Wie soll das nur weitergehen ...?

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1 Antwort

Ich kann dazu nur sagen, dass ich mich nach dem Realschulabschluss für das Fachgymnasium entschieden habe, weil ich mich einfach noch viel zu jung und unerfahren für eine Ausbildung/ Berufsentscheidung fühlte. Möglicherweise kannst Du so etwas einschieben - berufsvorbereitendes Jahr, FSJ oder so - und geplant nach dem ersten Lehrjahr abbrechen oder unterbrechen, um dir darüber klar zu werden, was du wirklich langfristig möchtest?

Mit der Freizeit ist das so eine Sache: Viele machen jeden Tag ein bisschen, andere üben ihr Hobby vor allem am Wochenende oder im Urlaub aus, weil es einfach sehr zeitaufwändig ist (oder man dazu wegfahren muss), wieder andere setzen Schwerpunktzeiten, in denen sie vor allem das Hobby ausüben und sonst in der Freizeit nichts machen (nicht surfen, fernsehen, sich planlos mit Freunden treffen etc.) - andere haben gar kein Hobby, sondern verbringen die Freizeit nur mit Freunden und Familie. Für wieder andere wird die Familie zum Hobby. Ich kannte eine Frau - online - die so wenig Freizeit, aber ein zeitintensives Hobby - ihre Haustiere - hatte, dass sie extra zwei Stunden früher aufstand und sich morgens und abends mit den Tieren befasste. Das sah dann so aus, dass sie um 5 Uhr aufstand, 2 Stunden mit den Tieren verbrachte und um 7 Uhr 30 das Haus verließ. Abends gab es noch mal ein bis zwei Stunden mit den Tieren. Andere Hobbys fielen also komplett flach, Menschen konnte sie nur am WE treffen oder die kamen zu ihr nach Hause und akzeptierten, dass die Tiere eben dabei waren.

Eine Freundin von mir betrachtet Lesen als ihr Hobby und tut dies außerhalb des Urlaubs vor allem morgens und abends im Zug auf dem Weg von der und zur Arbeit. Also zu Hause fast gar nicht. 

Schau doch mal, ob du so eine Lösung für dich findest, um dein Hobby wenigstens ein bisschen ausüben zu können.

Wenn sich alles falsch anfühlt, überlege aber, ob du nicht doch noch die Richtung (der Ausbildung) wechseln möchtest und besprich das doch mal mit verschiedenen Leuten (Berufsberater, Freunde etc.).

Bedenke, dass viele auch erst mit 30 oder zunehmend mit 40 Abschlüsse nachholen (Schule, Ausbildung, Studium). Oder erst mit Mitte 20 das Abi in der Tasche haben (weil sie davor eine Ausbildung gemacht oder nur gejobbt haben). Es muss nicht immer alles glatt laufen in der Biografie. Manchmal kommen Änderungen aber erst mit der Zeit, also durch Erfahrungen, die man auf dem falschen Lebensweg gemacht hat - ohne den falschen Lebensweg wäre man gar nicht auf die Idee zu den Änderungen gekommen.

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