wie sieht Leukämie im fortgeschrittenen Stadium aus?

2 Antworten

die schwägerin einer freundin starb innerhalb 6 wochen an leukemie ,nachdem die krankheit diagnostiziert wurde. sie hatte zuvor ständig blaue flecken gehabt, große blutergüsse und war immer nur müde . durch einen sturz kam dann die diagnose leukemie. sie kam ins krankenhaus und bekam ne menge transfusionen , wodurch sich der niedrige wert auch etwas erhöhte . schmerzen hatte sie nicht , verfiel aber immer mehr bis zum koma aus dem sie dann nicht mehr erwachte . davor erkannte sie die nächsten verwandten nicht mehr wirklich .

Als bei meiner Mum Leukämie diagnostiziert wurde, wurde sie erstmal mit einer Blutkonserve versorgt. Sie hatte so wenige rote Blutkörperchen, dass sie total blass war, auch Lippen und Wangen waren wie die Haut gefärbt. Müde war sie auch permanent. Schmerzen kommen wohl erst später, wenn nicht mit Chemotherapie, Transfusionen etc. behandelt wird.

Bleiben die Schmerzen dann bis zum Tod? Und wenn man sich nicht therapieren lassen will, wie läuft das dann ab? Weißt du das zufällig?

Vielen lieben Dank für die Antwort!

0
@frozendream

Nun, durch diese Müdigkeit hat man ohnehin nicht viel, was man noch machen könnte und ist geistig vernebelt irgendwann. Gegen die Schmerzen gibt es dann Morphium, so dass das Leben in den letzten Wochen eigentlich mehr ein "Dahindämmern" ist.

Als bei meiner Mutter klar war - ach so: es gibt verschiedene Arten der Leukämie, deren Verlauf auch unterschiedlich ist, und meine Mutter hatte die aggressivste - also, als bei meiner Mutter klar war, dass man nichts mehr für sie tun kann, durfte sie nach Hause, alles wurde vom Krankenhaus aus eingeleitet, so dass sie zu Hause ein Pflegebett hatte etc. Dafür gibt es in Krankenhäusern extra eine Stelle, die sowas arrangiert, ich komme nur einfach nicht drauf, wie das noch hieß... Meine Geschwister und ich hatten allesamt Urlaub genehmigt bekommen, alle Arbeitgeber haben da mitgemacht!!! und wir konnten sie die letzten zwei Wochen betreuen. Ein Arzt aus der Gegend war regelrechter "Sterbebegleiter" und hat auch dafür gesorgt, dass Morphiumpflaster für sie zur Verfügung stand, das konnten wir ihr aufkleben, wenn wir den Eindruck hatten, dass sie Schmerzen hat.

0
@LucieTommy

Danke, das hilft mir echt sehr viel weiter! :-) Das klingt alles sehr schwer und schmerzvoll, nicht nur für deine Mutter. Vielen Dank noch einmal für deine hilfreiche Antwort!

0
@frozendream

Ehrlich gesagt, meine Mutter hat davon noch am wenigsten mitbekommen. Und sie konnte nach Hause, das hatte sie sich gewünscht, und es konnten noch einige Leute sie besuchen kommen und Abschied nehmen - es war einfach ok so, wie es war.

Alles in allem: es gibt wesentlich Schlimmeres, als so zu sterben, ehrlich. Und wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich nie auf sie eingeredet, es mit Chemotherapie zu versuchen.

Alles Gute für Dich!

0

Was möchtest Du wissen?