Wie soll ich besser mit all dem umgehen, was politisch in D passiert?

14 Antworten

  • Deine Ängste sind alles in allem nicht gerechtfertigt. Wahlen verändern weniger, als man denken könnte, denn die Menschen selbst verändern sich ja durch die Wahl nicht.
  • Ich wüsste auch nicht, warum eine fortgesetzte Große Koalition (die wahrscheinlichste Lösung) oder eine schwarz-gelbe Koalition soviel ändern sollte. Es ist doch viel eher wie immer zu befürchten, dass alles beim Altern bleibt und sich wenig ändert.
  • Ich erwarte auch keineswegs eine Verschlechterung der allgemeinen Stimmung, denn zur Zeit geht es uns doch sehr gut und die Mehrheit will keinesfalls noch mehr Umverteilung und noch höhere Steuern. 
  • Zusammenhalt und Großzügigkeit ist keine politische Sache, sondern inviduelles Tun. Du kannst dich doch jederzeit für andere engagieren und von deinem Geld spenden und abgeben. Mach die Welt doch um dich herum besser. Dazu braucht es keine Politik, sondern Engagement. Fordere nicht von anderen, sondern handel selbst. Es gibt genug zu tun!

Ok, es ist pragmatisch und aufmunternd wie du hier auf die Eigeninitiative verweist. Doch ich finde schon, dass die Politik zeitversetzt die Gesellschaft und damit den Einzelnen verändern kann. Als Beleg meiner Thesen oben möchte ich z.B. erwähnen dass ein Mensch der um seinen Arbeitsplatz fürchtet weniger entspannt und tendenziell unzufriedener und härter ist als jemand der keine Sorgen um seine Zukunft hat. Demnach verändert das ja dann die Stimmung insgesamt, wenn es vielen so geht.

"Die Mehrheit will nicht noch mehr? Umverteilung" - Wo wurde denn seit Ende der 90er mehr Umverteilung gewagt, daher verstehe ich das Wort "noch" in dem Satz nicht, es wurde im Gesamttrend auf weniger auf Umverteilung gesetzt, eingespart, Steuern gesenkt. Ob das gut ist oder nicht, es ist so passiert.

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@Jojoom1
  • Nun, ich denke wirklich, dass Eigeninitiative und Engagement der Schlüssel sind und nicht immer neue Forderungen an staatliche Eingriffe und politisches Handeln.
  • Du hast aber schon recht, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung natürlich auch die Grundstimmung in einem Land beeinflusst. Nur gerade die Wirtschaftslage ist aktuell ja nun besser denn je. Extrem geringe Arbeitslosenquote und sogar schon Fachkräftemangel, sehr strikte Gesetze zum Kündigungsschutz... alles in allem doch eine Lage, in der die breite Mehrheit der Bevölkerung eben nicht beunruhigt sein muss.
  • Was Umverteilung angeht, so ist Fakt, dass weit mehr als die Hälfte des Bundeshaushalts für Soziales ausgegeben wird, und das mit steigender Tendenz. Genau das ist de facto Umverteilung. Die Abzüge vom Bruttogehalt empfinden die meisten Bürger eher als zu hoch als zu tief. Ich habe zumindest noch von niemandem gehört, dass er gerne mehr Abzüge hätte.
  • Passend dazu sind die Themen in diesem Jahr ja auch eher Bildungspolitik, Energiewende, Sicherheit. Da gibt es deutlichen Nachholbedarf, sowohl real als auch im Gefühl der Bevölkerung.
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Danke für deine Meinung dazu.

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Lieber Jojoom1,

die CDU/CSU als auch die FDP haben mit der AfD überhaupt keine Gemeinsamkeiten. Mit Sicherheit werden die keine gemeinsame Politik mit dieser rüchwärtsgewandten Partei machen!

Das wäre genauso, als wenn man sagen würde, dass SPD, Grüne und Linke Deutschland einen Kurs in Richtung Russland einschlagen und wir demnächst von Putin gesteuert werden.

Wenn, dann solltest du dir mal darüber Gedanken machen, dass, laut Umfrageinstitute (gerade heute auf phoenix), CDU/CSU-Anhänger zu 68 % für eine Koalition mit den Grünen und 48 % der Grünen-Anhänger für eine Koalition mit der CDU/CSU sind. Inzwischen empfinden auch viele Grünen-Anhänger nicht mehr so viel Berührungsängste mit der FDP haben.

Dir ist bekannt, dass es in

  • Hessen eine schwarz-grüne Regierung
  • Baden-Württemberg eine grün-schwarze Regierung
  • Schleswig-Holstein seit Sommer eine schwarz-gelb-grüne Regierung

gibt?

Du hast auch mitbekommen, dass die ganzen rot-grünen Regierungen gescheitert sind? Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, NRW und am 15.10.2017 voraussichtlich auch Niedersachsen!

Von daher solltest du dich lieber schon mal mit einer Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen anfreunden!

Links/rechts-Denke ist vorbei - umdenken ist angesagt.

Auch in Rheinland-Pfalz funktioniert die Koalition aus SPD/Grüne/FDP. Du siehst also, Grüne und FDP nähern sich auch immer mehr an, wenn sie das auch NUR WOLLEN!

Von daher, kannst du ganz entspannt bleiben. Das politische Miteinander unter den demokratischen Parteien ist wesentlich entspannter geworden!

Die ganzen Krisen, die du richtig beschreibst, sind doch schon längst da, die sind doch Folge der Politik, welche die Groko samt Grünen seit Jahren betreibt. Diese Krisen die sind doch nicht Folge der kommenden BT-Wahl. Anders herum: Die Wahl zeigt nur auf, dass vieles schlecht läuft. Mit der AfD im BT können diese Krisen endlich offen und ehrlich auf Augenhöhe diskutiert werden. Bisher streut uns Merkel und Co, Sand in die Augen und lullt uns ein: Weiter so.

Du siehst also eine Chance, wenn die AfD in den Bundestag geht - und zwar eine Chance für mehr Diskussionskultur? 

Wenn ja, 

Meinst du das wird beide Seiten , also links und rechts der Mitte deutlicher voneinander abgrenzen und auch zwischen CDU und SPD klarere Grenzen hervorbringen?

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Es würde mich sehr freuen , wenn das so sein wird. Ich befürchte leider, dass die AfD auch die Diskussionskultur in der politischen Landschaft verdummen und verrohen wird und dadurch die Debatten ebenso an Sachlichkeit und Seriösität verlieren werden. Das ist in anderen Ländern durch rechte Kräfte leider auch so gewesen, z.B.  durch Trump oder Wilders, außerdem muss ich bei AfD automatisch an Sarah Palin und ihre Art denken. 

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@Jojoom1

Geh auf Youtube und höre dir z. B. eine Landtagsrede von Prof. Meuthen/Bawü an: sachlich fundiert, mit Zahlen, Fakten untermauert, rhetorisch glänzend, entscheiden und wenn nötig scharf, aber nie promitiv.

Vergleiche Prof. Meuthen mit Palin, aber auch mit den Durchschnittsrednern der Etablierten. 

Mein Hauptpunkt ist aber inhaltlich: Die AfD konfrontiert die Regierung mit den Problemen, welche real im Lande da sind: steigende Kriminalität, steigende Lasten für den Sozialstaat, Anwachsen islamischer Parallelgesellschaften etc.
Eine klare Mehrheit im Volk lehnt Merkels "Wir schaffen das" ab. Dieser Mehrheit gibt die AfD endlich eine Stimme. 

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Danke für deinen Beitrag, dass Merkel Leute einlullt finde ich auch. Doch mir reicht bereits das, was ich bisher von der AfD ein Beiträgen sah oder las.

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