Wie siehts aus mit der Mehrwertsteuer bei Rechnungen ins Ausland?

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2 Antworten

Eine innergemeinschaftliche Lieferung ist nur steuerfrei, wenn sämtliche folgende Voraussetzungen erfuellt sind: 1. Warenbewegung von einem EG-Land in ein anderes EG-Land 2. Der Kunde ist ein Unternehmer oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts mit gueltiger USt-Identifikationsnummer, die nicht identisch ist mit dem Abgangsland der Ware 3. Es exitieren Buch- und Belegnachweise (Lieferscheine-Speditionsnachweise usw.) aus denen sich der Bestimmungsort der Ware ergibt

Mit der USt-Id-Nr. weist der Abnehmer einen innergemeinschaftlichen Erwerb im Bestimmungsland bzw. Land der USt-Id.Nr. nach. Nur dadurch ist die Lieferung des leistenden Unternehmers steuerfrei.

Der leistende Unternehmer muss außerdem noch eine Zusammenfassende Meldung beim Bundeszentralamt fuer Steuern abgeben. Darin hat er die Bemessungsgrundlage sowie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummern jeder einzelnen i.g.Lieferung anzugeben.

Die Abgabe der Zusammenfassenden Meldung hat vierteljährlich zu erfolgen.

Wenn die Warenbewegung nicht in Deutschland beginnt oder der in Rechnung gestellte Umsatz keine Lieferung, sondern eine sonstige Leistung darstellt, kann der Umsatz in Deutschland auch als nicht steuerbar zu beurteilen sein. Dann entsteht ggfs. im Ausland ausländische Umsatzsteuer. Die Rechnungslegung hat in solchen Fällen nach ausländischem Recht zu erfolgen. GGfs. ist dann ausländische USt in Rechnung zu stellen. GGfs schuldet aber auch der Leistungsempfänger die ausländische Steuer.

Wenn die Ware von Deutschland in ein anderes EU-Land geliefert wird, ist das eine sog. innergemeinschaftliche Lieferung nach §6a UstG und somit nach §4 Nr. 1b) steuerfrei.

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