Wie sind die Schritte um einen Angehörigen in einer Seniorenresidenz, betreutem Wohnen oder Pflegeheim unterzubringen?

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5 Antworten

Erster Schritt: mit der Schwiegermutter verschiedene Pflegeheime oder Seniorenresisdenzen anschauen. Resisdenzen sind grundsätzlich teuerer als Pflegeheime.

Dann gilt es die Kosten zu ermitteln und festzustellen ob Schwiegermutters Geld ausreicht oder ob noch von euch zuzahlungen zu leisten sind.

Es gilt weiter zu bedenken, dass es in Pflegeheimen lange Wartelisten gibt.

Die Pflegekasse übernimmt nicht alle Kosten, auch mit Pflegestufe, des Heimes. Es fallen etliche private Zuzahlungen an.

Das ist alles im Vorfeld abzuklären.

Dann ist bei der zuständigen Pflegekasse ein Antrag auf eine Pflegestufe zu stellen. Die PK beauftragt den MDK zur Begutachtung. Die begutachtung findet in der Regel dort statt, wo der Pflegebedürftige wohnt.

Hat sie schon eine Pflegestufe, so wäre das evtl. Pflegegeld auf Sachleistung umzustellen, sobald sie im Pflegeheim wohnt.

Dann kommt jedoch nochmal ein MDK Gutachter zur Nachbegutachtung.

Kommt sie in ein Betreutes Wohnen, so können beim dortigen Leistungserbringer, evtl. ambul. Pflegedienst, bestimmte Leistungen eingekauft werden.

Auch hier: überschreiten die eingekauften Leistungen den betrag der jeweiligen Pflegestufe, so ist dieser Mehrbetrag privat zu bezahlen. Hinzu kommt noch die Miete für die Wohnung, die sie anmieten würde.

Ausführliche Beratungen dazu erhaltet ihr vom Pflegestützpunkt in euerer Nähe, dem örtl. seniorenbüro, bzw. allen sozialen Einrichtungen.

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Der Widerspruch sollte schnellstens eingelegt werden, denn dafür gibt es nur eine 4-Wochen Frist. Andernfalls muss ein neuer Antrag gestellt werden. Allerdings nur weil sie 85 Jahre alt ist heißt es noch nicht, dass sie eine Pflegestufe bekommt. Dazu muss sie auch pflegebedürftig sein. Ihr solltet euch das Gutachten in Kopie zusenden lassen um zu sehen, warum abgelehnt wurde.

Dann gilt e ja auch das Haus zu verkaufen, ggf. die Restschulden zu tilgen, zu räumen, den Umzug durchzuführen etc.

Da habt ihr einiges vor. Hat SIE sich denn mal Gedanken gemacht, wie sie ein Heim finanzieren will? Ist Vermögen vorhanden oder hofft sie auf ihre Kinder, die leider, wenn sie kein ausreichendes Einkommen hat und nicht mehr allein wohnen kann, nach Abzug eines Freibetrages "dran" sind und die Heimkosten mit tragen müssen.

Evtl. reicht es ja auch, in euerer Nähe eine kleine Wohnung zu finden und ihr bei einigen Alltagsdingen zu helfen.

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Hallo Barbara58,

Zunächst  Wiederspruch einlegen innerhalb von 4 Wochen nach zustellung der Ablehnung.

ACHTUNG: Der Wiederspruch muss schriftlich, direkt bei der für den Pflegebedürftigen zuständigen Pflegekasse und NICHT an den MDK geschickt werden.(Einschreiben mit Rückschein)

In dem formlosen schreiben mit der kurzen Mitteilung:

*dass Sie Wiederspruch einlegen und die Begründung dazu nachreichen sowie um Zusendung des MDK Gutachtens (Aktensicht) bitten.

Diesen Wiederspruch muss der Pflegebedürftige oder ein gesetzlicher Vertreter unterschreiben.

Als nächstes sollten sofern Sie es nicht bereits angefangen haben ein Pflegetagebuch führen und Minutengenau die Pflegetätigkeiten zu dokumentieren.

Danach überprüfen Sie anhand des Gutachtens des MDK ob wirklich alle Hilfestellungen aufgeführt worden sind.

Zu den Wohnformen kommt es immer auf die Pflegebedürftigkeit deiner Schwiegermutter an da gibt es z.B.

* das ambulante betreute Wohnen
* das Wohnen in betreuten Wohngemwinschaften und
* das betreute Wohnen für Senioren

Liebe Grüße

Ihr Veyo Pflege Team

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Also am besten zuerst einmal ein paar Reisdenzen oder Pflegeheime googlen und auf deren Webseiten nachlesen. Bei meiner Mutter haben wir uns für die Residenz Josefstadt (in Wien) entschlossen. Schau mal auf deren Webseite: http://www.residenz-josefstadt.at/residenzwohnen/

Da wirst du sehen, die ist sehr übersichtlich und es werden dir eigentlich alle Schritte erklärt. Viele Seiten haben wahrscheinlich eine solche Strukturierung und daher wird es sicher nicht allzu schwer für euch sein etwas zu finden. Wenn ihr dann mal was ausgesucht habt, ist es dementsprechend sehr leicht.

Deine Schwiegermutter wird sicher großen Gefallen daran finden. Meine Mutter ist in der Residenz überglücklich und hat sogar schon einige nette, neue Bekanntschaften gemacht. Es gibt auch Unterhaltungsprogramm und das beste ist natürlich, dass es ständige Pflege gibt, die besonders im Falle meiner Mutter nötig ist. Ich wünsche euch auf jeden Fall noch viel Glück!

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zunächst müsstet ihr die finanzielle Lage abklären. selbst wenn ihr eine Pflegestufe hättet, deckt die Leistung aus der Pflegeversicherung noch lange nicht die Kosten des Pflegeheimes.

was die Pflegestufe angeht, auf jeden Fall Widerspruch einlegen. und hartnäckig bleiben. wie ist denn die Situation? wo benötigt sie Hilfe?

wenn ihr ein Heim gefunden habt, dass euch zusagt, dann müsst ihr damit rechnen, dass es Wartelisten gibt. das kann dann schonmal eine Weile dauern, bis ein Platz frei wird.

dann müsst ihr einen Antrag beim Heim stellen und einen Pflegevertrag schließen. wenn ihr keine Vollmachten habt, dann muss das die Schwiegermutter alles selbst unterschreiben.

rein theoretisch könnte sie auch ohne Pflegestufe in eine Seniorenresidenz/Pflegeheim, allerdings ist das dann noch teurer. zu berücksichtigen ist auch, dass der MDK die Begutachtung idR dort durchführt, wo die Pflege auch durchgeführt werden soll. dazu muss sie also schon im Heim wohnen. dort würde sie dann begutachtet. kompliziert - ich weiß - hab das mit meiner Schwiegermutter dieses Frühjahr auch alles durch.

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