Wie soll die Erde es verkraften, wenn kein Tier mehr getötet würde? So, wie es Veganer fordern?

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13 Antworten

Wir Menschen züchten Nutztiere um sie dann zu essen. Diese Nutztiere brauchen pflanzliche Nahrung, welche wir Menschen für sie anbauen.

Die Pflanzen haben auf der Erde das Monopol auf die chemische Speicherung der Sonnenenergie (Photosynthese). Wenn wir Pflanzen essen, kommen wir an einen Teil dieser Energie und können davon leben.

Durch den Umweg über das Fleisch (Pflanze speichert Sonnenenergie, Tier frisst Pflanze und nützt einen Teil der gespeicherten [Sonnen-]Energie für den eigenen Stoffwechsel, und speichert in seinem Fleisch einen Teil der Energie, der Mensch [oder anderes Tier] frisst dieses Tier und nützt die im Fleisch gespeicherte [Sonnen-]Energie) geht im Vergleich zum direkten Pflanzenverzehr das siebenfache der Energie sozusagen verloren.

Natürlich ist diese Energie nicht wirklich verloren, denn sie wird von den Nutztieren zu deren leidvollem 'Leben' ge-, bzw. verbraucht...

Würden die Menschen auf den Fleischverzehr verzichten, bräuchten sie keine Nutztiere mehr züchten. Würden das alle schlagartig machen, hätten wir viele Nutztiere am Hals, die man dann einfach weiter pflegen und schließlich ihres natürlichen Todes sterben lassen würde. Die Kadaver wären kein Problem, die zersetzen sich ja bekanntermaßen und werden zu Erde. Eventuell könnte man auch einen Teil davon vorübergehend zur Gewinnung von Biogas verwenden.

Weiter Nutztiere gäbe danach nicht mehr. Die Wildtiere würden dann mit der Tierart "Mensch" weiterhin auf der Erde koexistieren.

Alles ziemlich unproblematisch.  :)

Ach ja, einige meinten hier ja zum Besten geben zu müssen, dass vegane Ernährung ungesund sei...! Dem ist definitiv nicht so, und man muss dafür nicht mal besonders viele Kenntnisse haben. Du stellst Dir in Deiner Frage ja eine Welt von sich vegan ernährender Menschheit vor. Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass die richtige, also gesunde Methode sich vegan zu ernähren dann zum 0815 Allgemeinwissen gehören würde?

Wer Fleisch essen will, soll das mit sich und seinem Gewissen vereinbaren und eben Fleisch essen. Aber bitte nicht mit Scheinargumenten auf Veganer oder Vegetarier schimpfen, nur um sich die vermeintliche Notwendigkeit des eigenen Fleischkonsums beweisen zu wollen! Es geht ohne, und es geht sehr gut ohne!

Im Gegenzug sind die veganen Gutmenschen, die meinen, sie wären was Besseres natürlich ebenso zum kotzen...!   :(

Lebenslauf 12.08.2017, 09:42

Du hast meine Frage so seriös beantwortet, wie ich sie auch gestellt habe. Danke.

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Betterhose 12.08.2017, 12:21

Mit einer Intensivierung des Ackerbau muss auch immer eine Intensivierung der Nutztierhaltung einher gehen. Wenn sich die Menschheit schlagartig vegan ernähren würde, dann ging der Energiefluss in eine Richtung. Und nur so nebenbei: heutige Masthähnchen haben eine Futterverwertung von 1,5kg Futter zu 1kg Fleisch. Da kann man wohl kaum von einer Verschwendung sprechen. 

Die größere Verschwendung von kostbaren Ressourcen ist der Anbau von Kulturen die nicht an die ackerbaulichen Bedingungen angepasst sind aber für eine nachhaltige vegane Lebensweise "unabdingbar" sind. Ich denke da an den Anbau von Früchten im ariden Klima. 

Ganz zu schweigen von den Emissionen durch die Flugfracht für die ganzen Importfrüchte, die zwar in deren Heimat angebaut werden aber aufwändig eingeführt werden müssen. 

Wie du merkst sind hier sowohl "entweder" als auch "oder" keine Option zur Nachhaltigkeit. 

Und bevor du mir mit südamerikanischem Regenwald-Soja kommts, für das der Regenwald gebrandrodet wurde: NEIN. Wurde er nicht. Weil die Puten die sich selber kommerziell mäste mit deutschen Erbsen als Proteinquelle gefüttert werden. Kein Soja notwendig. Und Erbsen sind als Leguminosen sogar noch heilend und gesundend für unsere Böden. Und es sind weder Bio noch demeter Puten. Ganz konventionell. Und ich bin nicht die Ausnahme sondern die Regel.

Mit Klärschlamm (im Prinzip menschlicher Gülle) zu düngen ist nicht praxistauglich. Zum einen weil der Mensch mehr mit seiner Umwelt in Kontakt kommt und dadurch Schwermetalle und Giftstoffe aufnimmt und diese mit verstoffwechselt und zum anderen weil dieser Klärschlamm Brutstätte für Erreger wie Bakterien oder Viren ist. Wenn damit Gemüse gedüngt werden würde, dann könnten sich Pandemien rasend schnell zu Epidemien ausweiten.

Eine Weile lang hat man Landwirten eine Prämie bezahlt damit diese den Klärschlamm auf ihren Flächen aufnehmen, doch das ist schnell nach hinten los gegangen. In alten Kulturen wurde das auch gemacht und es hat nur zu oft den schlimmstmöglichen Ausgang genommen. Erst durch moderne Abwasserentsorgung kamen die Fäkalien aus den Straßen, die Hygiene wurde besser und die Lebenserwartung stieg. Dieses Zeug wird heutzutage wie Giftmüll behandelt. 

Natürlich ist diese Energie nicht wirklich verloren, denn sie wird von den Nutztieren zu deren leidvollem 'Leben' ge-, bzw. verbraucht

Was du als leidvolles Leben betrachtest ist eine subjektive Wahrnehmung die viel zu viele Menschen zu unrecht haben, weil ihnen vorselektierte Informationen zugetragen werden. 

Im Vergleich zu ihren wildlebenden Artgenossen erwartet domestizierte Nutztiere im Stall eine höhere Lebensqualität als draußen. Das ist allein dadurch gegeben, dass der Mensch ihnen Obdach gibt und sie so vor größerem "natürlichem" Leiden bewahrt wie dem lebend gefressen werden, verhungern, verdursten, erfrieren oder der Tod durch Krankheiten und Verletzungen.

Der Mensch richtet sich nach für ihn moralisch und ethisch vertretbaren Grundsätzen. Die Natur kennt weder noch. Känguru Mütter werfen bei Bedrohung ihr Jungtier aus dem Beutel um Raubtiere von sich selbst abzulenken. Aber das ist ja natürlich und kann weder leidvoll noch unethisch sein... 

Die Kadaver wären kein Problem, die zersetzen sich ja bekanntermaßen und werden zu Erde.

Ich fürchte du weißt nicht genau wie in unserer Gesellschaft mit Tierkadavern umgegangen wird. Denn die werden verbrannt. Mit Tierkadavern aus der Nutztierhaltung nahezu ausnahmslos. Warum wird das gemacht ? Wir alle egal ob Mensch oder Tier tragen Erreger in uns. Das ist ganz normal und auch weitestgehend OK. Probleme treten z.B. bei AIDS auf, wo das Immunsystem von vorn herein geschwächt ist. Ein toter Tierkörper hat selbstverständlich kein Immunsystem mehr, bietet aber trotzdem noch Obdach für diese Erreger. 

Klar würden die zu Humus werden, aber nicht ohne (vor allem nicht in der Größenordnung in der sie anfallen würden) Wildtiere oder andere Nutztiere anzustecken.

Die Wildtiere würden dann mit der Tierart "Mensch" weiterhin auf der Erde koexistieren.

Das haben sie leider niemals. Nur die Nutztiere haben, wenn man so möchte eine Symbiose, also eben diese Koexistenz mit dem Menschen eingegangen. Durch den menschlichen Eingriff in die Natur und durch deren Kultivierung (Acker, Nutzforst, Städte/Siedlungen) hat er das natürliche Gleichgewicht unwiderruflich zu Gunsten von sogenannten Kulturfolgern umgekippt. Durch Essensreste der Menschen florieren die Fuchsbestände. 

Wenn es zu wenig Hasen zum fressen gibt sterben auch nicht einfach die Füchse, die mit der Hasenpopulation gestiegen sind, sondern sie suchen sich andere Futterquellen wie eben Essensreste.

Wer Fleisch essen will, soll das mit sich und seinem Gewissen vereinbaren und eben Fleisch essen. 

Veganern gegenüber kann ich nur das gleiche sagen. Ich verstehe nicht wie man (meiner Ansicht und Erklärung nach) etwas schlechtes für Wirtschaft und Umwelt tut und sich dabei oftmals noch über andere stellen kann.

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Betterhose 12.08.2017, 12:37
@Betterhose

(Ein Kommentar darf 5000 Zeichen max haben .... :/   naja...)

Es ist doch unerreicht unverschämte Heuchlerei die wir uns selber erzählen es sei akzeptabel Hunde, Katzen, Fische und Vögel als Haustiere zu halten und dabei die selbe Rechtfertigung anführen mit der wir unsere Nutztiere halten. 

Sie tauschen EINEN TEIL(!) ihrer Freiheit gegen Sicherheit und Stressfreiheit. Ich kenne Veganer die sich Hunde/Katzen halten. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich werden die dann frei von tierischen Produkten ernährt. Nicht nur, dass diese fleischlose Ernährung ein Verbrechen am Tier ist weil es eine nicht artgerechte Zwangsernährung ist, sondern auch noch die Dreistigkeit zu besitze uns Landwirte für unseren Dienst an Gesellschaft und Natur dann auch noch zu verurteilen, bleibt mir unverständlich.

Es wird gern mal behauptet die Fleischerzeugung würde mehr Treibhausgase ausstoßen als das Weltweite Transportwesen. Dabei wird aber nicht von der BILANZ gesprochen. Das Transportwesen und die Industrie haben nur schädliche Auswirkungen. Die Landwirtschaft kann durch den Ackerbau und die Pflanzenproduktion eben diese negative Bilanz minimieren. Wir sind es die auch wieder Treibhausgase aufnehmen.

Zu den gesundheitlichen Folgen möchte und kann ich auch nichts sagen, weil es schlichtweg nicht meine Expertise ist. Deshalb möchte ich mich diesbezüglich raushalten. 

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Mannimanaste 12.08.2017, 13:39
@Betterhose

@ Betterhose:

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar mit den wirklich bedenkenswerten Aspekten.

Ohne im Einzelnen darauf einzugehen, meine ich - sozusagen aus dem Bachgefühl raus -, dass eine vegane Ernährung der Menschheit im Endeffekt sicher funktionieren würde und das auch die ethisch optimalste Ernährungsweise für die Menschheit wäre, dass aber ein allzu schneller Umstieg dazu vom jetzigen Ernährungsmodell aus, wohl problematischer wäre, als ich das vermutet hätte.

Über einen etwas längeren Zeitraum von sagen wir mal um die 50 bis 100 Jahre (was ja verglichen mit der Menschheitsgeschichte immer noch eine sehr kurze Zeit für einen so einschneidenden Verhaltenswechsel ist), sollte es meinem Bauchgefühl nach für alle Beteiligten problemlos zu schaffen sein!

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IceHunter 12.08.2017, 15:05
@Betterhose

Ich stimme Mannimanaste zu und es ist mir durch dein Kommentar umso bewusster dass es viele Probleme mitbringen würde wenn sich alle vegan ernähren würden. Allerdings fehlt mir bei dir vor allem die Empathie, denn Tiere leben und leiden gegenwärtig und nicht in der Vorstellung sowie der Mensch. Sie wissen nicht dass es draußen gefährlich ist. Sie fühlen nur, dass sie nicht in ihrer *cheiße stehen wollen, sich umdrehen können wollen, frische Luft atmen wollen, nicht als Kinder aufgeschlitzt werden wollen, ... Der Sinn des Lebens ist es, es zu genießen und dass können gewöhnliche Nutztiere offensichtlich nicht. Ganz anders als Haustiere. Allerdings würde ich mir abgesehen von einem Hund für den ich Zeit habe oder einer Katze die ich raus lassen kann, kein Haustier heim holen. 

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Betterhose 12.08.2017, 15:10
@Mannimanaste

Ich würde mir nur wünschen, dass meine Kinder noch die Gelegenheit bekommen den Beruf den ich so liebe noch ausüben zu können, sofern sie das denn möchten. 

Die Tierhaltung ist meine Leidenschaft, und das ganz bestimmt nicht weil ich irgendwem schaden möchte. Wohl das absolute Gegenteil ist der Fall.

Traurig, dass man so eine Intention heutzutage ausdrücklich dazu sagen muss, um nicht als Mörder, Tierquäler und Umweltzerstörer betitelt zu werden.

Danke für dein/euer Verständnis. Ich wünsche noch ein schönes Wochenende.

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Betterhose 12.08.2017, 15:59
@IceHunter

Ich denke sie sind sich durch ihre Instinkte dessen durchaus bewusst, dass es Fressfeinde gibt.

Ohne meine Berufsgenossen mit Schweinen oder Rindern in Verruf bringen zu wollen, muss ich gestehen, dass es eben die Haltungsbedingungen des Geflügel sind, die mich zu der Entscheidung bewogen haben Puten zu halten.

Als Inhaber des Jagdscheins habe ich gelernt, dass Hühnervögel in freier Wildbahn Bewohner des Unterholz sind. So wie man es bei Bio Kollegen sieht würde ein Huhn freiwillig nicht auf die freie Wiese hinauslaufen. Dort findet es weder Schutz vor Raubvögeln von oben, kann dort scharren und staubbaden oder Nahrung finden. Dem natürlichen Habitat des Unterholz kommen unsere Ställe näher. Nach oben haben die Tiere einen Schutz wie unter einem Blätterdach und der Boden ist mit trockenem, lockerem Strohmehl (anfangs pelletiert, löst sich aber auf) bedeckt in dem sie scharren, picken und pudern können. Anders als bei Schweinen und Rindern steht Geflügel nämlich nicht auf Spalten, durch die die Exkremente mehr oder weniger erfolgreich fallen sollen.

Das Fleisch das wir erzeugen möchten ist reine Muskelmasse an Brust und Keule. Muskeln wachsen aber bekanntlich nur wenn sie beansprucht werden. Ein Bodybuilder kann so viel Proteinshakes trinken wie er möchte, aber wenn er dazu nur herumsteht wachsen keine Muskeln. Es ist also in unserem eigenen Interesse, dass die Tiere Bewegungsfreiheit zum Laufen und Flattern haben. Deshalb ist und war die Käfighaltung für Mastgeflügel niemals eine Option. Bei Legehennen ist das anders weil sie keine Muskelmasse aufbauen müssen, aber hier ist die Käfighaltung inzwischen Geschichte (was ich persönlich genauso begrüße wie die meisten anderen Leute).

In einem zu engen Stall verliert die Pute die Motivation aufzustehen und zur Futterschale zu laufen, wobei das mitunter das wichtigste ist. Den Tieren gefällt es nicht wenn sie sich an ihren Artgenossen vorbeischieben müssen.

Wenn vorm Dönerladen eine 200m lange Schlange von Leuten steht vergeht dir doch auch die Lust. Ich denke die Sachen kann jeder nachvollziehen.

Wenn nicht ideale Bedingungen gegeben sind rechnet sich die ganze Kiste nicht, so einfach ist das. Effizienz ist für uns Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg, und die erreicht man nur mit zufriedenen Tieren. 

Selbiges gilt natürlich auch für die Luft. Dank moderner Technik wie Abluftschächten, Wasserkühlung und Konzepten wie der sog. "Tunnelventilation" ist es rund ums Jahr im Stall angenehmer als draußen.

Dabei nutzen wir dieThermodynamik von kondensierendem Wasser das der Zuluft hinzugesprüht wird, den "Windchill Effekt" der dafür sorgt das bewegte Luft kühler ist und weil das ganze über die Abluftschächte mit hoher Geschwindigkeit herausgeblasen wird sind am Boden kaum Emissionen festzustellen. Ammoniak (was für den bissigen Geruch der Gülle verantwortlich ist) wird durch die Einstreu mit Strohpellets gebunden und steht nach der Mast als wertvoller Dünger in vollem Umfang zur Verfügung.

Zu dem Sinn des Lebens: ist dir das Modell der Bedürfnispyramide bekannt ?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/98/Einfache_Bed%C3%BCrfnishierarchie_nach_Maslow.svg/400px-Einfache_Bed%C3%BCrfnishierarchie_nach_Maslow.svg.png

Denn erst weil der Mensch alle anderen Bedürfnisse decken kann entwickelt er das Verlangen nach Selbstverwirklichung und Genuss. Wendet man das Modell auf Nutztiere an sind alle Bedürfnisse bis auf dieses eine letzte abgedeckt. 

Der Mensch vermag aber selber kaum dieses diese eine letzte Stufe zu überwinden, wie soll es dann das Tier schaffen ?

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Omnivore14 16.08.2017, 17:46
@Betterhose

(Ein Kommentar darf 5000 Zeichen max haben .... :/   naja...)

Du bist über 4 Jahre hier und bekommst das erst jetzt mit @Betterhose?

xD

Ich reize das ständig aus ^^

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Lebenslauf 16.08.2017, 19:11
@Betterhose

"Betterhose"  Vielen, vielen Dank für diesen wunderbaren, sehr kompetenten  Kommentar! Selten, das man sich über dieses ernste Thema ohne Verbissenheit des Gegenübers austauschen kann. Danke dafür!

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Alle nutziere freizulassen währe töricht. 90% davon würden warscheinloch verhungern oder an anderen dingen sterben. (milchkühe die nicht gemolken werden kriegen enorme probleme)

Es würde dann einfach weniger dieser tiere geben. Die natur ist ein sich selbst regelnder prozess. Un der natur/der welt ist es schnurz piep egal ob eine tierart überlebt oder nicht.

Beispiel für die Jagd: (Ist zwar anekdotisch aber mal dahingestellt) PETA hat anscheinend mal ein waldstück gekauft weil sie verhindern wollten das der dortige hirschbestand bejagdt wird.

Tja hirsche haben sich vermehrt wie die kaninchen weil fehlende fressfeinde und im winter mit wenig futter hatten die vielen tiere dann ein ernsthaftes futter problem.

Der natur ist das natürlich sowas von egal. Man sollte bedenken das soweit ich mal gehört habe gut 90% der arten die es jemals gegeben hat ausgestorben sind.

Wo "fordern" denn Veganer (gibt es sie etwa im Kollektiv ?), kein Tier solle mehr getötet werden ?

Wo betonen "sie" denn, dass sie "alles" ablehnen, wofür ein Tier getötet wurde ?

Gibt es eine Veganerpartei, die sowas durchsetzen will ? Nie davon gehört...

Mir scheint, auch du pauschalisierst gerne - bei gleichzeitigem Halbwissen über die Lebensweise von Veganern...;)

Zunächst mal finde ich es merkwürdig, dass deine Sorge einer Utopie gilt, die so nicht eintreten wird.

Vielmehr wird unsere Erde es nicht mehr lange verkraften, wenn es so weitergeht wie bisher !

Ich behaupte, die meisten Veganer sind realistisch genug, um sowohl zu wissen als auch einzugestehen, dass kein Leben möglich ist, ohne anderem Leben zu schaden...

Es geht beim Veganismus darum, so zu leben, dass möglichst viel Schaden und Leid anderer vermindert wird - kannst du auch bei Donald Watson so nachlesen (Definition Veganismus) !

Im Übrigen würde es wesentlich weniger sog. "Nutztiere" geben, wenn gewisse Menschen aufhören würden, permanent in deren Natur einzugreifen und sie z.B. durch künstliche Befruchtung und "Ausschöpfung des genetischen Potentials" in ein kurzes, leidvolles und würdeloses Leben und Sterben zu zwingen.

Auch die Jagd kann durchaus kritisch gesehen werden, aber darauf gehe ich hier nicht weiter ein.

Also: Leben und leben lassen - wird schließlich von Veganern auch immer erwartet ! ;)

Lebenslauf 12.08.2017, 14:14

Kurz und realistisch:  Ich habe Veganer weder angegriffen, noch habe ich sie pauschalisiert! Es gibt für dich also keinen Grund mich für eine berechtigte Frage scharf anzugehen!

"Mannimamaste" gab auf eine seriös gestellte Frage eine sehr kompetente Antwort. So geht es auch.

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MissPommeroy 13.08.2017, 08:12
@Lebenslauf

Wo bin ich dich denn "scharf angegangen ?"

Ich habe mindestens ebenso "seriös" auf deine Frage geantwortet wie sie gestellt war...

Du hast sehr wohl pauschalisiert und Veganern eine einheitliche Meinung unterstellt - ich habe das u. a. kritisiert, nicht mehr und nicht weniger !

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Wenn niemand mehr Fleisch und andere tierische Produkte zu sich nehmen würde, würde das keine Probleme machen.
Die sogenannten "Nutztiere" gibt es sowieso nur so viel, weil Menschen sie gezüchtet haben.

Wie soll die Erde es verkraften, wenn kein Tier mehr getötet würde?

Die Menschheit und sämtliche Tierarten würden aussterben.

So, wie es Veganer fordern?

Die meisten Veganer haben keine Ahnung und schreiben eh nur 1:1 das ab, was ihnen die Veganerlobby vorschreibt.

Sie betonen ja immer, das sie alles ablehnen, wofür ein Tier sterben mußte. 

Da muss ich immer lachen. Denn dann müssten Veganer ja Lichtköstler sein und auf Autos verzichten. Tun sie aber nicht.

Wie soll die Welt denn dann ihrer Meinung nach überleben, wenn alle Tiere nur noch eines natürlichen Todes sterben?

Laut Veganerlobby wächst danach jede Frucht aus Luft und Liebe für den Menschen.

Stickstoffdünger braucht keine Kartoffel, Futtergetreide ist super geeignet um Brot zu backen, Schädlinge (schnecken, Insekten) sind eh nur eine Lüge der Fleischlobby und Wildschweine werden sich hüten Flurschäden auf dem Acker anzurichten.

Die Veganerlobby schaut da ziemlich durch eine rosarote Brille.

Nur so funktioniert Landwirtschaft nicht, das ist das Problem.

Weltweit würde das mehr Hungertod verursachen.

Veganer, die Jäger verurteilen oder sabotieren sind absolut weltfremd. Die vernünftigen Veganer versuchen das Leben der nutztiere zu verbessern, nicht gleich alles abzuschaffen. Außerdem ist Veganismus nicht besonders gesund für den Menschen.

Man müsste bestimmt viel planen und darüber reden...  gut managen... 

Aber mal angenommen wir hätten eine Gemeinwohl-Ökonomie wo sich kontinuierlich immer mehr zum Guten verändert... dann könnte man theoretisch im Laufe von einigen Jahren sehr viel bewirken. 

Über solchen Unsinn muß man gar nicht erst diskutieren.

Abgesehen davon, dass eine vegane Ernährung auf die Dauer ungesund ist, fehlt diesen Leuten die fachliche Urteilfähigkeit dazu, solche Themen überhaupt einschätzen zu können.

spikecoco 13.08.2017, 13:40

ich glaube, das hier die meisten Menschen keine fachlichen Kenntnisse haben, auch du nicht. Es gibt immer ein Für und Wider.  Und auch in der "Fachwelt" wird es immer verschiedene Meinungen geben. 

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Na es fressen ja wohl noch andere Tiere Fleisch außer Menschen. In der Natur hat der Mensch relativ wenig gejagt im Gegensatz zu Raubtieren. Da Menschen nicht auf Fleisch angewiesen sind.

Omnivore14 16.08.2017, 17:48

In der Natur hat der Mensch relativ wenig gejagt im Gegensatz zu Raubtieren.

Falsch!

Da Menschen nicht auf Fleisch angewiesen sind.

Auch das ist falsch!

ICH Omni MUSS Fleisch essen, damit DU dein veganes Zeug überhaupt erst kaufen kannst!

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ApfelTea 16.08.2017, 19:51

Nein, es ist beides korrekt ;) Und du musst ebenfalls keins essen.

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Es geht nicht darum Milliarden Tiere einfach frei zu lassen. Dafür ist auch ohne Vermehrung definitiv kein Platz mehr vorhanden. Was wir wollen ist, dass sie nicht mehr gezüchtet werden. Simple as that.

Betterhose 12.08.2017, 12:43

Bitte meinen Kommentar zu Mannimaste lesen. Ist zwar extrem lang geworden, aber mir geht es um einen ausgeglichenen, konstruktiven Austausch zwischen den verhärteten Positionen.

Danke schon mal in Voraus.

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sie vermehren sich nicht.

sie werden gar nicht erst geboren.

ich glaube, in unseren breiten würden die wildschweine recht schnell zum problem werden.

und die nutztierrassen würden ausgerottet.

naja - aber die wildschweine graben wenigstens alles ordentlich um und düngen dabei. leider genau dann, wenn die menschen gerne ernten würden...

habt euch lieb - bitte.

Es würde dass eintreten, was millionen Jahre gut funktioniert hat. Die Ntur regelt sich selbst.

Betterhose 12.08.2017, 12:46

Die Natur regelt sich selber, aber nicht so wie es die Meisten erwarten. Sie stellt aber kein Gleichgewicht her wie es immer fälschlicherweise dargestellt wird. Ich habe oben in einem Kommentar ein Beispiel genannt. 

Wenn der die Hasen irgendwann weniger werden, werden es nicht automatisch weniger Füchse weil diese kein Futter finden. So ziemlich das Gegenteil ist der Fall. Dann suchen sich die Füchse andere Nahrungsquellen.

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Es würde viel weniger Tier geben weil keine mehr gezüchtet werden.

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