wie sind aussichten bei krankheit(2jahre) auf bu-rente und private buz

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

1) Private BUZ: Also: Ein Blick in den V-Schein und die Bedingungen verrät, ob eine Staffelung vereinbart ist, das würde erklären, warum die BUZ nur 50% zahlt. Üblicher sind Verträge, bei denen ab 50%iger BU volle Leistung erfolgt. Den Grad der BU bestimmt weder der Arzt, noch der VdK, sondern der Leistungsprüfer bei der Versicherung. Dazu vergleicht er die Anforderungen des letzten Berufs (einzelne Teiltätigkeiten und Dauern) mit dem lt. med. Befunden (!!! - nicht zu verwechseln mit Attesten oder Einschätzungen ohne Befeunde!!!) und ärztl. Berichten verbleibendem Restleistungsvermögen und ermittelt so den BU-Grad (ich glaube, das meinte himako mit Punktesystem). Bei alten Verträgen (und die mit Staffelung sind meist uralt), muss die BU im vereinbarten Grad voraussichtlich dauernd bestehen (nach gängiger Rechtssprechung sind das mind. 3 Jahre) oder schon 6 Monate bestanden haben + fortdauern, dann ensteht der Anspruch ab dem 7. Monat. Alte Verträge sehen auch noch vor, dass nicht nur der letzte Beruf zu weniger als den vereinbarten % ausgeübt werden kann, sondern auch andere, die der Ausbildung und Erfahrung (bzw. Kenntnissen und Fähigkeiten) und der bisherigen Lebensstellung entsprechen (sog. abstrakte Verweisung). Mein Vorschlag: Rufen Sie die Versicherung an und fragen Sie den Leistungsprüfer freundlich (!!!), weswegen nicht die volle BUZ gezahlt wird. Bitten Sie, es Ihnen in einfachen Worten zu erklären (gute Leistungsprüfer können das!) Falls nötig, wenden Sie sich an den Ombudsmann für Versicherungen - ist kostenlos - dauert derzeit aber rd. 6 Monate. 2) EMR: Personen, die vor dem 02.01.61 geboren sind, haben Berufsschutz: wenn der letzte Beruf zu weniger als 3 Std. tägl. ausgeübt werden kann, erhalten sie teilweise EMR wg. BU (die BU ist anders definiert als in der privaten BUZ!). Anspruch auf volle EMR haben Personen, die weniger als 3 Std. irgendeine Tätigkeit des allg. Arbeitsmarkts ausüben können. ABER man kann auch aus Arbeitsmarktgründen voll berentet werden, nämlich dann, wenn man 3-unter 6 Std. leistungsfähig ist, aber keine Arbeitsstelle zur Verfügung steht. Für die DRV gilt der Arbeitsmarkt dann als verschlossen. Wie genau die DRV die Leistungsfähigkeit prüft, weiß ich nicht sicher, m. W. fragen sie Ärzte an und machen ggf. Gutachten - bei psychischen Erkrankungen sind sie erfahrungsgemäß sehr schnell dabei, volle EMR (meist befristet) zu gewähren. Da der Antrag ja schon läuft ist da m. E. nichts mehr zu tun. Tut mir leid, dass die Antwort so lang ist - aber das Thema ist eben komplex. Viel Glück und gute Besserung (soweit möglich).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von rewe58
24.01.2013, 08:22

danke für deine antwort privatsache waren gute tipps dabei.rewe58

0

Wie soll denn jemand, der dich nicht kennt, dazu etwas anderes sagen, als deine behandelnden Ärzte?

Wer gleich mit einer ganzen Latte von Beschwerden kommt, wird leicht schon mal schief angesehen.

Dass deine BU nur teilweise zahlt ist schon ungewöhnlich. Hast du denn beim Abschluss die Variante gewählt "teilweise Leistung ab 25 %"?. Dann bekommst du die volle Leistung erst ab einer BU von 75 %

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

hallo rewe58,

die höhe der schwerbehinderung spielt bei der beurteilung der erwerbsminderung bei der gesetzlichen rv eine untergeordnete rolle.

da du geburtsjahrvor 1961 bist wird als erstes geprüft, ob du berufsschutz hast. du musst bis zuletzt in deinem erlernten, oder zuletzt erlernten beruf gearbeitet haben. dann kannst du auf alle fälle schon einmal berufsunfähig sein und die halbe erwerbsminderungsrente beziehen.

ansonsten wird deiner erwerbsfähigkeit nach: mehr als 6 stunden, keine rente 3-6 stunden, das heisst halbe erwerbsminderungsrente unter 3 stunden beurteilt, das heisst volle erwerbsminderungsrente.

bei deiner privaten buz würde ich den grund der halben rente erfragen, ggfls. einen erneuten antrag stellen, da sich deine situation eh nicht verbessert hat.

beste grüsse

dickie59

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mit 40% dürfte das schwer werden !

Aber sprich mit dem Sachbearbeiter und vor allem mit deinem Arzt - ob das nicht vllt. doch mehr als 40% sein könnten. Dann muss das neu bewertet werden.

Lass dich auch rechtlich beraten - vllt beim Sozialverband - um deine Möglichkeiten besser auszuloten . Wenn du da Mitglied bist - übernehmen die auch die rechtliche Vertretung.

Alles GFute !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Genaues kann Dir der VdK-Berater sagen, der ja eine Klageschrift begründet hat .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerHans
23.01.2013, 16:13

Der kann das höchstwahrscheinklich genau so wenig, da es sicher kein Arzt ist.

0

Was möchtest Du wissen?