Wie soll ich gegen die Gedanken ankommen?

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6 Antworten

Das ist leider der Lauf des Lebens. Der Tod uns lieb gewordener Tiere und Menschen löst bei uns große Verlustgefühle und tiefen seelischen Schmerz aus. Zum Leben gehört das Sterben aber dazu. Ohne Leben gibt es auch keinen Tod. Wir alle müssen gehen, wenn unsere Zeit abgelaufen ist. Das ist wie bei den Pflanzen: sie sprießen, blühen auf und verwelken. Dass wir in der Lage sind, das zu erkennen und bewusst darüber nachzudenken, macht uns jedenfalls nicht unbedingt glücklicher.

Der Hund ist da besser dran. Er nimmt alles wie es kommt und jeder Tag mit seiner Familie ist ein guter Tag. Genauso sollten wir es auch sehen, denn das Ende - auch unseres - ist sicher und unvermeidlich. Umso kostbarer sind die schönen Momente, die das Leben uns schenkt. Und je bewusster wir uns das machen, umso mehr lernen wir diese Momente zu schätzen.

Erfahrungen, die wir im Hierseits machen dürfen, Entscheidungen, die wir als Menschen bewusst treffen können, unsere Familie, Freunde und Haustiere, Erlebnisse, die unser Leben sinnvoll bereichern. Dafür können wir dankbar und glücklich sein.

Und vielleicht als Trost: Wir leben in einem Universum, in dem nichts verloren geht. Wir alle sind hierin gut beschützt und behütet. Und vielleicht sind wir es, bzw. unsere Atome, die irgendwann einmal als ein Hund, als Stein, als Blume, als Blatt, als Käfer oder als Schmetterling unterwegs sind - oder als Meteorit durch das Weltall fliegen.

Schenken Sie sich und Ihrem Hund bis dahin noch eine schöne Zeit, und wenn es soweit ist, nehmen Sie sich auch die Zeit dafür, um Ihren Verlust zu trauern. Denn auch das gehört zum Leben dazu: Lernen, loszulassen - ganz zuletzt von unserem eigenen Leben.

Hier noch ein Gedicht, das mich besonders berührt hat, als ich meine "kleine Liebste" loslassen musste:


Bin ich dereinst gebrechlich und schwach

und quälende Pein hält ständig mich wach -
was Du dann tun musst - tu es allein.

Die letzte Schlacht wird verloren sein.


Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.

An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -

muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.


Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.

Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.

Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.


Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.

Und halte mich fest und red' mir gut zu,

bis meine Augen kommen zur Ruh.


Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.

Vertrautes Wedeln ein letztes Mal -

Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.


Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,

der Herr dieser schweren Entscheidung ist.

Wir waren beide so innig vereint.

Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

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Das gehört zum Leben - neue Menschen, Begleiter kennen- und lieben lernen und sich von anderen verabschieden (müssen), sie verlieren.

So sehr es Dich im Moment schmerzt hast Du doch die Gelegenheit noch Zeit mit ihr zu verbringen und Dich bewusst zu verabschieden - das ist sehr tröstlich wenn sie nicht mehr sein wird.

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Weißt Du, wenn Deine Hündin einen Tumor hat, dann ist es irgendwann für SIE besser,wenn sie in Ruhe und Frieden und vor allem ohne Schmerzen gehen darf.

Manchmal,wenn es keine Rettung und Hilfe mehr gibt, ist der grösste Liebesbeweis,den wir unseren geliebten Mitmenschen oder auch Wegbegleitern erweisen können,dass wir sie in Ruhe gehen lassen.

Genieße jetzt die Zeit,die ihr beiden noch miteinander haben dürft und ich denke,sie ist ein glücklicher Hund, denn sie spürt genau, dass du sie liebst.

Alles Gute!

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Genieße die verbliebene Zeit mit ihr. Ich muss auch weinen wenn ich nur daran denke, dass meine Katze mal nicht mehr ist, obwohl nichts ist. Aber sehr jung ist sie auch nicht mehr. Erst kürzlich ist eine andere Katze, mit der ich aufgewachsen bin gestorben. Mich hat der Gedanke, dass sie es gut hatte sehr getröstet.

Das braucht Zeit, erlaube dir deine Trauer, obwohl du es nicht vergessen wirst, wird es besser, das Verspreche ich dir.

Achja: Mache Fotos und Videos mit ihr, du wirst sehr froh sein diese Erinnerungen zu haben.

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Ich habe meinen Hund am 11.07.2017 verloren, und das einzigste das ich bereue ist, das ich mit dem Hund nicht genug zeit verbracht habe.

Mein vorschlag: Spiel mit dem Hund so oft du kannst, bzw. gib ihm oder ihr die schönste zeit die sie kriegen kann!.

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ich kann dich gut verstehen. es ist wie mit einem geliebten menschen den wir loslassen müssen.

viel kraft

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