Wie soll ein Mensch Leben wenn er innerlich schon Tod ist?

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4 Antworten

Du bist nicht tot, du stirbst. Und das was stirbt, was zum sterben bestimmt ist wird von dir festgehalten, ein Bild was in der Wirklichkeit kein Bestand hat. Und wie jedes Kartenhaus im Sturm, wird auch dieses nur mit Mühe und Not aufrecht erhalten. 

Das Etwas in dir was sich deiner Formuliert, was sich deiner bedient um Jemand zu sein hat somit ein Spiel  geschrieben um zu überleben. Es geht darum in der Welt zu verweilen, wo doch die Welt jedes Etwas in den Strudel der Veränderung zieht. 

Hast du schon erkannt, was dieses Etwas ist? Oder ist eine Formulierung zum Etwas was es ist nur ein weiterer Schritt, sich seiner Geschichte zu bedienen, um sie weiter zu führen. Ist sich mit dem Problem beschäftigen die Lösung, oder ist die Lösung der Beschäftigung mit dem Problem der richtige Schritt? Rückwärts oder vorwärts, klettern oder fallen, atmen oder ersticken, Reiten oder niedergetrampelt werden?

Willst du dich untergehen oder aufgehen sehen? Beide Seiten sind so oder das Selbe, weil beides dich werdend belebt. Und so ist es auch mit dem Leid, weil jedes Werden was nicht genutzt wird, einem Sterben gleich kommt. 

Nun bist du aber nicht dein Verstand, noch bist du dein Gefühl. Sie können dir ein Bild verleihen, eine Beschreibung verpassen, doch bist du es der diese Beschreibung bestätigt. Es geht noch weiter, denn jedes Bemühen von einer Beschreibung weg zu kommen, ist der sich selbst bestätigende Grund, das es etwas gibt vor was du flüchten kannst. Du hast dir ein Bild gemalt, durch eine Erkennung zu der du Reagieren kannst. Aber ist die Erkennung, der Grund, der Pate stehende Gedanke dein Realitätsempfinden. 

Vergiss also irgendwas machen zu müssen. Du musst nichts machen, weil es nichts zu tun gibt. Du musst kein Spiel speilen, du musst nicht im Kreis nach deinen Schwanz jagen. Du musst noch nicht einmal dein Spiegelbild als Konkurrenz sehen, weil letztendlich alles von dir zeugt und somit dein Spiegelbild ist. Du musst auch weder überleben, denn was müsstest du schon überleben, was nicht von dir selbst als Gefahr erschaffen worden ist. 

Somit ist deine Krankheit Unbewusstheit. Du bewegst dich, du tanzt zu dir selbst, dein Geist dein Körper, aber du verweigerst dich der Einsicht das du es bist. Nicht dein Körper, nicht dein Verstand, sondern alles was mit dir in Verbindung steht ist dein. 

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Marinka9506 11.10.2017, 15:58

Ich habe Jahre lang es mit meiner narzisstisch gestörten Mutter und Vater zutun gehabt, man hat mich wortwörtlich lebendig vergraben aber was hätte ich schon tun sollen. schon damals habe ich mich nach einer Lösung gejagt und das kreisen um das Problem, gemeinsamen Konflikts war alles auf mir aufgeladen worden und man hat mich damit allein stehen lassen. Ich war all das Leben nichts weiter als nur ein Spielball denn man immer einfach so hin und her schieben kann, man hat wirklich alles mögliche mit mir machen können, und ausgenutzt hat man das nicht nur einmalig nur aber auch das wehren und verteidigen hat's nur um so schlimmer gemacht. Und heut schweb ich ja so regelrecht über mir auf, man erwartet von einem funktionieren zu können und dass das Leben doch so schön sei, dass ich alles vergessen soll was gewesen war, aber wie soll ich es denn bitte schön vergessen was ich nicht einmal mehr weiß? ist doch absurd und schwachsinnig, so war es immer und so bin ich nun an mir selber und weiß nicht mehr wohin mit. Mir brummt der Kopf es ist so leer darin und doch so schwer. keine Ahnung was ich noch tun soll oder kann..

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Marinka9506 11.10.2017, 16:03

Es zerrt mich auf und alles an mir tut einfach nur wehe, das ist schon korrekt was du da schreibst es ist das Bild von mir was ich geglaubt hatte zu haben doch ich kenne die Wahrheit nicht. Ich wirre in diesem gestörtem geisteiszustand und will nichts anderes als sehnlichst nur weg von hier

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Marinka9506 11.10.2017, 16:05

hab solch eine Angst..um mich selber von mir selbst und meinem Zustand es ist einfach schon lange nicht mehr normal

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MindFlower 11.10.2017, 17:11
@Marinka9506

Viele Menschen machen sich gerne ihre höchsten Verbündeten zum Feind, weil sie in ihnen etwas erkennen, was nicht so ist wie man es gerne hättet, wenn man so ist, wie man sich annimmt.

Gedanken werden zum Feind gemacht, und man denkt um sie herum. Bis auch diese zum Feind gemacht werden und man wieder um sie herum denkt. Aber denkt man diese Feinde, es ist eine Projektion eines Wesens, was in der Welt erkennt. Und sie werden zum Grundpfeiler einer langen Geschichte, die man zum Leben erzählt. Bis sie selbst ein Begleiter des Lebens werden. 

Das beruht auf alles und alles und alles mögliche. Es gibt nichts was vom Leben zeugt, du zeugst das Leben selbst. Du erzählst dich als etwas. Denn alles passiert durch dich und in dir. Selbst ich bin nur einer deiner Stimmen und jenes Gebilde bewegen sich durch dich, denn jede  Formulierung eines deiner Teilchen zu dir, ist dein. 

Es gibt nichts externes was dich beeinflusst, du fließt als das Außenstehende zu etwas, was du als Innenstehend definiert hast. 

Eine Dualität, die von einer Einheit zeugt. 

Manche würden dich als Gott bezeichnen, nur trifft es nicht ganz den Zeitgeist. Denn es gibt nichts anderes als dich, der etwas sieht.

So it wird Wahrheit zur Bewahrheitung. Erkenntnis zum Erkennen. Und Leben zum beleben. 

Selbstverständlich kann man es nicht verstehen, weil jedes Verstehen nur eine weiter Aussage von vielen wären, die als Verständnis gesprochen werden könnten.

In dem Sinne leidest du, weil du leiden willst. Oder leidest du, weil du nicht leiden willst? Nun ja, beides führt zum selben.

Oder anders geschrieben, was wäre der Versuch nicht leiden zu wollen, ohne etwas was wie Leiden aussieht. Ohne das Bewusstsein eines Leides. Und so wird etwas aussehen müssen, um als etwas Auszusehendes bestand zu haben. Obgleich man sich selbst nur das Verständnis gibt, um sich an seiner Erzählung zu halten, etwas aussehendes zu sehen. 

Und wie alles, was man nicht will, werden die Notwendigkeiten größer, um es nicht zu erreichen. Weil etwas erreicht werden will. 

Obgleich man damit das nicht wollen erreicht, tiefer hineinzutauchen in die Notwendigkeiten, um etwas größeres zu erschaffen als die Kraft, die Herz und Verstand verschlingen will. 

Eine Kraft, die Angst genannt wird. Obgleich sie nur vom Ende eines Wandels zeugt, der sich als dieser erkannt  hat. 

Und wie alles, was nicht Platz machen möchte für neues, wird es gegen seinem Anspruch auf Beständigkeit gehen. 

Und da kommt dein Selbstmord ins Spiel. Nicht Körpermord, nicht das beenden des Fleisches, weil dein Fleisch nicht am sterben ist.  

Dein Verstand ist es, der sich nicht mehr halten kann. Dein Verstand wird zerbrochen, dein Herz zerbricht dich, und jeder Geist für wen du dich hältst, möchte nicht gehen. Und wie jeder Verstand eines Menschen, der hochkomplexe Wege analysiert und außerordentlich gut sich selbst darstellen kann, wird es nicht zu unterscheiden sein mit deinem Leben. 

Ich will ehrlich sein, du wirst dich zu Dosenfutter verarbeiten müssen, um von dir zerfressen zu werden. Was du aber machen kannst ist mit dem verbleibenden Verständnis was du hast, das "eat me" so schön zu gestalten, wie es geht.

Und dann auf zum Abschlussball zu der Armada an Stimmen in deinen Kopf, die nach dein Leben trachten.

Wenn du also Leidest in deiner Welt, lass es dich verschlingen. Ohne Kompromisse und nur einer Gewissheit. Du, dein Verstand will verschwinden. 

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Der Mensch soll weiterleben, weil diese Phasen des extremen psychischen Leids in der Regel wieder vergehen. Das kann leider Wochen oder Monate dauern, aber dann wird es wieder besser. 

Psychopharmaka können helfen.

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Das Problem ist dass es schon immer so war seit ich denken kann, nur werden diese immer schlimmer hab auch starke körperliche Schmerzen und nicht nur auf der psychischen Ebenen nur versteht es gar keiner deshalb konnte ich auch nie so richtig über meinem erlebten sprechen weil es ist irgendwie alles im unbewussten und weiß danach nicht zu greifen. so ein schreckliches empfinden so als man garnicht da wäre...

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So wenig, wie Dich jemand zum Leben zwingen kann, kann Dich auch niemand zum Reden über Deine Probleme zwingen.

Aber DAS wäre ja mal ein Anfang, oder?

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