Die beide Bücher waren für mich extrem hilfreich für den Umgang mit meiner schwer dementen (mittlerweile verstrobenen) Oma.

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