Wie sieht Therapie bei Magersucht aus?

2 Antworten

Kommt natürlich auf die Klinik an. Suche einfach mal im Internet nach psychosomatischen Kliniken mit Essstörungen, da werden meist auch die Konzepte kurz vorgestellt, bzw. meist hat man ein Vorgespräch, wo man erfährt wie das abläuft.

Ich kann Dir von einem verhaltenstherapeutischen Konzept erzählen (psychosomatische Klinik Windach). Das wichtigste ist, dass Deine Symptomatik erstmals unterbrochen wird, sprich normale Essensverhalten, kein exzessiver Sport, kein Erbrechen und andere krankhafte Verhaltensformen. Das ist für den Anfang meistens schon sehr überfordernd, wieder normale Mengen zu sich zu nehmen, welche auch gesund sein sollten, auch verbotene Lebensmittel beinhalten (z.B. Butter, Nutella), nicht mit krankhaften zerkleinern oder langsamen Essen und vieles mehr. Dann muss man auf ein Normalgewicht kommen, was der BMI von 19 ist, mit einer wöchentlichen Zunahme von mindestens 700g, bei Verstoß mit Konsequenzen. Das bedeutet, Du müsstest zunehmen und klar kannst Du mit diesem BMI schon in eine Klinik. Eine Essstörung hat nicht nur was mit dem Gewicht zu tun, Magersüchtige können sogar übergewichtig sein. Dann hat man verschiedene Therapieformen, vorallem Gruppentherapie (in der man auch sein Essverhalten schildert und Feedback und Übungsvorschläge bekommt) Einzeltherapie (in der meist über die Ursachen und Probleme gesprochen wird), Ernährungstherapie (wieder lernen, was richtige Essensmengen sind mit dem selbstständigen erlernen von Kochen), Gestaltungs- und Körpertherapie.

Falls Du noch Fragen hast, frag gerne ;) alle Liebe und gute Besserung, es lohnt sich gegen diese Krankheit zu kämpfen!!

Sehr unterschiedlich, Auskünfte erteilen die Kliniken.

An Kliniken fallen mir zuerst Klinik Roseneck in Prien und Klinik am Korso in Bad Oeynhausen ein.

Es ist sicher auch sinnvoll, einen Facharzt für Psychiatrie (wenn unter 18J. Kinder- und Jugendpsychiatrie) aufzusuchen, der hilft auch bei den Kliniken weiter (meist ist sowieso vor Aufnahme eine psychiatrische Stellungnahme erwünscht).

Mit dem Psychiater kannst du dann ein ganzes Paket an für dich sinnvollen Maßnahmen (sicher auch eine ambulante Langzeitpsychotherapie) besprechen.

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