Wie sind die üblichen Arbeitszeiten bei den Öffentlicher Personennahverkehrsbetrieben als Busfahrer?

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1 Antwort

Das kommt darauf an, ob man bei einem "öffentlichen" Unternehmen (z. B. den Tochtergesellschaften der Bahn) oder einem privaten fährt, und was Du unter "Arbeitszeiten" verstehst.

  • Bei den "öffentlichen" hat man i. d. R. ca. 8-Stunden-Dienste (zzgl. unbezahlte Pausen), als Früh-, Tages- oder Spätdienst, teilweise (relativ selten) auch als geteilten Dienst (d. h. früh anfangen, irgendwann 3-4 Stunden Pause (oder auch länger) und dann bis spät - d. h. für 8 bezahlte Stunden ist man 12 Stunden und mehr unterwegs). "Früh" heißt meist so zwischen 4:30 und 5:30 anfangen, "spät" heißt bis Betriebsschluss (wann der ist, ist von Stadt zu Stadt verschieden, meist irgendwo zwischen 22:00 und 1:00).
  • Bei den privaten Unternehmen, die "im Auftrag" der "öffentlichen" fahren, ist es meist etwas weniger angenehm: hier kommt man oft auf 10 Stunden und mehr, und geteilte Dienste sind häufiger als bei den "öffentlichen", daher sind Schichtlängen von 15 Stunden (davon dann aber nur 8-10 bezahlt) keine Seltenheit (und zulässig!). Insbesondere, wenn Kollegen ausfallen (Krankheit o. ä.), wird es oft stressig, weil deren Arbeit auf die übrigen verteilt werden muss.

Beide haben normalerweise eine 5-bis-6-Tage-Woche. D. h., von Montag bis Freitag wird auf jeden Fall gearbeitet, hinzu kommt i. d. R. alle 2 Wochen ein Wochenend-Dienst (Samstag oder Sonntag). Bei den privaten Unternehmen gibt es allerdings auch welche, die gar keine Wochenend-Dienste haben, andere jonglieren aber im Gegenteil auch so mit den Pflicht-Ruhezeiten, dass man jedes Wochenende fährt oder auch mal Samstag und Sonntag. (Im Linienverkehr gibt es etliche Ausnahme-Regelungen zu den Vorschriften bzgl. Lenk- und Ruhezeiten, da geht manches, was "normale" Bus- und LKW-Fahrer nicht dürfen.)

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