Wie soll es mit meinem Leben weitergehen?

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10 Antworten

Das du deinen THC-Konsum eingestellt hast, ist schon mal gut. Hin und wieder mal (ich würde sagen max. 1x/Woche) kann auch mal gut tun, aber bei mehr kann man schnell mal versumpfen.

Du hast dzt. keine Motivation, etwas für die Schule zu tun. Das ist verständlich und auch ok. Wir leben in einer technokratischen Gesellschaft, Raum für Menschliches ist da oft nicht oder zuwenig gegeben, den muß man sich einfach selbst zugestehen. Du wolltest deinem Vater eine Freude machen mit deinen schulischen Erfolgen. Aber jetzt ist er nicht mehr in diesem Leben, deshalb hat es für ihn auch keine Bedeutung mehr. Die Frage ist also nur noch (und das sollte sie so oder so nur sein, ob mit oder ohne Vater) was  eigentlich du willst - heute ist der erste Tag vom Rest von deinem Leben.

Setz dich nicht selbst unter Druck. Geh die Sache in deinem Tempo an. Mag sein, das dzt. andere links und rechts an dir vorbeiziehen, aber wenn du bei dir bleibst, wenn du die Dinge im Einklang mit dir selbst (so wie du eben gerade bist, mit all den Gefühlen, die nun mal da sind) angehst, dann wirst du langfristig auch deinen Weg gehen, auch wenn er vlt. nicht der DIN-Norm enstpricht...

Das Hauptgift, an dem du leidest, hast du selbst sehr anschaulich  beschrieben: 

sitze stundelang nur rum und denke nach

Denke so wenig wie möglich nach. Denke nicht an deinen Vater, das nützt weder ihm noch dir etwas. Denke nicht über deine Sorgen und Probleme nach, (es sei denn, es ist tatsächlich ein Problem, dass du jetzt sofort durch Nachdenken konstruktiv lösen kannst), nicht über deine Mutter, nicht darüber was aus dir werden soll oder könnte (denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt... egal ob jemand gestorben ist oder alles recht glatt dahinläuft). Jedesmal wenn du merkst, dass du wieder in unheilvolle Gedanken abgedriftet bist, höre auf damit und komme wieder zurück hierher, in diesen Moment. Erlaube dir zu fühlen, was gerade ansteht, aber denke nicht darüber nach und bewerte nichts, nicht deine Gefühle, nicht deine oder sonst jemandes Situation. Lass es einfach so sein wie es ist, ohne gedankliche Aktivität. Komme mit deinem Fokus immer und immer wieder zurück zum Hier und Jetzt.

Vielleicht kannst du dich mit meinem Rat nicht anfreunden. Aber du könntest zumindest mal vesuchen, das eine Woche lang zur Probe so konsequent wie möglich durchzuziehen und dann zu schauen, ob es dir etwas bringt.

Du schreibst, du befindest dich in einer ausweglosen Situation. Lass es einfach mal so sein wie es ist. Wenn du dagegen ankämpfst, wird es härter für dich. Lass es einfach sein. Akzeptiere es wie es ist, ohne nach einem Ausweg zu suchen! Akzeptiere, wie du jetzt bist!

Irgendwie wird dein Leben weiter gehen. Mach dir darüber keine Sorgen. Wenn du bei dir bleibst, wenn du dem folgst was dir gut tut oder was du gerne möchtest, ohne Druck, Kampf o.ä. aufzubauen, dann wird dein Leben auch gut für dich verlaufen.

Vielleicht tut es dir gut, immer wieder mal in die Natur oder in die Nähe eines Gewässers zu gehen und die Atmosphäre dort in Stille auf dich wirken zu lassen. Oder vielleicht weißt du sonst etwas, das dir gut tut (Sport, Sauna, Massage, whatever (aber damit meine ich nicht diverse Ablenkungen wie z.B. TV, Zocken, übermäßiger Drogenkonsum,...)

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Dein Vater würde sich darüber freuen, wenn du alles erreichst, was du dir vorgenommen hast. Die Chance am beruflichen Gymnasium solltest du unbedingt nutzen. Im Sinne deines Vaters, wo immer er jetzt ist und auch in deinem eigenen.

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Ich war in einer ähnlichen Situation . Bei meinem Vater kam der Tote jedoch plötzlich. Er ist in den Vorruhestand gegangen , ich war aus dem Haus . Er ist zurück in seine Heimat gezogen und 3 Monate später, einen Tag nachdem wir noch gesprochen hatten rief mich mein Onkel an und sagte "etwas schlimmes ist passiert , dein Vati ist gerade gestorben". Er war einen Monat vorher 58 geworden und ich konnte aus beruflichen Gründen nicht bei ihm sein.

Für mich brach eine Welt zusammen denn viel Familie habe ich nicht mehr, zum Glück habe ich meine Frau.
Mein Onkel jedoch , der seinen Vater, seine Mutter und nun auch seinen Bruder als erstes tot auffand sagte mir jedoch die entscheidenden Worte. Ein einfacher Satz: "egal was du jetzt machst Ob du trinkst , dir weh tust oder sonst was , es bringt ihn dir nicht zurück". Diese einfachen Worte haben mir bis heute geholfen. Denn es ist so , egal was du machst , er kommt nicht wieder zurück. Also warum sonnst du jetzt abstürzen?.

Ich habe mich zusammengerissen und weiter gemacht um ihn weiterhin stolz zu machen.

Bis heute bin ich Gott (wenn es ihn wirklich gibt) über alles dankbar , das unsere letzten Worte liebevoll und freundschaftlich waren.
Und ich danke meinem starken Onkel das er mich so toll unterstützt und mir in dem Sinne das Leben gerettet hat.

Dir wünsche ich mein allerherzlichstes Beileid und viel Kraft. Und auch dir kann ich nur diese Worte mit auf den Weg geben: egal was du machst , es bringt ihn nicht zurück. Reiß dich zusammen und mache ihn stolz.

Maddin

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Ich bewundere dich für deine Stärke! Die Tatsache, dass du trotz all dem ein Ziel vor Augen hast, ist sehr gut. Leider ist es schwer jemandem etwas über so ein Forum zu vermitteln. Denk an dein Vater und seine Bitte an dich. Denk an deine Mutter die traurig ist, und der di Halt bieten kannst indem du dein Leben anpackst. Auch ich kenne Freunde, die das erlebt haben. Ich weiß wie schwer und mies es einem geht. Verliere bloß nicht Hoffnung und tu was für dich und deine Familie indem du standhaft im Leben bleibst!! 

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Weiß du, Abi kannst du immer machen. Vielleicht ein Tipp von mir, ich kenne das... Spieglein spieglein.

Ich habe mich dann zsm gerauft und habe mich beim DRK beworben für ein FSJ. Dieses Mache ich jetzt seit fast einem Jahr im Krankenhaus. Ein Tag vor beginn, rauchte ich den letzten Joind. Seit dem nie wieder und die Arbeit im Krankenhaus hat mir sehr geholfen, den ich kann anderen Helfen. Ich stehe wieder voll im Leben und fange nächstes Jahr meine Ausbildung an. Abi mache ich später, der druck ist iwann einfach zuviel, durch atmen muss auch mal sein.

Lg

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Schwierig...

Die Schule ist schon wichtig, wenn du aber zur Zeit keine Möglichkeit siehst, sprech mit deinen Lehrern ob du aussetzen darfst. Meines Wissens gibt es diese Möglichkeit. Dann musst du aber überlegen wie es weitergehen soll/kann.

Entweder eine Trauerbewältigung starten, was du auch parallel zur schule versuchen kannst. Ein freiwilliges soziales Jahr. Damit du auf andere Gedanken kommst. 

Oder du kämpfst dich durch.

Jeder trauert anders, deine Brüder und Mutter, jeder auf seine Art. Such dir eine Person die du vertraust und die Kompetent helfen kann. Lehrer, Hausarzt und besprech dein Problem bevor du eine Kurzschlusshandlung machst 

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Hallo,

Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

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dein schicksal wird es schon richten

nur mut!

nach jedem tief kommt wieder ein hoch!

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Es gibt kein Mittel das Wunden heilt.

Ich habe vor 4 Jahren auch meine Mutter verloren und befand mich in einem ähnlichen Tief.

Niemand, wirklich niemand kann Dir dabei Helfen, das muss Du selbst rausfinden was Dir gut tut.

Mein Beileid!

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Hol dir ein Hund oder Kaninchens da hast du immer Arbeit und kommst nicht auf dumme Gedanken wirklich Haustiere helfen aber jetzt keine Katzen oder so die auf keine Menschen angewiesen sind.

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