Wie sind Säuren / Laugen aufgebaut?

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2 Antworten

So etwas wie ein Säuregrundgerüst oder Basengrundgerüst gibt es nicht, es stimmt zwar dass zB alle Carbon Säuren die selbe Funktionelle Gruppe haben, aber das ist dennoch kein allgemein Rezept.

Hierbei muss man aber zwischen Brönsted Säuren/Basen und Lewis Säuren/Basen unterscheiden.

Grundsätzlich ist es aber bei Brönsted Säuren so, dass sich diese durch Ladenungsschwerpunkte in einem Molekül ergeben.

Bei Carbonsäuren ist es so, dass die Funktionelle Gruppe mit den beiden Sauerstoffatomen, einen negativen Ladungsschwerpunkt im Molekül darstellen. 

Dieser Ladungsschwerpunkt "entreist" sozusagen dem Wasserstoff das Elektron. Sprich das Elektron befindet sich hier viel näher beim Sauerstoff als beim Wasserstoff.

In Wasser spaltet sich dieser schwach gebunden Wasserstoff ab und bindet sich an die Sauerstoffatome im Wasser (diese sind leicht negativ, der Wasserstoff ist positiv geladen).

Dadurch bilden sich Oxonium bzw Hydroniumionen, welche die Säure erst "bilden" folglich gibt es auch keine Säure (zumindest laut Definition) ohne Wasser weil, sich in dieser keine Oxoniumionen befinden.

Anders verhält es sich bei Lewis Säuren. Die Definition einer Lewissäure ist einfach ein Molekül, welches Elektronen anlagern kann.

Ein Beispiel für eine Lewis Säure wäre das Eisen(III)chlorid.

Die Basendefinition ist ähnlich der von Säuren, allerdings bildet eine Brönsted Base in Wasser Hydroxidionen, die Base nimmt den Wasser also ein positiv geladenes Wasserstoffion ab.

Eine Lewis Base ist ein Molekül welches Elektronen abgeben kann.

Mir hat die folgende Vorstellung beim Verständnis geholfen:

Beide Stoffe, Säuren und Basen entstehen aus Oxiden durch Verbindung mit Wasser. Sie enthalten also ein 'Zentralatom' (bzw., -gruppe) "X", an dem hängt ein Sauerstoff, der mit einem Wasserstoffatom verbunden ist:

X-O-H

Zieht X die e- stark an, so wird die O-H Bindung geschwächt, das H tendiert dazu, als H+ abgespalten zu werden.

Zieht X die e- nicht stark an, so wird die X-O Bindung geschwächt und das OH tendiert dazu, als O-H- abgespalten zu werden.

Metalle "ziehen die e- nicht stark an", dh., sie sind Elemente niedriger Elektronegativität, ihre Oxide bilden Basen.

Nichtmetalle "ziehen die e- stark an", dh., sie sind Elemente hoher Elektronegativität, ihre Oxide bilden Säuren.

Nach der Verallgemeinerung von Brönstedt sind alle Stoffe Sären, die ein H+ abspalten können(zB HCl), alle Stoffe Basen, die ein H+ aufnehmen können (zB Cl-).

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