Wie soll ich Abschied von meinem Papa nehmen?

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10 Antworten

Das mit den Schuldgefühlen kenne ich. Meine Mutter ist vor einem halben Jahr gestorben. Es kam verdammt plötzlich. Wir saßen alle gemütlich zusammen und dann ist Sie umgekippt.

Naja, wir sind dann ins Krankenhaus gefahren um die Diagnose vom Arzt zu hören: Sie hatte ein Aneyrisma und die Wahrscheinlichkeit, das Sie überlebt war sehr gering. Am Abend wurde Sie dann in eine Nachbarstadt verlegt.

Den nächsten Tag sind wir dann früh aufgestanden um ins Krankenhaus zu fahren. Mein Stiefvater und Freunde meiner Mum waren da, um sich von Ihr zu verabschieden. Alle waren bei Ihr, nur ich nicht. Ich hatte Angst Sie so zu sehen, ich wollte Sie anders in Errinerung halten als mit Schläuchen. Ich hab seitdem Schuldgefühle, dass ich alles falsch gemacht hatte.

Mein Leben ist seid Ihrem Tod eine Achterbahn, mal gehts mir gut aber häufig schlecht. Ich hab mich auch noch nie von Ihr verabschiedet, und das will ich auch nicht, weil es heißt, dass ich Sie gehen lassen muss.

Das will und kann ich nicht. Ich find es sehr mutig von Dir, dass Du jetzt den Mut fasst um Dich zu verabschieden. Kauf ein paar Blumen und fahr zu Seinem Grab hin. Dort kannst Du dann auch weinen und Deinen Gefühlen freien Lauf lassen.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

NoWordsToSay

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Kommentar von MissVanille
18.03.2012, 11:48

DANKE erstmal!

Davor hab ich auch am meisten Angst.. Aber ich denke, das schulde ich ihm ... Er muss gehen & wenn ich ihn nicht lasse, dann kann er das vielleicht nicht ... & das ist es ja nicht was ich will ... Ich will ja, dass es ihm gut geht ... Auch wenn es mir wehtut..

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"Rede mit Deiner Mutter" hätte ich sowieso nicht geraten. Das ist Dein ganz persönlicher Umgang mit Deiner Trauer, bei dem Dir andere helfen können, aber nicht müssen.

Ich weiß ja nicht, wie überlaufen bei euch die Friedhöfe sind, aber wenn ich ans Grab meiner Großeltern gehe, treffe ich nur ganz selten andere Leute... soll heißen, selbst wenn Dir das Heulen in der Öffentlichkeit peinlich (obwohl an diesem Ort durchaus angebracht) ist, brauchst Du Dich am Grab nun wirklich nicht dafür zu schämen. Ich würde Dir dazu als ersten Schritt raten. Als weitere finde ich symbolische Handlungen nicht schlecht, wie etwa eine Kerze anzünden - in der Kirche oder zuhause - oder einen Brief schreiben. Ob Du den dann begräbst, verbrennst oder ganz unten in einem Schrankfach versteckst, ist Dir überlassen.

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  • Die Fahigkeit weinen zu können ist etwas sehr kostbares im Leben eines Menschen . WEnn wir weinen dann geben wir unseren GEfühlen ausdruck im wahrsten Sinne des Wortes .Wenn wir weinen wird auch Spannung im Menschen abgbaut.

  • Die Fähigkeit zum Weinen können wir auch durch einen Schock verlieren denn wir nicht verabeitet haben ,oder bei traumatisierungen die wir erlebt haben .Es ist eine Spannung ,eine energetische ladung die in unserm Körper steckt und dort rumorrt und raus sollte . Solche Dinge sind nicht in unserer Gschichte Gespeichert sondern in unserem Körper .

  • Ich denke jedes Kind hat Schuldgefühle wenn es einen Elternzeil früh verliert,ich kann es nicht in Einzelheiten erklären wieso ,aber es ist eine Beobachtung die ich in meinem Leben gemacht habe . Es kommt wohl daher das ein Kind denkt es wäre verlassen worden vom den Elternteil der starb. Aber Fakt ist dein Vater hat dich nicht verlassen ,er musste sterben ob er wollte oder nicht . Alles andere ist eine Lüge !

  • Ich empfehle dir all die Gefühle die du zum Tode deines Vaters nicht zulassen konntest einmal in aller Ruher zu beobachten und zu zu lassen :

  • Suche dir einen stillen Platz am besten legst du dich aufs Bett ....und denke einfach an die Zeit als dein Papa starb ,dann beobachte alle Gefühle die kommen ...lass sie zu ,wenn dein Körper weinen will ,dann lass ihn weinen so langer er will..... Atme tief und ruhig dabei ,vileicht fängst du auch an zu schlottern oder zu zittern das macht nichts ...lass es einfach zu und vergiss nicht regelmässig zu atmen ..... Durch weinen kann der Körper viele Spannungen im Körper abbauen ,ein seher heilsames Procedere des Körpers.

(Das kann man auch mit allen Schocks und schlimmen Mommenten die man im leben hatte ,durcharbeiten .)

Und nun die Gute Nachricht : Wir könnne auch uns noch von unseren Lieben verabschieden ,nachdem sie gestorben sind :

  • Stell dir deinen Vater vor ,sage ihm alles was du ihm noch gerne gesagt hättest ,du kannst ihm verzeihen ,ihn um verzeihung bitten ,du kannst ihm alles sagen was dich bewegt .Dann verabschiede dich von ihm und Umarme ihn im Geiste dann übergib ihn in die Arme Jesu.

  • Dannach könntest du als Geste einige Blumen an sein Grab bringen ,eine Rosenstock Pflanzen oder eine Kerze anzuünden (Es gibt spezielle lichter die du aufs Grab stellen kannst )

  • Und schäme dich nie für deine Trauer oder für dein Weinen ,denn all das macht unser Mensch sein aus ..es ist keine Schwäche zu weinen ,es ist ein Zeichen von Gesund sein. Wer es verlernt hat ,warum auch immer ,kann es wieder er lernen brobiere es einfach aus ..

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Vielleicht hilft dir das; geh an sein Grab und rede mit deinem Papa und rede dir deine ganze "Schuld" von der Seele. Wenn du dabei weinen musst, ist das ganz normal und auch gut. Denn damit zeigst du dir selbst, dass es nicht nur gespielt, sondern ehrlich gemeint ist.

 Ich möchte dir fast garantieren, dass du dich anschließend wieder wohler fühlst.

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Wenn du keine Gefühle zulassen und zeigen möchtest wird das nie was. Abschied nehmen ist pures Gefühl. Wenn du noch nicht mal Trauer offen zeigen kannst/willst solltest du mal dein komplettes Verhalten und die Beziehungen zu anderen Menschen checken. Dann stimmt da generell etwas nicht mit dir. Mit irgendjemandem musst du mal darüber sprechen und wenn es dein Hausarzt ist, lass das mal raus sonst kriegst du noch Geschwüre. Dein Leben wird leichter wenn du Gefühle zeigst...es passiert dir nichts, außer das deine Mitmenschen dich mehr als normalen Menschen wahrnehmen.

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Kommentar von MissVanille
26.03.2012, 14:59

Ich verstehe zwar, was du meinst, aber das hättest du ein bisschen netter ausdrücken können, als "dann stimmt da generell nicht was mit dir"...oder?

Naja danke trotzdem..

Ich rede übrigens immer mit meiner besten Freundin darüber..

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Hast du schon mal von "Trauercafés" gehört? Das sind meist offene Gesprächsangebote z.B. von Kirchengemeinden oder Hospizvereinen, die sich an Trauernde richten. Normalerweise kann man dort auch hingehen, wenn ein Verlust schon eine Weile zurückliegt. Die Mitarbeiter kennen dich nicht, oft kannst du auch anonym bleiben. Vielleicht ist das eine Möglichkeit für dich, einerseits mit jemandem sprechen zu können und einen Ausweg zu finden, und andererseits dein Gesicht vor Freunden und Verwandten zu wahren.

Manche Menschen schreiben auch Briefe an den verstorbenen Menschen und begraben den Brief etwa einen halben Meter tief am Grab oder verbrennen ihn, damit er zu dem bewussten Menschen aufsteigen kann.

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besuche regelmäßig das grab, und pflege es. ausserdem könntest du dich deinen freunden (da deine mutter es ja nicht wissen soll) anvertrauen, die sollten dir immer beistehen... und da kannst du auch eig ruhig weinen ;)

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Ein Erinnerungstagebuch ist da sinnvoll.

Wusstest Du übrigens, dass es bedeutend mehr Mut und Kraft kostet Schwäche zuzugeben als Stärke vorzuschauspielern?

In Liebe loslassen.

Du bist in dem Alter wo Du einen Lernpaten suchen kannst oder einen Patenopa. Mit einer solchen Person kannst Du dann solche Dinge auch besprechen.

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Lass deinen Gefühlen freien lauf! Du brauchst dich nicht zu schamen wenn du weinst, denn das ist ein.grund um traurig zu sein! Das tut mir sehr sehr leid für dich! Geh zum grab und weine, das ist total ok:) und dein vater wird dir nicht böse srin wegen der Beerdigung und des krankenhauses..:) es war eine schwere zit für dich !:)

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kauf ein paar blumen , frag jemand den du sehr gut kennst ob er dich mit begleitet auf den friedhof . Lass die tränen ruhig rollen . niemand wird dich da auslachen .

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