Wie sieht normalerweise der Einstieg bei einer Habilitation aus?

2 Antworten

Die Luft bei Habilitationen wird dünn, nur die bester der Master (bzw vergleichbarer Abschlüsse) werden Doktoranden und die wirklich besten der Doktoranden bekommen die Chance dann noch weiterzumachen. Da muss man auch in der Zeit der Promotion überdurchschnittlich gewesen sein, viel publiziert und eben besondere Leistungen gebracht haben. Bei uns waren diejenigen, die das dann noch gemacht haben wirklich besonders fleißig und motiviert, haben teilweise halt zum Spaß in der Freizeit noch Paper geschrieben, Forschungsanträge gestellt und waren auch fachlich einfach gut. Nicht jeder will auch nach der Promotion noch weiter wissenschaftlich arbeiten, viele suchen auch andere Herausforderungen.

Sprich, wer derartig raussticht, der findet im Fach Möglichkeiten als Postdok weiterzuforschen und dabei dann auch an einer Habilitation zu arbeiten. Diese Stellen gehen oftmals eben auch mit Projektleitungsfunktionen einher und beinhalten viele sonstige Aufgaben. Wenn Du nach Stellen für Postdoks schaust, dann findest Du oft im Text, dass damit die Chance auf Habilitation einhergeht, bzw dass das eine der Aufgaben ist. Wenn man sich die Anforderungen da durchliest, dann erkennt man schnell, dass dafür nicht jeder X-beliebige mehr in Frage kommt. Natürlich beenden auch nicht alle ihre Habilitation.

Du musst als wissenschaftlicher Mitarbeiter Schriften veröffentlichen und eine Hauptschrift anfertigen, die dann bei einem Kommitee eingereicht wird. Dieses entscheidet, ob es eine ausreichende wissenschaftliche Leistung ist und dann darfst du vorsingen. Danach erhälst du deine vivinia legendi und den Titel Privatdozent und darfst Vorlesungen halten. Erst dann kannst du dich auf ausgeschriebene Professuren bewerben und erhältst dann einen Ruf

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