Wie soll ich darauf regieren, wenn sich herausstellt dass ich tatsächlich als Baby adoptiert wurde?

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8 Antworten

Hmm okay, Adoptiveltern stehen grundsätzlich vor dem Dilemma "Wann sagen wir es dem Kind - oder wächst es besser mit dem Wissen auf?"

Sieh mal so, sie sind deine Eltern. Sie haben dich gewickelt (nehme ich doch mal an). Sie haben dich gefüttert. Sie haben dich gebadet und gepflegt, dich ins Bett gebracht, dir Geschichten erzählt und vorgelesen. Sie haben dir beigebracht zu sprechen, sie haben dir beigebracht wie man mit Besteck isst. Sie haben dich getröstet wenn du Angst hattest oder traurig warst. Sie haben deine Wut abbekommen wenn dir mal was nicht passte.

Sie kauften dir die Kleidung und dein Essen, dein Spielzeug, deine Schulsachen. Sie finanzierten dir vielelicht sogar ein Hobby? Sie erklärten dir von klein auf die Welt.

Sie hoffen für deine Zukunft. Sie haben manchmal Angst um dich. Sie haben dich sicherlich so gern so wie du bist.

Emotional gesehen sind sie deine Eltern, sozial gesehen sind sie deine Eltern. Sie gaben dir bisher alles was auch ein leibliches Kind von seinen Eltern bekommt. Ob es biologisch auch so ist - das wird sich zeigen.

Aber selbst wenn sich herausstellen würde das ein oder beide Elternteile nicht deine biologischen Erzeuger sind - es ändert nichts an dem wie es bisher zwischen euch war. Auch danach noch werden sie in dir ihr Kind sehen, das Kind das sie groß zogen und umsorgten. Das Kind, für das sie sich die beste Zukunft wünschen.




Edit: Durch eine Adoption wird man zum "richtigen" Familienangehörigen der Familie. Das einzige was dann noch unterscheidet ist die DNA, aber rechtlich gesehen ist ein adoptiertes Kind gleichgestellt mit einem leiblichen Kind. Heißt also, wurdest du adoptiert BIST du ihr Kind, du BIST ein richtiger Teil der Familie. Nur das dein Erbgut dann eben anders ist als das der restlichen Familie (aber so tragisch ist das ja nicht).

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Kommentar von Saturnknight
13.07.2017, 01:38

Hmm okay, Adoptiveltern stehen grundsätzlich vor dem Dilemma "Wann sagen wir es dem Kind - oder wächst es besser mit dem Wissen auf?"

Nee, eigentlich nicht. Judendämter und Psychologen raten allesamt, offen mit dem Thema umzugehen, ohne Geheimnis. Dementsprechend soll man schon so früh wie möglich damit anfangen.

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Sei nicht deprimiert wegen irgendwelcher vagen Vermutungen.

Wenn es denn tatsächlich so wäre, lebst du mit 2 Menschen zusammen, die deine vollste Hochachtung verdient haben, weil sie dir bis jetzt emotionale und materielle Zuwendung entgegengebracht haben, OHNE dazu verpflichtet zu sein. Vater und Mutter sind die, die dir zu essen, zu trinken geben, dich trösten, deinen Schlaf beschützen.....

Warum solltest du deswegen deprimiert sein.

Viele Kinder wachsen in Heimen auf - ohne die Wärme eines Elternhauses.

Vielleicht wollen sie dir demnächst auch ein ganz anderes Geheimnis anvertrauen, z.B. dass ein Geschwisterkind erwartet wird, dass ein Umzug bevorsteht oder was auch immer...

Sie werden dir jedenfalls helfen, mit jeder Herausforderung fertig zu werden.

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Falls du adoptiert worden bist solltest du deinen (Adoptiv)Eltern sehr dankbar sein, sie haben dich offensichtlich liebevoll erzogen.

Du kannst proaktiv auf deine Eltern zugehen und beim Frühstück sagen:

 "Ich habe das Gefühl, dass ihr mir mitteilen möchtet, dass ich adoptiert wurde. Falls es so ist finde ich es Klasse, weil ihr MEGA liebe Eltern seid." 

Somit hast du Ihnen die schwierige Entscheidung abgenommen und falls du nicht adoptiert wurdest wäre so eine Aussage auch für die leiblichen Eltern ein riesen Kompliment.

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Das wird schwierig sein diesen Schock zu verarbeiten und du wirst wahrscheinlich erstmal auf deine Eltern sauer sein. Aber im Endeffekt bleiben sie deine Eltern und es wird sich nichts verändern. Sie haben dich groß gezogen, sie waren (hoffentlich) für dich da als es dir nicht gut ging...

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Kommentar von KoalaAustria
12.07.2017, 21:44

Ja, sie waren da und haben mir sogar das Leben gerettet als ich vor knapp einem Jahr einen beinahe Tödlichen Unfall (Stromschlag) hatte indem sie den Notarzt gerufen haben!

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Lisa du musst das so sehen, die Menschen zu den du die ganze Zeit Papa und Mama sagst, sie lieben dich wie ihr eig. Kind (Falls du adoptiert wurdest). Also wenn du wirklich nicht ihr Kind bist, sind das immernoch deine Eltern und werde für dich auch immer deine 'richtigen' Eltern sein. Also sei nicht deprimiert und sei glücklich.

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also zuerstmal: Jugendämter und Psychologen empfehlen, daß man ein Kind bereits früh über seine Herkunft aufklären soll.

Es zu verheimlichen wäre absolut falsch, da es früher oder später eh rauskommt. Wenn es dann vielleicht auch gerade noch in der Pubertät ist, wo die Gefühle eh Achterbahn fahren, durch die Hormone ... das würde nur alles noch schlimmer machen.

Und diese Einstellung ist jetzt nicht neu, die hat man vor 15 Jahren auch schon gehabt.

Die Frage ist aber auch, welche Indizien du überhaupt hast, außer denen, die du schon erwähnt hast.

Was die Babyphotos angeht - von mir gibt es auch nicht sehr viele Babyphotos, nur so 2 oder 3 (und bei mir ist es sicher, daß ich nicht adoptiert wurde, ich sehe meinem Vater sehr ähnlich).  Es ist einfach so, daß manche Leute eben gerne viele Photos machen, andere dagegen machen selten welche. Heutzutage hat fast jedes Smartphone eine Kamera, aber vor 15 Jahren war das noch was ganz anderes.

Und daß du deine Eltern belauscht hast, als es darum ging, ob man es dir sagen soll oder nicht ... nun, da könnte ja durchaus auch was anderes gemeint sein. Vielleicht hat jemand in der Familie eine Krankheit. Es besteht nur 50% Chancen auf Heilung, und darum wollen dir deine Eltern nichts sagen - vielleicht wird derjenige ja wieder ganz gesund? Oder sie wollen sich ein neues Auto kaufen und überlegen, ob sie dich miteinbeziehen sollen, oder nicht.

Wie gesagt, eine Adoption geheimzuhalten ist falsch. Im Fernsehen sieht man es manchmal, wenn eine Person erfährt, daß sie adoptiert wurde. Aber das ist (wie so oft im Fernsehen) sehr unrealistisch.

Ich würde in nem ruhigen Moment mal mit den Eltern (eventuell nur mit einem der beiden) reden. Aber langsam anfangen, nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.

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Niemand kann dir sagen, wie du reagieren sollst. Ich kann mir vorstellen, dass eine seltsame Bewusstmachung sein muss, aber im Endeffekt ändert es doch nicht viel, denn diese Menschen haben dich großgezogen und lieben dich. Und das völlig freiwillig. Daher sollte dich das keinesfalls von ihnen distanzieren :)

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Wenn du den Druck nicht aushalten kannst würde ich deine Eltern ansprechen und direkt zur Sache gehen.

LG Chiara

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