Wie sind eigentlich Menschen in der Steinzeit mit schwerstkranken Mitgliedern umgegangen?

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17 Antworten

Hallo PsychKG,

weiß ich nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass das je nach Situation, Familie, Sippe, Stamm unterschiedlich gehandhabt wurde.

Dass man sich um Kranke gkümmert hat, zeigt sich  sich z.B. an Funden, aus denen man erkannt hat, dass in der Steinzeit bereits erfolgreiche Schädeloperationen durchgeführt worden sind.

https://www.welt.de/gesundheit/article2271745/Wie-in-der-Steinzeit-ein-Schaedel-operiert-wurde.html

Mal im Ernst:

Woher sollen wir das wissen? Es gibt aus dieser Zeit keine "schriftlichen" Aufzeichnungen - aus naheliegenden Gründen.

Es gibt fossile Knochenfunde, aus denen man ablesen kann, das schwere Knochenverletzungen wieder verheilt sind. Offensichtlich hat der Betroffende Pflege erhalten.

Das sind aber nur wenige Funde. Daraus kann man nicht viel schließen.

Wir wissen nicht viel über das Sozialleben der Steinzeitmenschen, weil sie keine Schrift hatten und deswegen keine Berichte hinterlassen haben.

Aber aus Knochenfunden weiß man, dass ganz offensichtlich gebrochene Knochen wieder gerichtet wurden und Menschen schwere Verletzungen längere Zeit überlebt  haben. Das spricht dafür, dass man sich um Kranke und Verletzte gekümmert hat. Und sie haben ihre Toten begraben, mit Grabbeigaben.

Allerdings war das Leben in der Steinzeit unglaublich hart und kurz. Keines der gefundenen Skelette weist ein Alter von mehr als 45-55 Jahren auf.

Das kam wohl auf die Bedingungen an. Im allgemeinen zeigen schon bei den Neandertalern die Untersuchung von Skeletten, dass verwundete Mitglieder der Gruppe gesund gepflegt wurden, weil zwar viele Verletzungen zu erkennen waren, d.h. das Leben war extrem gefährlich, doch etliche Verletzungen waren verheilt, was auf eine Pflege hindeutet.

Auch in der Steinzeit gab es mehr oder weniger feste Ansiedlungen. Im Fall einer schweren Erkrankung eines Stammesmitglieds kann man also erwarten, dass der Rest der Gruppe sich um das kranke Mitglied kümmert und gegebenenfalls das Weiterziehen um einige Tage verzögert.

Man hat nicht Kranke, Verletzte und Alte einfach zurück gelassen, sondern man hat sie offenbar mitgenommen und versucht gesund zu pflegen (mir den Möglichkeiten und mit dem Wissen, das man hatte) das weiß man anhand von Knochenfunden ...


Das war sicher ähnlich wie heute. Je nachdem, ob diese Person tiefe Bindung zu loyalen Menschen hatte und wie schwer die Krankheit ist wie lange sie dauerte und wie gut es der Gruppe ging. 

Ich glaub die Indianer sind vor der Winterwanderung teils zurückgelassen worden (mit Essen), haben sich auch zum sterben begeben.

Darüber gibt es weder Film- noch Fotomaterial oder irgendwelche schriftlichen Aufzeichnungen.

Insofern kann man da weitgehend nur spekulieren.

Ich vermute aber, man wird die bis in den Tod hinein gepflegt haben. Andernfalls wäre nur schwer erklärbar, warum man solch einen aufwendigen Totenkult in Form von Steinhügelgräbern veranstaltet hat, wenn Kranke lediglich als üble Belastung betrachtet worden wären.

Diejenigen, die einen festen Standort hatten, meist eine größere Höhle, die haben wohl ihre kranken Angehörigen so weit gepflegt, wie sie es ebwen vermochten. Stellte sich kein Erfolg ein, werden sie den Totkranken dem Schicksal überlassen haben.

Die wurden nicht zurückgelassen, sondern von der Sippe versorgt. Es sind sogar Schädel aus dieser Zeit mit einem verheilten Loch im Knochen gefunden worden.

wenn der Stamm weitergewandert ist, die wurden ihrem Schicksal überlassen - oder vertrieben

Fred Feuerstein ist ein ganz bekannter Steinzeit mensch , schau dir die Sendungen an

Sie sind zum Sterben gegangen wie die Indianer oder wurde auf eigenen Wunsch diskret erschlagen und dann begraben. Oder man hielt sie am Leben bis sie starben.

woher weißt du das ?

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@RobinHood111

Auf solche Vögel wie euch hab ich nur gewartet die hirnlos jeden Müll hinschreiben. 

Es gibt 3 Todesarten Suizid, Mord und natürlicher Tod. Alle 3 sind aufgelistet . Eigentlich hätte man auch schreiben können "na weil sie sterben" 

aber auf solche Idioten hab ich nur gewartet.

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die sind so schnell und elendig verreckt, dass sie im endeffekt keine großartige last darstellten

Wie kommste denn ausgerechnet darauf, nur weil es heutzutage ziemlich inhuman auch hierzulande zugeht, kann man doch nicht schlußfolgern, die Altvorderen waren genauso rücksichtslos, schlimmer noch, sie wären gar noch brutaler als wir gewesen.

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das habe ich ja nicht gesagt. die medizinische versorgung und die erbährung waren bestimmt nicht auf dem niveau von heute und selbst in entwicklungsländern sterben die menschen schnell an "einfachen" krankheiten

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Wer weiß? Leider haben Steinzeitmenschen keine Aufzeichnungen hinterlassen. Deshalb kann man nur raten....

doch man weiß einiges aus Knochenfunden ... es gab kranke, alte und Verletzte, die sich sicher nicht mehr selbst versorgen konnten (jagen) und die offenbar von der restlichen Gruppe mitversorgt wurden ....

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Man hat sie erschlagen - dies geht aus schriftlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit hervor.
Oder doch nicht ? Sind diese Schriften gefälscht ?

Das dürfte ein gewaltiger Irrtum sein, wenn Wer erschlagen wurde, dann eine feindliche Sippe, deer man Frauen stahl auf Grund der hohen Sterblichkeit von werdenden Müttern. Dabei kam es dann zwangsläufig zu Stammesfehden.

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@voayager

Ach hör auf. Keiner weiß was in dieser Zeit bei den vielen "Völkern" jeweils üblich war im Umgang mit Kranken.
Meine Einlassung ist eine Hinterfragung der Frage. Hast du das nicht geschnallt ?

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