Wie sind Märchen entstanden (Gebrüder Grimm)?

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9 Antworten

Die meisten Märchen der Gebrüder Grimm hatten ihren Ursprung in alten germanischen oder keltischen Sagen und Mythen. In vielen dieser Mythen steckt ein wahrer historischer Kern. So hat es zum Beispiel viele Figuren rund um die Nibelungensage tatsächlich einmal gegeben, wenn auch nicht in einer Eins-Zu-Eins-Vorlage (Dietrich von bern ist zum Beispiel Theoderich der Gote, Etzel ist Hunnenkönig Attila und so weiter). Die historischen Tatsachen wurden, da man sie nicht aufschrieb sondern von Mund zu Mund weitergab, nach und nach zu Legenden. Ihre Geschichten wurden dann immer mehr ausgeschmückt und mit allerlei Wundern, Zaubereien und Fabelwesen ausgestattet, um die Spannung zu erhöhen (jetzt musste Siegfried nicht nur gegen die Intrigen am Hof der Burgunder, sonder auch gegen Riesen und Drachen kämpfen. Der Arme...)

Auch in der heutigen Fantasyliteratur ist es kaum anders. G.R.R. Martin bediente sich zum Beispiel unter anderem an der historischen Vorlage der Rosenkriege und fügte darin Drachen, Weiße Wanderer und die Kinder des Waldes hinzu, Rick Riordan (Percy Jackson) bediente sich munter in der griechischen Mythologie, J.R.R. Tolkien in der Edda, J.K. Rowling munter in allen Mythen, Märchen und Sagen rund um Zauberei und so weiter. Dass eine Geschichte schon lange da war, tut dem Märchen oder der Fantasyerzählung aber nicht weh, im Gegenteil. Es kann sie sogar aufwerten.

Die Frage, ob es Zwerge, Hexen und Elfen gab, behalte ich mir vor, mal nicht zu beantworten. Das würde zu sehr ausufern. ;-)

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Solche Wesen gab es nie. Die meisten von den Märchengestalten der Gebrüder Grimm sind Platzhalterfiguren, die tatsächlich nur sinnbildlich verwendet werden und im Laufe der Zeit verschwand die symbolische Bedeutung zugunsten des Platzhalters.

Der "große böse Wolf" war zum Beispiel ein Platzhalter für einen großen, grimmigen und gewalttätigen Mann. Die Hexe für eine hässliche alte Frau mit schlechten Absichten und die Prinzessin stand für eine schöne junge Frau etc.

Andere Märchenfiguren entstanden aus der Volklore bestimmter Regionen. Die Heinzelmännchen zum Beispiel finden ihren Ursprung in der nordischen Mythologie, wo Zwerge Waffen schmiedeten.

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Die Gebrüder Grimm haben die Märchen ja nicht erfunden, sondern zusammen getragen. Die gab es schon lange lange vorher und wurden mündlich weiter gereicht. Wer sie zuerst erzählt hat, kann man nicht mehr nachvollziehen, Fakt ist aber, dass sie immer wieder verändert wurden.

Und sie entstanden in Zeiten, in denen Menschen einfach Erklärungen für Dinge gesucht haben, die sie sich sonst nicht erklären konnten. Und in denen die Leute zur Unterhaltung halt nicht einfach ins Kino gehen konnten.

Man fragt ja auch nicht "Wie sind Stan Lee und Jack Kirby auf den Hulk gekommen? Gibt es sowas wirklich?"

Leute mit Fantasie, die Geschichten erzählen, gab es schon immer.

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Kommentar von MarkusKapunkt
06.04.2016, 11:50

Ich weiß nicht so Recht... Ich bin gestern beim Busfahren einem Typen begegnet, der war so groß und so breit, dass es sich dabei nur um den Hulk handeln konnte. Er war zwar nicht grün, aber es ist ja gerade Allergiezeit, vielleicht war er nur ein wenig blass um die Nase...

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Nimm es einfach so das an jeder Sache auch was wahres dran ist. Das sollte die Fantasie schon hinbekommen. Nur zum Schluß ist es immer so das doch nichts bewiesen ist.

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Kommentar von MarkusKapunkt
06.04.2016, 11:52

Die Beweispflicht liegt aber immer beim Erzähler. Wenn ich dir sage, es gibt pink gestreifte geflügelte Flusspferde auf dem Mond, dann glaubst du mir das ja auch nicht ohne einen Beweis.

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Waren meist alles Geschichten,  Fantasien und Legenden, erfunden von versch.Epochen, für Kinder falls sie ein Fehlverhalten zeigten.


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bevor viele lesen und schreiben konnten , wurde alles verbal weiter gegeben.  wie bei der stilllen post hat jeder eine andere version weiter erzählt . dann wurden diese geschichten schriftlich festgehalten . z.b. gebr.grimm . andere haben dann märchen erfunden , hauff - h.ch.andersen - hoffmann , um daraus lernen zu können.

heute gibt es idiotisches daily-us-tv , die menschen reden nicht mehr , und nehmen den nonsens für wahr .

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Der "Sitz im Leben" der Märchen war früher die Spinnstube. Auf den Bauernhöfen saßen früher jeden Abend die alten Frauen zusammen mit den Mägden beim Spinnen. Da das eine langweile Arbeit ist, erzählten sie ihnen dabei Märchen, die sie in ihrer Jugend von den alten Frauen gehört und evtl. nun weiter ausgeschmückt hatten.

Die Figuren, die darin vorkamen, gab es so zwar in der Realität nicht, aber oft reale Vorlagen für sie, die nur noch dichterisch ausgeschmückt werden mussten. Dass kleinwüchsige Männer als Bergleute arbeiteten, dass alte Frauen im Walde lebten, Kräuter sammelten und zuweilen auch Gift mischten, kam ja vor, und dass einige von ihnen einen Wotans- und Geisterkult betrieben, wohl auch. Weiter Praktiken beschreibt Charles de Coster in Till Ulenspiegel und Lamme Godzak.

Oft flossen auch Archtypen der menschlichen Psyche ein, wie sie Carl Gustav Jung beschreibt, z. B. der Trickster.

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Viele Märchen waren da um Kinder zu warnen oder um die zu Erziehen, z.B. Schneewittchen-keinen Fremden vertrauen

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Ich denke die haben das alles von der Mythologie eingebaut wie z.B. die Zwerge aus der Nordischen (Wikinger) Mythologie. 

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