Wie soll ich meine berufliche Zukunft planen( großes Dankeschön an alle Antworten)?

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2 Antworten

Hallo!

Obwohl die Berufe, die du genannt hast, alle irgendiwe mit Sprache und Literatur zusammenhängen, sind die Wege dahin aber durchaus unterschiedlich.

Als Lehrer oder Germanist in der Wissenschaft musst du studieren, für den Weg zum Buchhändler, Bibliothekar oder Archivar musst du eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Man kann aber natürlich, wenn man denn Zeit und Muse hat, Ausbildung und Studium auch nacheinander machen.

Zu den Studiengängen:

Germanistik umfasst alles, was mit der deutschen Sprache zu tun hat: Sprach- und Literaturgeschichte sowie Literaturwissenschaft, Linguistik, Medientheorien etc.

Wenn du reine Literaturwissenschaft studierst, dann werden vor allem die sprachwissenschaftlichen Teile kürzer ausfallen oder sogar ganz entfallen (je nach Ausprägung des jeweiligen Studiengangs), dafür dürfte aber ein deutlich größerer Anteil nicht-deutscher Literatur betrachtet werden (das Fach heißt nicht umsonst auch gelegentlich "Vergleichende Literaturwissenschaft"). Außerdem dürften Medien- und Kommunikationsenschaftliche Elemente stärker im Vordergrund liegen.

"Deutsch" bezeichnet in der Regel den Lehramtsstudiengang, während das obige Bachelorstudiengänge sind. Das Lehramtsstudium Deutsch ist aber weitgehend deckungsgleich mit dem Germanistikstudium, beinhaltet aber auch noch Elemente der Pädagogik und Didaktik für die entsprechende Schulform.

Wie kann man sich nun auf so ein Studium vorbereiten?

Das wichtigste ist, dass du Spaß daran hast und Interesse. Vernünftig schreiben zu können ist sicher auch von Vorteil - denn bei Dozenten in diesem Bereich fällt ein fehlerhafter Gebrauch der deutschen Sprache natürlich besonders unangenehm auf. Außerdem ist es sicher nicht schlecht, wenn du schon möglichst viel Literatur gelesen hast. Nicht, dass das beim Studienbeginn jemand abfragen würde, aber es ist sicher gut, wenn du schon einige Autoren und Werke kennst.

Du könntest außerdem mal in ein paar Bücher zur Sprachwissenschaft (Linguistik) hineinschauen, damit du auch da weißt, was auf dich zu kommt. Lass dich davon aber nicht abschrecken, das ist nur ein Teil des Studiums.

Und zu den letzten Fragen:

Macht es Sinn jetzt schon darüber nachzudenken? Absolut! Selbst wenn du in ein oder zwei Jahren anders darüber denkst, dann hast du dich schon informiert und dann fällt dir nicht erst mitten im Studium auf, dass es vielleicht doch nichts für dich ist.

Ist es gut oder schlecht zu studieren? Tja, die Frage aller Fragen. Wie oben schon geschrieben, gibt es durchaus auch Ausbildungen in diese Richtung. Mit einem Germanistikstudium wirst du kein Bibliothekar oder Buchhändler und als Buchhändler kein Literaturwissenschaftler an einer Universität.
Außerdem solltest du wissen, dass du in diesem Bereich nicht reich werden wirst und die Jobsuche durchaus etwas langwieriger sein kann, als mit einem Studium / einer Ausbildung im naturwissenschaftlichen Bereich. Doch das sollte einen meines Erachtens nicht davon abhalten, etwas zu lernen oder zu studieren, was einem Spaß und Freude macht. Denn nur so kann man auch erfolgreich werden und gute Leistungen bringen.

Also, lass dir alles noch ein bisschen durch den Kopf gehen - Zeit hast du ja - und lies einfach, was du in die Finger bekommst. Wenn du in zwei Jahren immer noch in diese Richtung willst, dann wird es wohl das Richtige für dich sein.

Viel Erfolg und viel Spaß!

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Das Thema ist so komplex, dass ich jetzt keine Zeit habe, das alles zu erklären. Nur eine eiserne Regel solltest du beachten:

Es kommt nicht darauf an, dass das Studium oder die Ausbildung Dir Spaß macht, sondern, dass der Beruf danach das tut. Was nützen Dir 4 Jahre Spaß, wenn danach 40 Jahre lanmweilige Berufstätigkeit folgen.

Auch solltest Du Dein Hobby nicht als Schlüssel zum Beruf betrachten. Ich schreibe seit meinem 11. Lebensjahr Gedichte und Märchen. Aber ich wäre niemals so irrsinnig, das zu meinem Beruf zu machen, das wäre ja der direkte Weg zum Sozialamt.

Ich bin schließlich Werbetexter geworden. Hat mit Literatur wenig zu tun.

Übrigens: Benn war Arzt, Kafka war Jurist, Mörike war Pfarrer.

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