Wie siet das Gesetzliche Erbe aus und kommt es zur geltung wenn ein Testament besteht?

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6 Antworten

Ein Testament schliesst mit seinen Verfügungen die gesetzliche Erbfolge aus. Die erbberechtigten Ehepartner und Kinder des Erblassers hätten damit einen hälftigen Pflichtteilsanspruch ihres gesetzlichen Erbrechts.

Ohne Testament bekäme (je nach Güterstand) der Ehegatte (1/4 pauschlierten Zugewinn plus) Erbquote wie auch die leiblichen und adoptierten Kindern des Erblassers.

Der Enkel hätte kein Erbrecht.

Die Erbquote bemisst sich am Reinnachlass am Todestag, also abzüglich der Verbindlichkeiten und Beerdigungskosten.

Demnach fiel der Witwe - in Zugewinngemeinschaft verheiratet gewesen - 3/6 des Reinnachlases zu, die Kinder bekämen je 1/6.

Eine Besonderheit stellt das Haus da: bewohnt es die Witwe, kann sie insofern Auszahlung des darauf entfallenden Erbes 10 Jahre gestundet verlangen, müsste sie es für die Erbanteile verkaufen.

Im Ergebnis dürfen die Kinder dem Beispiel nach also auf rd. 15.000 EUR hoffen - abzgl. ihres Bestattungskostenanteils. Wäre die Ehefrau zur Alleinerbin eingesetzt, auf 5.000 EUR oder weniger in bar. Mit Pflichtteilsforderuing sind sie i. d. R. aber am Nachlass der länsgtlebenden Mutter ausgeschlossen und haben erneut nur Pflichtteilsrecht, verlieren also die Hälfte ihrer Ansprüche.

G imager761

Wie siet das Gesetzliche Erbe aus

Bei Zugewinngemeinschaft erbt die Frau 25% und bekommt 25% pauschelen Zugewinnausgleich plus (Voraus, da kann das Auto dazugehören). Die Kinder bekommen jeweils 1/6. Ein Enkel erbt ersatzweise wenn der entsprechende Elternteil verstorben ist.

Gibt es ein Testament, das gilt zunächstmal das was in den Testament seht. Aus der gesetzlichen Erbteil ergibt sich der Pflichtteil. Dieser beträgt die Hälfte des Wertes, dessen was ohne Testament geerbt werden würde in Geld. Der Pflichtteil ist eine Forderung gegen den / die Erben.

Die Verteilung nach der gesetzlichen Erbfolge sähe wie folgt aus (unter der Annahme, dass die Ehegatten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebten): Ehefrau 1/2, die Kinder jeweils 1/6. Und das natürlich nur vom Vermögen des Ehemannes.

Wenn es ein Testament gibt, so gelten dessen Regelungen

Das hängt vom Testament ab. Wird ein gesetzlicher Erbe damit ausgeschlossen, bleibt ihm sein Pflichtteil. Ansonsten sollte das Testament die Verteilung regeln.

Wenn ein Testament besteht ist maßgeblich, was da drin steht

Die Ehefrau erbt erst mal alles. Auch die Schulden, wenn sie das Erbe antritt.

sergius 17.06.2013, 18:37

Diese Antwort ist schlicht falsch, Denn die Ehefrau erbt als gesetzliche Erbin nur dann "alles", wenn weder Abkömmlinge noch Eltern, Geschwister und/oder N ichten und Neffen des Erblassers vorhanden sind. Nur wenn sie testamentarisch als Alleinerbin eingesetzt ist, erbt sie "alles", muss aber grundsätzlich mit Pflichtteils-ansprüchen etwaiger Abkömmlinge (wenn keine vorhanden, dann der Eltern, sofern sie noch leben) rechnen.

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