Wie sinnvoll ist es wirklich, als Beamtenanwärter in die private Krankenversicherung zu wechseln?

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8 Antworten

Hätte ich auch nach den beiden Jahren als Beamtenanwärter/in noch die Möglichkeit, in die private KV zu wechseln?

Als hauptberuflich Beamter wirst du niemals versicherungspflichtig in der GKV, sondern bist freiwilliges Mitglied. Daher kannst du natürlich auch später wechseln, z.B. nach der Ausbildung.

Würde ich die Beihilfe für Beamte bekommen, die ich zur Finanzierung der
gesetzlichen Krankenversicherung einsetzen könnte? (Denn kein
Arbeitgeber zahlt mit)

Durch die Beihilfe musst du dich nur zu 50% privat versichern, heißt die Kosten sind gegenüber einem Vollversicherungstarif zumindest mal 50% geringer. In der GKV gibt es keine 50% Mitgliedschaft. Du zahlst volle Beiträge auf alle Einkünfte (inkl. Kapitalerträge, nebenberufliche Verdienste, Mieterträge, etc.) bis zur Beitragsbemessungsgrenze (§ 240 SGB V).

Im Alter übernimmt die Beihilfe 70% und du musst dich nur noch zu 30% Restkosten versichern. Pensionäre die klagen über zu hohe Beiträge haben sich im Vorfeld nicht gut beraten lassen. Es gibt genug private Kassen die keine altersbedingten BAP vornehmen.

Leisten private Krankenversicherungen tatsächlich mehr als Gesetzliche?

Du kannst den Tarifumfang selber bestimmen. Je mehr du reinnimmst, was über die Leistungen der GKV hinausgeht, desto teurer wird es natürlich.

Steuerlich abzugsfähig sind in jedem Fall nur die auf GKV-entsprechende Leistungen entfallenden Beitragsanteile.

Meine Überlegung: Ich bleibe gesetzlich versichert und nehme für
eventuelle Krankenhausaufenthalte eine private Zusatzversicherung dazu.

Totaler Schwachsinn. Kostet deutlich mehr.

Falls ihr privat versichert seid und den Unterschied kennt: Mit welcher Versicherung habt ihr bessere Erfahrungen gemacht?

Eine Laienmeinung zur PKV Thematik ist ungefähr soviel wert wie benutztes Klopapier auf ebay.

Suche dir einen möglichst unabhängigen Vermittler, am besten einen Makler mit Schwerpunkt PKV oder Beamtenabsicherung.

Ich selbst bin privat versichert, ohne Beihilfe und Beiträge ufern nicht aus, bei 300,- € SB p.a. ambulant. Sind schon seit einiger Zeit nicht mehr angepasst worden.

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@Karschr,

die PKV ist für jeden Beamten sinnvoll, denn er muss sich nur über Beihilfetarife mit 50 % Absicherung versichern. Die Beiträge richten sich nach dem Eintrittsalter, dem gewählten Tarif und dem Gesundheitszustand.

Ich gehe mal davon aus, dass der Beamtenanwärter so um die 23 Jahre alt ist und keine gesundheitlichen Probleme hat, dann zahlt er in der PKV so ca. 100 € mtl.

Sollte er aber bei der GKV bleiben, zahlt er den vollen KV-Beitrag (die Behörde beteiligt sich nicht an den Kosten) also ca. 17 % vom jeweiligen mtl. Brutto-Einkommen.

zu Frage 1 -  ja du kannst dann auch noch in die PKV wechseln.

zu Frage 2 - Beihilfeansprüche hast du generell - auch wenn du GKV versichert bist. Bedeutet du kannst dann wählen im Krankheitsfall ob du die Rechnung über die Beihilfe einreichst zu 50 % / oder über die GKV nach den üblichen Leistungen.  Allerdings wie oben geschrieben musst du für die GKV die Beiträge alleine zahlen.

zu Frage 3 - ja mit den entsprechenden Tarifen, kannst du z.B. bei Zahnersatz 100 % der Leistung erhalten, auch bei der Sehhilfe/Brille werden 100 % erstattet, bei stationärer Behandlung im Krankenhaus wirst du dann vom Chefarzt behandelt und auch ein Ein-Bett-Zimmer ist möglich.

Du bekommst meistens sofort einen Termin beim Arzt.

Die Leistungen beim Heilpraktiker werden bezahlt.

Auch die Arzneien werden komplett bezahlt.

Auch die Lücken in der Beihilfe werden übernommen.

Bitte beachten, ich kann natürlich nur Hinweise zu den Tarifen der Deutschen Beamten Versicherung DBV geben.

Bei anderen Versicherungsunternehmen kann es auch Lücken im Versicherungsschutz geben.

Gruß N.U.

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zu 1.: Ja, natürlich

zu 2.: im Gegensatz zu anderslautenden Äußerungen hier. ja. Aber - die Beihilfe greift nur in den Bereichen in den die Gesetzliche Krankenkasse gar nicht leistet (z.B. Heilpraktiker). Dort werden dann 50 % gezahlt. Wenn, wie üblich, direkt mit der Krankenkasse abgerechnte wurde (Arztbesuch, Heil- oder Hilfsmittel), dann gibt es keine weitergehenden Beihilfeansprüche.

zu 3.: Das kommt auf den Tarif an, generell ja.

Das problem ist ja, wenn Sie als Anwärter gesetzlich versichert sind, zahlen Sie den ganz normalen, vollen Beitragssatz (ca. 18 % inkl. Pflege) in Abhängigkeit Ihres Bruttogehaltes, zusätzlich noch den beitrag für die Zusatzversicherungen. Rechnen Sie mal insgesamt mit über 200 Euro monatlich, ohne Zusatzversicherungen. In einer PKV wären es zwischen 60 und 120 Euro monatlich, je anch Tarif und Ihrem Alter.

Dieser Unterschied ist natürlich später, als Beamter auf Probe, noch viel eklatanter.

Wenn Sie als Pensionär später gesetzlich versichert sind, zahlen Sie als dann pflichtversicherter Mensch ebenfalls den gesamten GKV-Beitrag selbst. Im Gegensatz dazu sind Sie (nach heutigem Stand exkl. Baden-Württemberg) zu als Pensionär zu 70 % beihilfeberechtigt, zahlen also nur für einen 30 %igen PKV-Tarif.

M.E. für Beamten geeignete Versicherer: DBV, Alte Oldenburger, Barmenia, DBV, Signal, Hanse-Merkur, R+V, Universa, ARAG, Concordia, Deutscher Ring

Das Ganze nicht alleine irgendwie verwurschteln sonden mit Hilfe eines versierten, sich im Bereich Beamte und Beihilfe auskennenden und über den Tellerrand guckenden, unabhängigen Versicherungsmaklers.


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Zunächst einmal bist du als Beamter aufgrund deines Status „freiwillig“ versichert, d.h. du hast die Wahl der auszusuchen ob du lieber gesetzlich oder privatversichert sein möchtest. Solange du den Beamtenstatus hast kannst du (bei entsprechender, gesundheitlicher Voraussetzung) jederzeit unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist bei der gesetzlichen Kasse zu einer privaten Kasse wechseln.

Wie hier schon von anderer Stelle geschrieben wurde bedeutet Beihilfe das dir dein Dienstherr auf Antrag 50 % deiner medizinischen Kosten erstattet. Zu einer gesetzlichen Kasse zahlt er nichts hinzu.Der Vorteil der privaten Kasse besteht für dich in einerseits besserer Leistung (gegenüber der GKV) und-aller Voraussicht nach-einem günstigeren Beitrag da du ja nur 50 % der Kosten über eine private Kasse abdecken musst.Einsetzen kannst du an dieser Stelle nichts.

Ja, prinzipiell leisten die privaten Kassen mehr als die gesetzlichen Krankenversicherungen. Dies ist allerdings abhängig von der Auswahl des jeweiligen Tarifs bei dem jeweiligen Anbieter. Als Anwärter dürfte es, je nach Bundesland, bis zu knapp 200 verschiedene Tarife bei den privaten Versicherern für dich geben. Hier solltest du also sehr genau schauen wer die für dich beste Leistung bietet.Ein Erfahrungswert der hier antwortenden Experten würde dir nicht zwangsläufig helfen. Einerseits macht jeder individuelle Erfahrungen mit seiner Versicherungsgesellschaft und dem gewählten Tarif, hinzu kommen durchaus menschliche Aspekte wie die mehr oder weniger große Kulanz und natürlich auch die Rechnungslegung der behandelnden Ärzte.

Wie auch bei anderen, ähnlich gearteten Fragen kann ich dir nur dringend ans Herz legen dich von unabhängigen Experten auf diesem Gebiet beraten zu lassen. Es gibt zwei relativ große Versicherungsmakler die sich ausdrücklich dazu bekennen dass sie auch die Tarife der HUK und der Debeka in ihren Vergleichen aufführen. Wenn du in meinen Antworten nachschaust wirst du dort sicherlich von beiden entsprechende Internet Links finden (um Werbung zu vermeiden darf man hier immer nur einen Link bringen). Um dich in deiner Entscheidung zwischen privater und gesetzlicher Kasse ein wenig zu unterstützen empfehle ich dir den folgenden Test zu machen. Ich habe ihn selbst vor einigen Tagen entdeckt und finde ihn eigentlich ganz sinnvoll weil er zielsicher durch ein paar Fragen dazu führt dir zu zeigen wie du wahrscheinlich am besten versichert sein dürftest. (Natürlich ohne Garantie) einfach versuchen, kostet ja nichts.http://www.info-referendare.de/ Oben rechts findest du einen Button „PKV oder GKV“.

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei deiner Entscheidung sowie alles Gute bei deiner beginnenden Ausbildung.

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Als Beamter (und auch bereits als Anwärter) hast du ja Beihilfeanspruch.

Du brauchst also "nur" den halben Beitrag einer normalen privaten Krankenversicherung zu zahlen.

Außerdem brauchst du ja keine Absicherung für Tagegeld/ Verdienstausfall. Das ist im Normalfall ebenfalls ein ziemlicher Kostenanteil in der privaten KV.

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Hoi.

Es wäre noch etwas zu ergänzen: hast du oder planst du mit Familie?

Kollegen von mir, die bereits Kinder hatten, haben nicht gewechselt - sicherlich auch wegen des höheren Eintrittsalters.  Die Kinder sind nämlich dann über die private KV mitzuversichern und laufen nicht über die Familienversicherung des Partners(wenn als normaler Angestellter tätig).

Man sollte dies daher in einer Beratung mal mit durchrechnen lassen.

Meine persönliche Erfahrung zur PKV? Ich bin seit Kindertagen Brillenträger und habe auch schon die eine oder andere Zahnbehandlung hinter mir - da hat sich die PKV wirklich gelohnt. Für die Brille gibt es ja fast nichts mehr bei der Beihilfe(entspricht ja den Regelungen der gesetzlichen KV) und bei den Zähnen muss man ordentlich zuzahlen. Selbst ohne meinen kleinen Zusatztarif wäre die Erstattung der PKV deutlich höher als bei der GKV.  

Bessere Behandlungen - oft "leider" ja. Meine Hautärztin hat zwei Wartezimmer, rate mal, wie es bei den Kassenpatienten aussieht. Mein Augenarzt hatte aber für mich erst einen Termin nach acht Wochen. Kann eine extreme Ausnahme sein, aber ich hatte nie Probleme oder Nachfragen, ob den das Budget des Arztes schon erschöpft war und daher die Behandlung zu einem anderen Zeitpunkt hätte stattfinden müssen. 

Ciao Loki 

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1. Natürlich kannst du immer in die private KV wechseln

2. Eine Beihilfe bekommst du nur, wenn du entsprechende Kosten (Arztrechnung etc.) hattest. Zur Deckung der Beiträge für eine gesetzliche KV gibt es keine Beihilfe. 
Das ist ja das Problem: Für Beamte gibt es keinen Arbeitgeberanteil für die private KV. Das ist besonders ärgerlich wenn man eine Vorerkrankung hat und bei der privaten KV einen Risikozuschlag zahlen muss, oder in keine private KV aufgenommen wird.

3. "Bessere Medikamente" gibt es nicht. Gesetzliche KV zahlen alles, was erforderlich ist. 
Generika sind nicht schlechter als Medikamente vom Originalhersteller.
Mag sein, dass private KV irgendeinen Homöopathie-Firlefanz zahlen, den du als gesetzlich versicherter selbst zahlen musst. Aber sowas braucht die Welt nicht
Mein Eindruck ist, dass seit ich privat versichert bin, die Ärzte allen möglichen überflüssigen Unsinn machen, um ordentlich abkassieren zu können.
So hat früher ein Augenarzttermin 10 Min gedauert und jetzt eine Std. (bin nur kurzsichtig).

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Hallo Karschr,

sinnvoller ist es, wenn du dich als Beamtenanwärter privat versicherst.

Du kannst dich in jedem Fall in der PKV bedarfsgerechter und auch kostengünstiger absichern als in der GKV.

Die anderen User haben dir alle Vorteile einer Privatversicherung für deine persönliche Situation als Beamtenanwärter oder späteren Beamter genannt.

Diesen Antworten sind keinen besseren Argumente hinzuzufügen. 

Gerne erstellen wir dir ein unverbindliches Angebot. Melde dich dann einfach.

Für einen vollständigen Überblick der Tarife für Beamtenanwärter und Beamte auf dem Versicherungsmarkt wendest du dich tatsächlich am besten an einen unabhängigen Ansprechpartner. Nur so hast du einen Vergleich aller möglichen Produkte.

Viel Erfolg bei deiner Entscheidung und alles Gute :-)

Bettina vom Barmenia-Team  

  

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