Wie sind die Menschen auf die Idee gekommen, dass der Eine "mehr wert" ist als der Andere?

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6 Antworten

Hallo jalu19257,

ich denke, es ist eine natürliche Angewohnheit des Menschen. In der Steinzeit gab es dies noch nicht richtig. Dieser von dir angesprochene Gedanke hat sich wahrscheinlich entwickelt, als die Menschen nach der Neolithischen Revolution, wo die Landwirtschaft entdeckt wurde, sesshaft wurden und einige Gruppen angefangen haben, sich wegen Ressourcen und Lebensmitteln zu streiten. Von dem Moment an gab es auf einmal eine Unterteilung:

-Der, der für sich sorgen konnte und Essen hatte

-Der, der sich schlecht versorgen konnte, der dessen Ernte ausgefallen war.

Zwischen zwei Gruppen ist es selbstverständlich, dass sie sich bekämpfen werden. Der, dem es schlecht geht, ist auf den anderen neidisch und will auch etwas von seiner Wohlständigkeit und der, dem es besser geht, schaut auf den anderen hinab.

Somit entstanden nach einiger Zeit ganze Hochkulturen. Der Mensch lebte mit anderen Menschen Seite an Seite. Der Grundgedanke, den die Menschen aus der Entwicklung mit sich getragen haben, wohnte in jedem. Einzelne Völker haben Differenzen miteinander und bekriegen sich, um Ressourcen und um Anderes.

Der Gedanke: "Mir muss es besser gehen, wenn auch auf Kosten der Anderen " ist in einer Gesellschaft, in der viele Individuen sind vollkommen selbstverständlich.

Aufgrund solcher besser-schlechter- Geschichten entstanden Kriege, Mord und Sklaverei, welche alle drei schlecht sind, aber in einer modernen Gesellschaft nicht zu vermeiden sind.

Hoffentlich hat dir die Antwort etwas genützt.

LG, Astroknoedel

Inwiefern meinst du das? Auf was bezogen? Politik, also Demokratie oder Monarchie? Oder Gesellschaft, z. B. im Beruf?

jalu19257 29.10.2015, 19:24

Beides, die Tatsache das es Sklaven gab und auch das Kastensystem in Indien (z.B.)

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Agiltohr 29.10.2015, 19:40

Ich denke, dass sich das in der Gesellschaft so eingerichtet hat, worauf das Kastensystem der Inder fust weiß ich leider nicht. In Europa sind Monarchien bzw. Republiken ja vom Volk ausgegangen, Entscheidungen sind viel einfach und klarer mit einem einzigen, starken Herrscher an der Spitze. Sklaven waren ebenso akzeptiert, vermutlich weil sich der Mensch den Tieren überlegen fühlte, und keinen Grund sah, warum es beim Menschen nicht auch so sein sollte. Heute ist Sklaventum ja nicht mehr akzeptiert, bei Berufen hingegen ist es ja fair, dass Fähigere die anderen leiten sollten. Der Gehaltsunterschied ist allerdings in der Tat ungerecht.

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Das wüsste ich auch gerne.

Dem, der das erfunden hat, würde ich genre mal was drüber erzählen.

Das ist reine Boshaftigkeit auf andere herabzugucken.

Egoismus, Egozentrik, Machtgier, Machtmissbrauch, fehlende emotionale Intelligenz.

Durch Dummheit und Machtsucht.

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