Wie sind Osteopathen ausgebildet- oder darf man sich einfach so nennen?

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6 Antworten

Hallo Annie, ein Krankengymnast macht eine Zusatz Ausbildung, die ist sehr teuer und muß meißtens selbst gezahlt werden. Ich habe selbst schon so ein Dienst beim einer Oesteopatin in anspruch genommen, hat mir nicht geholfen, nur meinen Geldbeutel leerer gemacht. Man muß es selbst bezahlen und ist teuer.

Hallo Annie,

den Beruf des Osteopathen gibt es garnicht in Deutschland. Osteopathie zählt zur Heilkunde und darf von Heilpraktikern und Ärzten ausgeübt werden- Physiotherapeuten dürfen im Delegationsverfahren arbeiten. Der Begriff Osteopathie ist nicht geschützt- d.h. jeder Arzt oder Heilpraktiker darf sich "Osteopathie" auf sein Schild schreiben und kann nur einmal irgendeinen Kurs für 2 Std. besucht haben. Am weitesten verbreitet ist die 5jährige berufsbegleitende Ausbildung an einer von der BAO (Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie) zertifizierten Schule. Diese Therapeuten sind meist auch Mitglied in einem der grossen Verbände(VOD und DROM- einfach mal googeln)und auch auf dessen nach PLZ sortierten Therapeutenlisten zu finden. da ist schon einmal eine gute Grundausbildung gewährleistet und alles weitere muss man im persönlichen Kontakt abklären. Beste GRüsse, Thorsten Fischer

Das ist ein wenig komplizierter. Die Osteopathie ist eine US-amerikanische 'Erfindung' (vorletztes Jahrhundert). Dort gibt es sowohl Osteopathen, als auch osteopathische Ärzte (D.O. als Doctor of Osteopathy, was - angeblich - gleichwertig mit dem M.D. ist). Damit steht die Osteopathie zumindest auf einer breiteren Basis als die meisten anderen 'komplementären' Heilmethoden.

In den meisten anderen Ländern ist Osteopathie eine komplementärmedizinische Disziplin (also nicht schulmedizinisch). Wie bei den meisten dieser Disziplinen wird die Ausbildung nicht oder nur von den entsprechenden Verbänden in Eigenregie beaufsichtigt.

Die staatlichen Vorgaben reduzieren sich bei Komplementärmedizin immer auf folgendes: Einen Heilberuf kann in Deutschland nur praktizieren, wer entweder zugelassener Arzt ist (Voraussetzung Medizinstudium und Approbation) oder die Heilpraktikerprüfung bestanden hat (Qualifikation ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, in BW war es eine kurze Prüfung mit DM 100,- Gebühr, meine Info stammt allerdings aus den 90ern).

Wenn Du also an einen Arzt gerätst, der sich als Osteopath bezeichnet, dann hat er studiert und mehr oder weniger zertifizierte Kurse besucht. Ein Heilpraktiker hat dieselben Kurse besucht. Wenn die Kurse vom Berufsverband zertifiziert sind, wird Inhalt und Dauer vom diesem Berufsverband bestimmt und erfüllen damit wohl gewisse Mindestanforderungen. Wenn er seinen Osteopathen in Tristan da Cunha oder sonstwo gemacht hat (oder das Zeug aus Büchern gelernt hat), halt nicht.

Nebenbei: Es gibt meines Wissens keine wissenschaftlichen Studien, die die Überlegenheit einer osteopathischen Methode gegenüber einem Placebo (wirkstoffloses Mittel) zeigen. (Wer eine kennt, bitte melden - würde mich ehrlich interessieren!)

Der Begriff Osteopathie / Osteopath ist nicht Geschütz. Aber die Heilkunde nimmt den Namen Osteopathie als Heilkunde auf, daher ist Osteopathie als Heilpraktiker erlaubt. Es gibt aber Schulen für Osteopathie die in 5 Jahren eine Berufsbegleitende Ausbildung zum Osteopathen anbieten. Nach diesen 5 Jahren schreibt man eine Abschlussarbeit und wird geprüft, danach erhält man den Berufstitel Osteopath / in. Nach dem Abschluss hat man dann die Möglichkeit eine Diplomarbeit einzureichen welche einen dann die Titel D.O verschafft. Weiterhin gibt es B.sC und Masterabschlüsse nach weiteren 2 Jahren Studium. Wer da nach ca. 10 Jahren Weiterbildung alles geschafft hat, kann sich dann noch bei Interessanten Kursen der Ausländischen Kollegen weiterbilden. http://www.osteopathie-luenen.de/

Es wird bei dieser Spezifikation im Arztberuf wie immer und überall sehr gute Diagnostiker und Therapeuten geben, wie solche, denen die ganze große Kunst des Heilens verborgen bleibt.

Das ist quer durch die Bank bei allen Berufen so, oder etwa nicht?

http://www.osteopathie.de/osteopathie-in_deutschland.html Hier kannst du "GUTE INFORMATIONEN" erhalten, ist allerdings sehr umfangreich.

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