Wie soll ich damit umgehen, dass der Klinikaufenthalt gegenteilige Wirkung erzielt hat?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Du hast schon den ersten wichtigen und richtigen Schritt dazu getan - du erkennst selbst das du das nicht möchtest.

Vertief dich jetzt erstmal nicht so darauf, dass es aufhören soll. Lern es zu akzeptieren damit du darauf reagieren kannst wenn es wieder kommt. Sobald du bewusst merkst, du verfällst wieder in so eine Spirale, führ dir einfach vor Augen, dass es ja nicht das erste Mal ist und du weißt das es wieder vorbei geht - du bist vorbereitet. Mach dir bewusst, dass es erstmal weiter in Ordnung ist das es passiert - lebe es ruhig auch - nur eben mit der Gewissheit, dass es dann wieder ein Ende hat.

Wenn du das geschafft hast, kannst du anfangen früher darauf zu reagieren und es dadurch irgendwann evtl. ganz abschaffen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jules394
07.12.2015, 04:10

Danke, ich werde es versuchen.

0
Kommentar von Jules394
07.12.2015, 04:23

Ich bin in einer riesigen depressiven Phase. manchmal komme ich ein bisschen raus.

0

Das ganze ist ein Prozess der in der Klinik angestoßen wurde und der ist richtig und wichtig. Du sollst nicht wieder wie früher denken und alles runterspielen und verdrängen. Das ist ein Grund weswegen du überhaupt depressiv geworden bist, weil du Gefühle verdrängt und nicht zugelassen hast. Die Gefühle jetzt zuzulassen und zu erleben ist ein Heilungsprozess. Klar ist auf alle Fälle das dies nur der Anfang ist und du nun nach der Klinik eine ambulante Therapie machen musst. Es ist bis zu einem gewissen Punkt ok, das du in Selbstmitleid versinkst. Du solltest aber vielmehr diese Zeit betrauern. Sei froh das du nicht mehr wie früher denkst. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von inka188
08.12.2015, 10:25

Ergänzend sei gesagt, dass es oft vorkommt, dass es einem unter der Therapie erstmal schlechter geht. Unschöne, verdrängte Sachen werden an die Oberfläche geholt, es liegt in der Natur der Sache, dass das erstmal weh tut. Aber jetzt wieder zu verdrängen, wäre der falsche Weg. Im Gegenteil, versuche, einen ambulanten Therapeuten zu finden und mach da weiter, wo du in der Klinik aufgehört hast. Nur so hast du eine Chance, da wirklich raus zu kommen.

0

Das ging einer Freundin auch so. Die will nie wieder so eine Kur machen. Sie sagt aber mittlerweile, dass sie viele Dinge gelernt hat, um "Löcher" besser durchzustehen. War also im Endeffekt doch nützlich. Scheint sso zu sein, dass es erstmal schrecklich ist, weil alles hochgeholt wird. Besprich das mit deiner Therapeutin, die hilft dir, damit umzugehen. Alles Gute für dich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Beim Sprung von "vor Augen führen, was ich alles erlebt hab" zu Selbstmitleid komm ich nicht mit. Wo ist da der Zusammenhang? Viele Menschen haben Schlimmes erlebt und versinken nicht in Selbstmitleid.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Über Therapie/Klinikaufenthalt sollte dir eines klar sein:

- Sie nützt dir nur etwas, wenn du dir helfen lassen willst.

Wenn du dir bewusst ist,ein Problem zu haben, solltest du es angehen. Alles andere ist Schwachsinn und Ablenkung, und du wirst nie zu einem anständigem Ziel kommen. Du wirst immer diese Fragen haben, dich in einem immer kleineren Kreis drehen....  

Ein Psychologe selbst kann dich nicht reparieren. Allein du kannst das, du kennst dich selbst besser als jeder Arzt. Er sitzt nur neben dir und gibt dir Anweisungen/Tipps, aber die Veränderung kannst nur du beeinflussen (oder auch nicht). Es ist kein Kinderspiel, sich mit sich, als Menschen, auseinanderzusetzen. Spaß macht es auch nicht. Aber es ist notwendig.

Irgendwann wirst du dankbar über die Therapie sein. Es ist nicht so.. Schwupp, haha, du bist wieder gesund. Psychische Krankheiten sollte man nicht mit einer kleinen Erkältung vergleichen! 

Vielleicht hast du ja auch einfach den falschen Psychologen erwischt. Man sollte einen haben, auf dem man sich einlassen kann. Die Suche ist nicht immer einfach. Er muss einem Sympatisch sein und eine gewisse Empathie mitbringen. 

Ich hoffe, das bewegt dich zum Nachdenken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jules394
07.12.2015, 04:07

Danke, das ist zwar eine nette Antwort aber es hat nicht wirklich was mit meiner Frage zu tun. ich hatte ne super Therapeutin, der ich mich auch anvertrauen konnte.

1
Kommentar von Jules394
07.12.2015, 04:11

Das kam ja erst danach..

0
Kommentar von Nirakeni
07.12.2015, 08:52

Hallo msxxxnixght, habe deine Antwort gelesen. Muss dazu sagen, dass schon lange der Ruf laut wird, die Gesprächstherapie in seiner ursprünglichen Form als überholt einzustufen! Vielmehr gibt es neue Methoden die vielversprechend sind. Es wurden Behandlungsmethoden getestet die vielversprechend sind, z. B. "intergrative Psychotherapie".

1. die Stärken des Patienten nutzen.

2. Aktuelle Probleme real erleben lassen

3. Aktive Hilfe, z.B. Vermittlung und Einübung von

   Bewältigungastrategien.

4. Einsicht und Verstehen fördern.

Das wäre sicher hilfreicher für die Fragestellerin gewesen, und für viele andere auch, wie Erfahrungswerte zeigen. Vielleicht kannst du dich mit gar nicht mehr so neuen Methoden anfreunden?

L.G.

1

Du hast die ganze Zeit mit einer Schutzhülle gelebt und die Dinge verdrängt. Du bist jetzt Quasi mit der Nase draufgestoßen worden was du alles mitmachen mußtest. Für mich nicht die richtige Art. Fang an eins nach dem anderen abzuhaken dann wird es dir besser gehen. Ich finde die Klinik sollte mal über ihre Methoden nachdenken so leid mir das tut. Du mußt jetzt sehen, dass du da rauskommst. Es gibt auch ambulante Therapien. Vielleicht da mal hin wenn du merkst du schaffst das nicht. Viel Kraft und alles gute

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?