Wie soll ich mich richtig verhalten ?

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2 Antworten

Also erstmal: Ihr Mann scheint ja auch ein bisschen komisch zu sein oder ? Warum bitte hält er denn ihre Tabletten "unter Verschluss" ?!

Das Jugendamt stellt keine "HIlfen im Haushalt" - es ist keine Putzfrauen-Vermittlungs-Agentur ;). Das Jugendamt stellt "Hilfen zur Erziehung" - U.A. in Form einer sozialpädagogischen Familienhilfe, die versucht die Belastungsfaktoren in einer Familie herauszufinden und diese mit den Familienmitgliedern zu beheben. Dazu kann u.a. gehören, dass eine Familienhilfe zu Beginn der Maßnahme mal mit einer überforderten Mutter aufräumt. Jedoch sollte das nicht regelmäßig so laufen - da es Sinn und Zweck einer solchen HIlfe ist, die Mutter (oder den Vater) nur dazu anzuleiten und Überforderung zu lösen, in dem z.B. Tagespläne erstellt werden etc..

Zudem ist es Hauptaufgabe einer solchen Familienhilfe die Kinder im Blick zu haben und mit den Eltern an Veränderungen zu arbeiten, die den Kindern zu Gute kommen sollen bzw. mögliche Gefährdungen vorbeugen sollen. Dazu kann es, als eine AUfgabe von vielen, gehören, dass eine solche Familienhelferin versucht einen Zugang zu der Mutter zu finden und mit ihr an einer Therapie-Bereitschaft zu arbeiten. Alleinige Aufgabe/Ziel kann das nicht sein - aber wenn du sagst dass auch die Kinder schon psychisch auffällig wären, wäre auch das ja ein weiterer Arbeitsbereich für eine Familienhilfe. Eine Erfolgsgarantie gibt es natürlich nicht - letztlich kann eine Familienhilfe nur die Richtung weisen, LAUFEN müssen die Familienmitglieder selbst (also auch die Mutter zur Therapie) ;) Und wenn sie sich weigert, dann weigert sie sich, da kann dann leider auch eine Familienhelferin keinen Zauberstab schwingen (schön wärs !!! ;) ). Es kann aber eine Chance sein. So wie sich das anhört scheint die Mutter ja schon ziemlich resistent zu sein und im Notfall kann natürlich die Familienhelferin bei ihrem AUftraggeber - dem Jugendamt, den Ball dafür ins Rollen bringen, dass zumindest die Kinder angemessen geschützt werden (wenn der Vater ebenfalls keine ausreichende Ressource mehr darstellt).

Du kannst beim Jugendamt anrufen und eine Meldung machen, es ist jedoch die Frage wie offen die Eltern dann anschließend sein werden. Der bessere Weg wäre vielleicht, die Eltern (oder eventuell zunächst auch nur den Vater) von einem gemeinsamen Beratungstermin beim Jugendamt zu überzeugen (klar machen, dass es dabei um eine HILFE geht).

Ein Anlaufpunkt wo du dich über deine genauen Möglichkeiten zu helfen mal beraten lassen kannst  (auch zu deiner eigenen Entlastung ;) ) bzw. darüber wie du, als Außenstehende, reagieren kannst, vorgehen kannst etc., würde ich dir empfehlen dich mal an eine psychologische Beratungsstelle zu wenden.

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Kommentar von Helen1968
14.02.2016, 05:02

Hallo, vielen Dank für deine Antwort.

  Die Tabletten werden unter Verschluss gehalten damit sie die nicht wieder auf einmal nimmt; das hat sie ja vor einigen Wochen getan....

Ich werde mich am Mittwoch,  wenn ich frei habe mal bei so einer psychologischen Stelle über meine Möglichkeiten erkundigen. Danke nochmal 

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Alkoholikerin. Um meinen Eindruck kurz zu fassen. Und einen co-abhängigen Ehemann. Alkoholismus ist eben eine Familienkrankheit. 

Ok. Was machst Du?

116 111

Das ist die europaweite kostenlose Telefonnummer die ohne Vorwahl geht. Wegen der Kinder 

ABER

https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/116-helplines

hier sind noch weitere Möglichkeiten die ich in Betracht ziehen würde.

Weiter suche Du bitte unbedingt die nächste Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren auf. Lasse Dich ausführlich beraten. Bestenfalls nimmst Du danach Kontakt zum Blauen Kreuz auf denn diese arbeiten seit Jahren mit Fachmenschen bezüglich der Hilfe für Kinder zusammen.

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Kommentar von Helen1968
17.02.2016, 09:34

Danke für deine Hilfe. Sie ist keine Alkoholikerin,  das weiß ich ganz genau. Sie trinkt wirklich nur dann, wenn sie am Ende ist, so wie jetzt. Natürlich ist es ein smarter Grad, denn so kann man in den Abusus rutschen....Ich mache mir aber eher Sorgen darüber dass die Kinder das Alles mitbekommen und kaputt gehen, weil die Eltern alles abbrechen und vertuschen 

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