Wie sind die Arten entstanden, wie funktioniert dieses Evolutionszeugs?

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10 Antworten

Nein, Mutationen per se sind einfach nur geringfügig veränderte Details des Individuums. Diese Veränderung MUSS nicht krankhaft sein!

Beispiel (sehr grob formuliert):

Hoch im Norden lebt eine Bärenpopulation, per se sind sie braun. Allerdings befindet sich der Erdball in eienr kalten Phase, die Landschaft ist fast durchgängig schneebedeckt.

Dementsprechend schwierig ist die Jagd für die braunen Bären, weil ihre Beute sie sehr schnell erspäht und flieht.

Nun kommt in einem Bärenwurf ein weißer Welpe (kein Albino) zur Welt und überlebt die Jugendzeit. Als Jäger ist der Weiße sehr viel erfolgreicher als seine braunen Artgenossen. Dementsprechend begehrt ist er als Partner bei der Fortpflanzung und auch erfolgreicher bei der Jungenaufzucht.

Die Weißen (ein leicht verändertes Gen!), seine Nachfahren, sind tüchtiger im Überlebenskampf, weil sie farbmäßig der schneebedeckten Landschaft besser angepasst sind. Als Folge ist die Bärenpopulation mit immer mehr Weißen und immer weniger Braunen Bären existent, bis die gesamte Population weiß ist.

So, grob vereinfacht, entstand die Unterart des Ursus maritimus, auch als Eisbär bekannt!

Anderes Beispiel:

Pferdeartige in Afrika. Dort lebt unter anderem die Tsetse-Fliege, die eine auch für diese Gattung gefährliche Krankheit, die für pferdeartige tödliche Nagana-Seuche überträgt. Schwarzweiße Tiere mit "kleinen" Mustern sind für die Fliege schwerer erkennbar und werden daher seltener angeflogen und gestochen, erkranken seltener und es gibt weniger Todesfälle. Durch Weitergabe dieser günstigen (Farb)Gene vermehrten sich die schwarzweißen Pferdeartigen, es bildeten sich die Arten des Zebras aus sowie bei den Giraffenartigen das Okapi.

WEIL die gestreiften/teilgestreiften Tiere die Seuche seltener bekamen (und daran starben) setzte sich ihr Farbgen durch und die heutigen Zebras und Okapis entstanden. Und mit ihnen die Frage: Warum haben Zebras Streifen? ;-)

Mutationen, bei denen die von ihnen bewirkten Veränderungen eine bessere Anpassung an das Umfeld bewirken, erhöhen die Lebenstüchtigkeit der mutierten Exemplare. Diese vereerben die Mutation an den Nachwuchs, der ebenfalls erfolgreicher im Überlebenskampf ist... und schon kommt es zur evolutionären Anpassung und dauerhaften Veränderung der Art.

Sehr gut nachzuvollziehen ist das bei den Darwin-Finken der Galapagos-Inseln. Die haben sich auf verschiedene Futterarten (von Insel zu Insel anders!) spezialisiert, dementsprechend haben sich Schnabelform und gefiederfarben an die jeweiligen Inseln "angepasst". Daraus hat Darwin seine Theorie über die Entwicklung der Arten erarbeitet!

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Nicht alle Mutationen machen krank. Eine Mutation ist eine Veränderung in den Zellen. Diese kann an Nachkommen weitergegeben werden.

Aber sie kann auch vorteilhaft sein.

Dazu ein Beispiel.

Auf dem Bild unten sehen wir den Birkenspanner. Einen Falter, der sich auf das Leben in der Nähe von Birken spezialisiert hat. Der obere ist die ursprüngliche Färbung, der weiße Birkenspanner. Seine Farbe tarnt ihn auf der hellen Birkenrinde.

Der untere, der dunkle ist eine Mutation, die des öfteren bei dieser Art auftritt. Für gewöhnlich sterben die dunklen Birkenspanner sehr schnell, da sie auf der hellen Birkenrinde extrem auffallen.

Aber in der Nähe einiger Großstädte hat sich durch den Smog die Rinde der Birken dunkel gefärbt und auf einmal waren die mutierten, dunklen Falter besser getarnt als die ursprünglichen weißen.

Nun gibt es 2 Rassen von Birkenfaltern, weil sich in den Stadtgebieten der dunkle Falter durchsetzen konnte.

So verläuft es auch mit anderen Mutationen. Sollte die Mutation Vorteile beim Kampf ums Überleben sichern, wird sie an die Nachkommen weitergegeben, bis eine neue Art entsteht.

 - (Tiere, Leben, Biologie)
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Kommentar von Kindred
01.04.2016, 18:55

Wobei man sagen muss, dass es sich hierbei nicht nur um Mutation sondern eigentlich auch um Rekombination handelt, da das Gen zur Schwarzfärbung dominant ist und dadurch es wesentlich mehr begünstigt wurde bei der Verbreitung.

Außerdem geht der Industriemelanismus seit 1960 wieder zurück. Nur so am Rande.

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Mutationen entstehen einfach so. Zufällig und ungeplant. Sicher sind vermutlich die meisten Mutationen sinnlos oder sogar gefährlich und werden daher von der Umwelt "ausgebrannt." Einige Mutationen bedeuten einen Fortschritt und einen Vorteil für das Individuum, das sich dann besser fortpflanzt. etc...

Und wieso es so viele Arten gibt.... nun ja, die Evolution hatte 4 Milliarden Zeit dafür....

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Nehmen wir mal das beispiel giraffe: die tiere hatten früher kurze hälse, und kamen oft nicht an ihr futter ran. Nun gab es einige tiere die eine mutation hatten, sie hatten nämlich längere Hälse und kamen so besser an ihr futter. Die Tiere mit mutation waren also kräftiger(da sie mehr fressen konnten). Die tiere ohne mutation hatten geringere überlebenschancen und starben oder fanden keinen paarungspartner (hierbei muss man bedenken das starke tiere leichter einen partner bekamen) so vermehrten sich die mutierten tiere besser, und vererbten ihre langen hälse an ihre nachkommen. Die nachkommen hatten dann auch so lange, oder sogar noch längere hälse. Und so kam es dazu, dass die Giraffen über mehrere jahre hinweg immer längere hälse bekamen.

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Mutationen sind zu 99% schlecht und mindern die Überlebenschancen des mutierten Individuums. Ganz selten aber ist mal eine Mutation dabei, die das Individuum besser macht.

Beispiel: es wird in der Frühzeit der Menschen mal einer geboren, der 10% mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Der kann dann auch bei der Jagd etwas länger hinter dem Wild herrennen. Er gibt dieses Merkmal weiter und schließlich gibrt es einen Clan von besseren Jägern. Die haben gegenüber den Anderen bessere Überlebens- und damit auch Fortpflanzungschancen. So verdrängen sie langsam aber sicher die anderen, indem sie ihnen in vielen Fällen die Beute vor der Nase wegschnappen. Falls es zum Kampf kommt, sind sie auch überlegen, weil ihnen nicht so schnell die Luft wegbleibt.

Am Ende ist in diesem Biotop eine Abwandlung der Spezies Mensch entstanden, die von ihrem Nachbarstamm wahrscheinlich die Derks ("Die-ewig-rennen-können") genannt wird.

Je schneller der Generationswechsel bei der betreffenden Spezies ist, desto schneller greifen solche Mutationen, weil sie einfach öfter vorkommen. Deshalb passen sich Bakterien auch so schnell an veränderte Umweltbedingungen an.

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Mutationen sind nicht immer bösartig. Krebs ist zum Beispiel eine bösartige Mutation, aber die Entstehung verschiedener Arten nicht unbedingt. 

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Also zuerst einmal muss du bedenken, dass die Evolution in Zeitmaßstäben von Millionen von Jahren misst.

Evolution entsteht unter anderem durch Mutation und Rekombination. Hinzu kommt die natürliche Selektion.

  • Mutationen treten spontan auf. Es sind meist kleine Veränderungen des Genoms, des Erbgutes. Manchmal bemerkt man sie nicht einmal, manchmal sind sie tödlich. Eine Mutation macht jedoch nicht ein Lebewesen zu einer neuen Art. Erst wenn die Unterschiede zur ursprünglichen Art sehr verschieden sind, spricht man von einer neuen Art.
  • Rekombination tritt bei der Paarung auf. Da die Individuen meist unterschiedliche Gene haben, vermischen sich diese und es treten neue Varianten der Zusammenstellung verschiedener Merkmale auf. Dafür gibt es verschiedene Regeln, den ersten Einblick bekommst du bei den Mendelschen Regeln. Google diese am besten und beschäftige dich etwas mit ihnen. Lass dich nicht abschrecken, das Prinzip ist an sich nicht sehr schwer!
  • Natürliche Selektion oder auch "natürliche Auslese" beschreibt den Prozess den Darwin beschrieben hat. Merkmale treten bei Tieren teilweise willkürlich auf. Manche bringen Vor- andere Nachteile. Nach dem Gesetz "Survival of the fittest" überleben die Lebewesen, die am besten an ihren Lebensraum angepasst sind. Das heißt, wenn ein Lebewesen eine Mutation hat, die ihm hilft, so überlebt es besser als die ohne Mutation und kann dann das mutierte Gen an seine Nachkommen weitervererben. Andersherum werden die benachteiligten aussortiert und ihre Genvariation aus dem Genpool entfernt.

Dies ist nur ein Ausschnitt aus der Evolution. Es gibt noch vieles was dieses ergänzt und eigentlich dazugehört, aber das würde den Rahmen dieses Kommentars sprengen. Bei Fragen helfe aber natürlich ich gerne weiter!

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Die Kurzformel für die Evolutionslehre ist:

"Nee Arten entstehen aus bestehenden Arten"

Und das geht so: MUTATION-SELEKTION (nach Überlebensvorteil)-ISOLATION-NEUE ART.

Die Individuen einer Art unterscheiden sich genetisch bis zu einem gewissen Grad voneinander. Kein Mensch sieht aus wie der andere, und bei Katzen ist es dasselbe. Das nennt man die Varianten einer Art.

Mutationen der Keimzellen (zufällige Erbänderungen durch "Genotoxische (DNA-verändernde) Einflüsse (zB Strahlen) sind zu einem sehr großen Anteil schädlich, ja, sie führen zumeist zum Tod des Embryos.

Nur in sehr seltenen Fällen wirkt sich eine Mutation positiv aus, wenn durch eine neue Eigenschaft (etwa weiße Fellfarbe) ein Überlebensvorteil (zB bessere Tarnung in Schneegebieten) entsteht.

Die Mutante mit der weißen Fellfarbe hat mit den anderen Varianten der Art Nachkommen. Das veränderte Gen geht also in den gemeinsamen Genvorrat ("Genpool") der Spezies (Art) ein. Das heißt, einige der bestehenden Varianten werden eine hellere Fellfarbe aufweisen als der Durchschnitt der Fellfarben der Varianten.

Die Varianten mit hellerer Farbe haben einen gewissen Überlebensvorteil, sie werden mehr Nachkommen haben als die dunkleren Varianten. In einigen Generationen wird die Fellfarbe der gesamten Art eher weiß sein.

Nun werden die Varianten mit dunkler Fellfarbe eher in Gebiete abwandern, die schneearm sind, die hellen Varianten werden in schneereiche Gebiete abwandern: Die Varianten trennen sich ("ISOLATION"), gehören aber immer noch der ursprünglichen Art an. Das heißt, alle Varianten können miteinander fruchtbare Nachkommen zeugen.

Aber: Es ist möglich, daß beide Variantengruppen durch eine Reihe weiterer Mutationen so verändert werden, daß sie nicht mehr imstande sind mit den anderen Varianten fruchtbare Nachkommen zu zeugen. In diesem Fall ist eine neue Art entstanden.

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Meinst du Mutation und Selektion

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Kommentar von Computerhilfe11
01.04.2016, 18:36

Mutation zufällige sprunghafte Veränderung

Selektion war glaub die Vorteilhafte Veränderung

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